Mit Slowenien, Slawonien und der Slowakei verhält es sich ein wenig wie mit den Hamburgern von McDonalds und Burger King. Welcher Nomalsterbliche kann sie schon auf Anhieb unterscheiden? Damit das nicht so bleibt, lese man Daniela Schetaes und Friedrichs Köthes Reisetaschenbuch Slowenien" aus dem DuMont Verlag.
Sie kennzeichnen Slowenien als "das südlichste Land Mitteleuropas" und führen den Leser nach einer landeskundlichen Einleitung in vier Kapiteln ( Ljubliana, Julische Alpen, Istrien und Maribor ) durch den kleinen Staat, der kaum größer ist als Hessen.
Zur schnellen Orientierung ist der Führer durchaus in Ordnung, wenngleich er nach dem Eintritt des Landes in die EU und der Euro Umstellung natürlich nicht mehr aktuell ist. Viele Fotographien sind eindrucksvoll, viele aber auch sehr klein im Text verstreut, was das Layout ein wenig unruhig macht. Der Stil ist schnörkellos und gut lesbar, für die schnelle Info reicht das aus. Die geschichtliche Einleitung allerdings finde ich erheblich steigerungsfähig, ärgerlich ist auch, dass fast durchweg die hochpreiseigen Unterkünfte als Hotelempfehlungen angegeben werden. Sorry, aber das hätte ich doch ein wenig mehr erwartet.