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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen
An diesem Buch dürften sich die Geister scheiden,
Von ccheesy "ccheesy" (Erftstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Slumberland (Broschiert)
Nach Beendigung dieses Buches bin ich mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Erzählt wird die Geschichte von DJ Darky alias Ferguson Sowell, der von Los Angeles nach Berlin übersiedelt, um den Jazzmusiker Charles Stone alias "Der Schwa" zu finden. In L.A. hat DJ Darky ein Pornovideo zugeschickt bekommen, das mit Stones Musik untermalt war und alle, die sie hören, in ihren Bann zieht.In Berlin arbeitet er für das Slumblerland, einen Club, der vor allem von schwarzen Männern besucht wird. Dort ist er für die Bestückung der Musikbox zuständig, arbeitet aber auch als DJ für jeden, der ihn buchen möchte (u.a. auch auf einer Demo von Rechtsextremisten). Den Schwa findet er irgendwann und es entwickelt sich ein komisches, kaum zu beschreibendes Verhältnis zwischen beiden. Wenn ich von "Geschichte" schreibe, muß man wissen, daß dieses Buch nur wenig wirkliche Handlung beinhaltet. Vor allem in der ersten Hälfte, braucht sich Ich-Erzähler DJ Darky nur ein Stichwort zu geben und schon philosophiert und schwadroniert er z.T. seitenweise drauf los. Mein Geschmack ist das nicht. Die einen werden den Stil dieses Buch als eloquent und intelligent empfinden, die anderen möglicherweise als geschwätzig. So ging es jedenfalls mir. Daß das Buch "umwerfend komisch" ist, wie im Klappentext zitiert, kann ich nicht bestätigen. Es gibt einige durchaus amüsante Szenen, der Rest ist eher ermüdend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Cooler Roman mit viel Musik,
Von Andreas Schröter "Andreas Schröter" (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Slumberland (Gebundene Ausgabe)
Schwarz und Weiß, Ost und West sowie ganz viel Musik - das sind die Zutaten in Paul Beattys frischem, frechem, eigenwilligem, auf jeden Fall aber höchst unterhaltsamem Roman "Slumberland"."Slumberland" - so heißt ein Schuppen in West-Berlin zur Zeit des Mauerfalls, in dem der Ich-Erzähler DJ Darky als "Jukebox-Sommelier" arbeitet. Er ist schwarzer Amerikaner und aus den Los Angeles nach Deutschland gekommen, um einen legendären Jazz-Musiker, den "Schwa", zu finden, der offenbar in Berlin untergetaucht ist. Im ersten Teil des Buches gerät diese Suche jedoch zur Nebensache. DJ Darky hat genug damit zu tun, die Eigenheiten jenes kalten und grauen Berlins zu erkunden, in dem es so schwierig ist, einen Sonnenstrahl zu erhaschen. Die Funk- und Jazz-Musik, mit der er die Jukebox im Slumberland speist, erleichtern ihm die Eingewöhnung. Und natürlich die vielen weißen Frauen, mit denen er schläft. Und so betrachtet er die Öffnung der Grenzen in erster Linie als willkommene Möglichkeit, an "Frischfleisch" zu gelangen. Ein herrlicher Dialog zum Mauerfall: "Wo kommen die ganzen Menschen her?" - "Sie haben nichts davon gehört?" - "Wovon?" - "Die Mauer ist gefallen?" - "Welche Mauer?" Doch ganz so dumm, wie er sich hier gibt, ist unser Held nicht. Er ist höchst eloquent und erfindet ständig neue Ausdrücke wie "phonographisches Gedächtnis", wodurch das Buch einen ganz eigenen mitreißenden Sound entwickelt. Dabei ergeben sich ungewohnte, weil von einem Außenstehenden stammende, Blicke auf Ost- und Westdeutsche, Neonazis, aber auch auf die Schwarzen, die im Slumberland ihren eigenen Treffpunkt haben. Schließlich findet DJ Darky seinen Musiker namens "Schwa", und die Party kann beginnen ... Paul Beatty, 47 Jahre alt und selbst Schwarzer, legt einen Roman vor, der Spaß macht. Besonderen Genuss dürfte er aber jenen Lesern bieten, die sich für Funk- und Jazz-Musik interessierten. Sie werden viele Musiktitel, die DJ Darky gerne hört, wiedererkennen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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