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Slut

 

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Biografie

„StillNo1“

Dass die Wege von Slut unorthodox sind, ist bekannt. Nun ist klar, dass ihr Ausflug ins Theaterfach nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang war.

Nach einer Version von Brechts „Dreigroschenoper“, die den internationalen Feuilleton erheblich beeindruckt zeigte, und vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ meldet sich das Verweigererkollektiv jetzt nämlich mit Pauken, Trompeten und Donnerhall zurück.
Mit einem Album, dessen Titel jeder verstehen darf, wie er gerne möchte. Mit einem Album, das jedoch unmissverständlich artikuliert, warum Slut seit jeher eine Sonderrolle ... Lesen Sie mehr

„StillNo1“

Dass die Wege von Slut unorthodox sind, ist bekannt. Nun ist klar, dass ihr Ausflug ins Theaterfach nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang war.

Nach einer Version von Brechts „Dreigroschenoper“, die den internationalen Feuilleton erheblich beeindruckt zeigte, und vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ meldet sich das Verweigererkollektiv jetzt nämlich mit Pauken, Trompeten und Donnerhall zurück.
Mit einem Album, dessen Titel jeder verstehen darf, wie er gerne möchte. Mit einem Album, das jedoch unmissverständlich artikuliert, warum Slut seit jeher eine Sonderrolle einnimmt.

Die Zeit von Purismus und Reduktion ist jedenfalls vorbei. Slut haben einen neuen Spielplatz gefunden - eine Arena, deren Ausmaße offenbar gigantisch sind. Wo zuletzt spartanisch instrumentiert wurde, schöpft man diesmal (mit Chören, Akkordeon, Streichern, singenden Sägen, Klavier, Bläsern und den obligat apokalyptischen Gitarrenwänden) aus einem Fundus, der nicht vielen Bands zur Verfügung zu stehen scheint. Weder hier, noch anderswo.

Für „Still No1“ hätte es zu keinem Zeitpunkt ein Konzept gegeben. Das sechste Studioalbum hätte sich seinen Weg gebahnt, ohne Fragen zu stellen und stattdessen Forderungen gestellt: Kreuzberg statt Weilheim, Wurf statt Plan und eine neue Hand an den Reglern – die Wahl fiel, nachdem man in wenigen Wochen mehrere Produzenten verschlissen hatte, auf Oliver Zülch (The Notwist, Die Ärzte), dessen Philosophie mit der Bandprämisse identisch ist: Spielen statt Reden.
Das Resultat ist ein ungepflegtes, eigensinniges und surreal mächtiges Stück Musik, das im Nachhinein zu erklären der Band nicht leicht fällt. Ein Versuch:

„Beim letzten Studioalbum an einem Punkt angelangt, der hörbar finale Züge trug, musste die Band zurechtkommen mit einem Zustand, den Leere zu nennen keine Übertreibung darstellt. Dass wir jetzt wieder eine Platte veröffentlichen, hat zweierlei Gründe.

Erster Grund: Als wir mit der „Dreigroschenoper“ fertig waren, hatten wir eine neue Welt betreten, einen juristischen Krieg mit den Erben Weills verloren und ein Album, auf das wir stolz waren. Und wir wussten, dass wir eine vierjährige Vorbereitung durchlaufen hatten. Auf das, was in diesem Sommer zu „Still No1“ wurde.

Zweiter Grund: Ein Vakuum entwickelt Unterdruck und beginnt aufzusaugen, was immer ihm am Wegrand begegnet. Das unsrige war randvoll, als wir vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ nach Kreuzberg kamen – es war alles schon da und hatte im Laufe der Zeit Gärprozesse durchlaufen. Wir mussten das Fass nur noch aufmachen. Was sich dann in die Bandmaschine ergoss, sprach für sich und entzog sich irgendwann unserer Kontrolle. Mitspielen durften wir schon, aber nach Regeln, die das ungetaufte Album längst vorgegeben hatte. Vierzehn Lieder sind es geworden, elf passen auf StillNo1, der Rest später. Aufbruchstimmung. Wir werden sehen.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„StillNo1“

Dass die Wege von Slut unorthodox sind, ist bekannt. Nun ist klar, dass ihr Ausflug ins Theaterfach nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang war.

Nach einer Version von Brechts „Dreigroschenoper“, die den internationalen Feuilleton erheblich beeindruckt zeigte, und vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ meldet sich das Verweigererkollektiv jetzt nämlich mit Pauken, Trompeten und Donnerhall zurück.
Mit einem Album, dessen Titel jeder verstehen darf, wie er gerne möchte. Mit einem Album, das jedoch unmissverständlich artikuliert, warum Slut seit jeher eine Sonderrolle einnimmt.

Die Zeit von Purismus und Reduktion ist jedenfalls vorbei. Slut haben einen neuen Spielplatz gefunden - eine Arena, deren Ausmaße offenbar gigantisch sind. Wo zuletzt spartanisch instrumentiert wurde, schöpft man diesmal (mit Chören, Akkordeon, Streichern, singenden Sägen, Klavier, Bläsern und den obligat apokalyptischen Gitarrenwänden) aus einem Fundus, der nicht vielen Bands zur Verfügung zu stehen scheint. Weder hier, noch anderswo.

Für „Still No1“ hätte es zu keinem Zeitpunkt ein Konzept gegeben. Das sechste Studioalbum hätte sich seinen Weg gebahnt, ohne Fragen zu stellen und stattdessen Forderungen gestellt: Kreuzberg statt Weilheim, Wurf statt Plan und eine neue Hand an den Reglern – die Wahl fiel, nachdem man in wenigen Wochen mehrere Produzenten verschlissen hatte, auf Oliver Zülch (The Notwist, Die Ärzte), dessen Philosophie mit der Bandprämisse identisch ist: Spielen statt Reden.
Das Resultat ist ein ungepflegtes, eigensinniges und surreal mächtiges Stück Musik, das im Nachhinein zu erklären der Band nicht leicht fällt. Ein Versuch:

„Beim letzten Studioalbum an einem Punkt angelangt, der hörbar finale Züge trug, musste die Band zurechtkommen mit einem Zustand, den Leere zu nennen keine Übertreibung darstellt. Dass wir jetzt wieder eine Platte veröffentlichen, hat zweierlei Gründe.

Erster Grund: Als wir mit der „Dreigroschenoper“ fertig waren, hatten wir eine neue Welt betreten, einen juristischen Krieg mit den Erben Weills verloren und ein Album, auf das wir stolz waren. Und wir wussten, dass wir eine vierjährige Vorbereitung durchlaufen hatten. Auf das, was in diesem Sommer zu „Still No1“ wurde.

Zweiter Grund: Ein Vakuum entwickelt Unterdruck und beginnt aufzusaugen, was immer ihm am Wegrand begegnet. Das unsrige war randvoll, als wir vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ nach Kreuzberg kamen – es war alles schon da und hatte im Laufe der Zeit Gärprozesse durchlaufen. Wir mussten das Fass nur noch aufmachen. Was sich dann in die Bandmaschine ergoss, sprach für sich und entzog sich irgendwann unserer Kontrolle. Mitspielen durften wir schon, aber nach Regeln, die das ungetaufte Album längst vorgegeben hatte. Vierzehn Lieder sind es geworden, elf passen auf StillNo1, der Rest später. Aufbruchstimmung. Wir werden sehen.“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

„StillNo1“

Dass die Wege von Slut unorthodox sind, ist bekannt. Nun ist klar, dass ihr Ausflug ins Theaterfach nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang war.

Nach einer Version von Brechts „Dreigroschenoper“, die den internationalen Feuilleton erheblich beeindruckt zeigte, und vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ meldet sich das Verweigererkollektiv jetzt nämlich mit Pauken, Trompeten und Donnerhall zurück.
Mit einem Album, dessen Titel jeder verstehen darf, wie er gerne möchte. Mit einem Album, das jedoch unmissverständlich artikuliert, warum Slut seit jeher eine Sonderrolle einnimmt.

Die Zeit von Purismus und Reduktion ist jedenfalls vorbei. Slut haben einen neuen Spielplatz gefunden - eine Arena, deren Ausmaße offenbar gigantisch sind. Wo zuletzt spartanisch instrumentiert wurde, schöpft man diesmal (mit Chören, Akkordeon, Streichern, singenden Sägen, Klavier, Bläsern und den obligat apokalyptischen Gitarrenwänden) aus einem Fundus, der nicht vielen Bands zur Verfügung zu stehen scheint. Weder hier, noch anderswo.

Für „Still No1“ hätte es zu keinem Zeitpunkt ein Konzept gegeben. Das sechste Studioalbum hätte sich seinen Weg gebahnt, ohne Fragen zu stellen und stattdessen Forderungen gestellt: Kreuzberg statt Weilheim, Wurf statt Plan und eine neue Hand an den Reglern – die Wahl fiel, nachdem man in wenigen Wochen mehrere Produzenten verschlissen hatte, auf Oliver Zülch (The Notwist, Die Ärzte), dessen Philosophie mit der Bandprämisse identisch ist: Spielen statt Reden.
Das Resultat ist ein ungepflegtes, eigensinniges und surreal mächtiges Stück Musik, das im Nachhinein zu erklären der Band nicht leicht fällt. Ein Versuch:

„Beim letzten Studioalbum an einem Punkt angelangt, der hörbar finale Züge trug, musste die Band zurechtkommen mit einem Zustand, den Leere zu nennen keine Übertreibung darstellt. Dass wir jetzt wieder eine Platte veröffentlichen, hat zweierlei Gründe.

Erster Grund: Als wir mit der „Dreigroschenoper“ fertig waren, hatten wir eine neue Welt betreten, einen juristischen Krieg mit den Erben Weills verloren und ein Album, auf das wir stolz waren. Und wir wussten, dass wir eine vierjährige Vorbereitung durchlaufen hatten. Auf das, was in diesem Sommer zu „Still No1“ wurde.

Zweiter Grund: Ein Vakuum entwickelt Unterdruck und beginnt aufzusaugen, was immer ihm am Wegrand begegnet. Das unsrige war randvoll, als wir vier Jahre nach „All We Need Is Silence“ nach Kreuzberg kamen – es war alles schon da und hatte im Laufe der Zeit Gärprozesse durchlaufen. Wir mussten das Fass nur noch aufmachen. Was sich dann in die Bandmaschine ergoss, sprach für sich und entzog sich irgendwann unserer Kontrolle. Mitspielen durften wir schon, aber nach Regeln, die das ungetaufte Album längst vorgegeben hatte. Vierzehn Lieder sind es geworden, elf passen auf StillNo1, der Rest später. Aufbruchstimmung. Wir werden sehen.“

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