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5.0 von 5 Sternen
Nachdenklich, 25. Dezember 2010
Ich habe soeben den Film "Slumdog Millionär" gesehen. Neugierig, wie andere Personen darüber denken, habe ich mir hier ein paar Bewertungen angesehen. Vorab: Ich finde den Film großartig, war von Anfang bis Ende gefesselt. Besonders die jungen Darsteller waren phantastisch, wenngleich schauspielerisch nicht perfekt. Wie denn auch, sie haben ja keine Schauspielausbildung. Aber sie spielten mit Herz, das konnte man sehen. Hier gibt es einige sehr sehr schlechte Bewertungen, die ich mir durchgelesen habe. Es wurde meist die Brutalität bemängelt, die in dem Film gezeigt wird. Entschuldigung, aber solche Szenen sind leider nicht frei erfunden, sondern Realität. Das sollte uns, die wir hier wohlbehütet, nicht hungernd, im Westen aufwachsen, mal bewusst werden. Das ist kein gewaltverherrlichender Film, sondern in Indien oftmals Realität. Und wer sich aufregt, dass ihm im Kino während dem Film das Popcorn nicht schmeckte wegen diverser Szenen, dem würde ich die Tüte am liebsten aus der Hand schlagen. Dass der Film ab 12 ist, ist fragwürdig, aber 16 würde ich ihn empfehlen. Was aber auch mich betroffen macht, ist die Tatsache, dass die jungen Darsteller von den Einnahmen nicht wirklich viel gesehen haben. Ich kann nicht verstehen, wie ein Produzent ein so aussergewöhnliches Werk auf die Leinwand bringt, offensichtlich ein Auge hat für das erbärmliche Leben in Indien, und es dann übers Herz bringt dass die wichtigsten Darsteller (die Kinder) kein neues Leben bekommen. Ich unterstütze eine indische Hilfsorganisation und bin somit vielleicht ganz gut informiert über die Notstände in Indien. Vielleicht bewegt der Film ein paar Menschen, solche Vereine gezielt zu unterstützen. Ein Tropfen auf den heissen Stein, aber wie heisst es so schön: Ein einziger Tropfen kann ein Fass zum überlaufen bringen.
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45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Film den man sich anschauen sollte..., 9. März 2009
Erst durch die 8 Oscars und vielen anderen Auszeichnungen ins Blickfeld der Masse gerückt, schafft es Slumdog Millionaire einen für zwei Stunden nach Indien zu "entführen". Die Geschichte handelt von einem 18 Jährigen Jungen, der bei der indischen Version von "Wer wird Millionär" alle Fragen bis zu der 10 Millionen Rupie Frage richtig beantwortet hat. Eine Frage von dem Gewinn der 20 Mio Rupie entfernt, wird er des Betruges verdächtigt. So muss Jamal erklären, warum er die Antworten weiss und dies wird in Rückblenden erzählt, die auch seine Lebensgeschichte darlegen, in der er immer wieder von einem Mädchen namens Latika getrennt wird welche ihm sehr viel bedeutet. Dieser Film nimmt den Zuschauer in den Bann. Die Schauspieler liefern alle eine sehr gute Leistung ab. Was vor allem bei den Jung-Schauspielern bemerkenswert ist, da diese keinerlei Erfahrung hatten (und ja bekanntlich der vielen Zeitungsberichte auch in den Slums von Mumbai wohnten, wie die Haupt-Charaktere in diesem Film). Die Musik Untermalung ist nahezu perfekt und passt wahnsinnig gut und wunderschöne Bilder aus Indien werden gezeigt. Alles in allem ist die Überhäufung mit Preisen nachvollziehbar. Doch die Preise sind ja nicht nur das was die meisten Kinozuschauer in die Kinos locken sollte, sondern auch der Unterhaltungswert und da ist Slumdog Millionaire meiner Meinung nach grosse Klasse. Auch regt einen der Film zum Nachdenken an, da viele Probleme die es (nicht nur) in Indien gibt gezeigt werden. Man fiebert mit und die zwei Stunden vergehen wie im Flug, dies liegt vorallem an der fesselnden, aufregenden Geschichte sowie der sehr guten Umsetzung in allen Bereichen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kreative und innovative Storyline, 12. Dezember 2009
Meistens sind es doch die kleinen Filme, die aus dem nichts kommen und es trotzdem gelingt die Massen zu begeistern. Mit insgesamt acht Oscars, unter anderem als bester Film, wurde das kleine Meisterwerk von Regietalent Danny Boyle ausgezeichnet. In wunderschönen Bildern fängt er das brodelnde Leben in Indiens größter Stadt Mumbai ein, und erzählt eine wunderbare Story über Liebe und Zusammen- halt. Die Idee die Story in Rückblenden zu erzählen und somit die Antworten auf die Fragen bei "Wer wird Millionär" zu erklären ist eine geniale Idee und macht den Film zu einem einzigartigen Filmerlebnis. Darstellertechnisch überzeugen die Jungdarsteller auf ganzer Linie und hauchen der Geschichte noch mehr Überzeugungskraft und Intensität ein. Die Gradwanderung zwischen Bollywood und Hollywood gelingt Boyle in jeder einzelnen Szene und macht somit "Slumdog Millionaire" zu einem mainstream- tauglichen Filmerlebnis.
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