Produktinformation
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In seiner ursprünglichen Form erschien The Slip als kostenloser Online-Download, doch die Scheibe ist viel zu gut, um als obskures Billigstalbum in die Nine-Inch-Nails-Annalen einzugehen und ein karges CD-R-Dasein zwischen all den optisch ansprechenden Reznor-Produktionen zu fristen. Im Gegensatz zum uninspirierten Instrumental-Koloss Ghosts I-IV überzeugt The Slip mit durchdachten Songstrukturen, eingängigen Melodien und einer kompositorischen Güte, die es durchaus mit Year Zero und With Teeth aufnehmen kann. Psychedelische Endlos-Soundscapes und wirre Kakophonien sucht man vergeblich, Reznor hat zu den Kernelementen des Songwritings zurückgefunden und schenkt dem Hörer Widerhaken-Hooklines, markante instrumentale Licks, gnadenlose Riff-Walzen, sphärische Verschnaufpausen und unwiderstehlich in die Beine gehende Grooves.
Die CD-Version von The Slip erscheint als auf weltweit 250.000 Exemplare limitierter, nummerierter Doppeldecker mit einer im Mai 2008 aufgezeichneten Live-DVD und einem 24-seitigen Booklet. Auch Fans, die bereits die Umsonst-Version besitzen, werden hier gerne noch mal zugreifen. -- Michael Rensen
Trent Reznor gilt als Perfektionist, der sich alle Zeit der Welt nimmt, ehe er nach langem Feilen an seinen Tracks ein Album zusammenstellt. Der NIN-Fan musste also stets Geduld aufbringen, um die oft jahrelangen Wartezeiten zwischen den Werken zu überstehen. Seit 2007 ist das anderes. Restlos genervt vom Geschäftsgebaren seiner Plattenfirma ging der Amerikaner in die Offensive und forderte seine Anhänger auf, Musik der Nine Inch Nails hemmungslos zu kopieren und zu klauen. Das war die Rache dafür, dass seine CD Year Zero zu einem überhöhten Preis angeboten wurde. Darüber hinaus verzichtete die Industrial-Metal-Ikone auf einen Plattenvertrag und gründete sein eigenes Label Null Records. Nun wirkt er wie befreit, nutzte die zurück gewonnene künstlerische Freiheit für das epische Ghosts I-IV, das kritisch betrachtet ein Ausrutscher, wohlwollend ein Experiment war. Ein paar Monate später nur tritt Reznor nicht nur in die eigenen, extragroßen Fußstapfen, er präsentiert mit The Slip einen Eckpfeiler seiner 1989 in Cleveland eingeleiteten Karriere. Ein kompaktes Kraftpaket, das untypisch für die NIN nicht ans Limit der Speicherkapazität einer CD geht, sondern mal gerade zehn Stücke auf knapp 44 Minuten verteilt. In diesem Fall ist weniger nicht nur mehr sondern viel mehr, als wenn die Energie der weggelassenen Musik auf dem sehr zugänglichen The Slip übergesprungen wäre. Wenn es noch Geister geben sollte, die Reznor nach überstandener, schwerer Drogensucht nicht vertrieben haben sollte: Hier wird ihnen in Tracks wie den Rock-Peitschen 1,000,000 oder Letting You der Garaus gemacht. Im Kontrast dazu stehen sanfte Piano-Balladen wie Lights In The Sky oder das ambientische Corona Radiata. Zusammen ergeben sie einen von Gegenpolen geprägten Querschnitt einer Vita, die The Slip zu ihren Höhepunkten zählen kann. -- Sven Niechziol
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gericht des Tages: The Slip,
Rezension bezieht sich auf: The Slip [CD + DVD im Digipak] (Audio CD)
Trent Reznor, berühmt berüchtigter NIN-Chefkoch, war ja zuletzt nicht nur für seine köstlichen Produktionen in den Schlagzeilen, sondern vor allem für die Schnelligkeit seiner Zubereitungen. Seine nunmehr 27. Kreation und neuestes musikalisches Hauptgericht lautet also "The Slip".Das Rezept hierfür ist einfach: man nehme eine Handvoll "With Teeth", verrührt mit ganz viel "Pretty Hate Machine" und gewürzt mit pikanten "Year Zero"-Computerspielereien sowie einer Prise Düsternis Marke "The Fragile". Garniert wird das ganze dann noch mit zwei Instrumentals a la "Ghosts". Ach, und als letztes Sahnehäubchen zum drüberstreuen darf natürlich auch die Gourmet-Ballade "Lights In The Sky" nicht fehlen. Zugegeben, anfangs mag diese Mixtur etwas altbekannt und aufgewärmt schmecken, doch nach mehrmaligem akustischen Verzehr erfreut man sich am wahren Genuss dieser Feinschmeckerplatte. Und da das Auge bekanntlich mitisst, bekommt man auch noch eine leckere Live-DVD dazu serviert. Fazit: Industrial-Haubenkoch Reznor lässt wieder mal nichts anbrennen und präsentiert uns ein weiteres, rundum gelungenes, musikalisches Luxus-Menü. Einziger bitterer Nachgeschmack: die Laufzeit von knapp 45min macht nicht wirklich satt. Doch das nächste NIN-Festmahl kommt bestimmt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Back to the Roots?,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Slip [CD + DVD im Digipak] (Audio CD)
Seit 2005 verdient sich Trent Reznor die Bezeichnung "Workaholic" - In der Zeit davor gab es alle 5 Jahre mal ein neues Album - The Slip ist nun schon sein 4. Album in 3 Jahren.Aber Trent Reznor kehrt keineswegs zu seinen Wurzeln zurück, er ist jemand der sich und seine Musik immer gerne neu erfindet. So auch auf The Slip. Aber dennoch habe ich im Nachhinein den Eindruck, dass er auf The Slip jedes seiner Alben einmal kurz zusammenfasst. [...] The Slip startet mit einem Introtrack, der nahtlos zum wirklichen "Album Opener" übergeht - 1,000,000 heisst dieser, und ist definitiv ein anspieltipp, denn Reznor packt eine gehörtige portion Wut und Verzweiflung in den Track und macht die kräftigen Drums zu einem regelrechten Ohrwurm. Weiter gehts mit Letting You, das sofort an March Of The Pigs erinnert, und Discipline zeit Trent's poppigere Seite - Wer The Hand That Feeds und Only von With Teeth mochte, wird Discipline lieben. Darauf folgt der sehr ungewöhnliche Track Echoplex. Melancholischer Gesang und Programmierte Drumbeats erzeugen ein kaltes Bild von einer Großstadt, in der es mehr Beton als Leben gibt. Head Down geht danach in eine ganz andere Richtung und gehört definitiv zu den dreckigeren Songs - eine Bassline die sich durchs Trommelfell pflügt und ein interessanter Kontrast von Verse zu Chorus. Danach geht das Album plötzlich in eine gänzlich andere Richtung, es wird experimenteller - Lights in The Sky erinnert zwar noch an Hurt und Right Where it Belongs aber zu Lights in The Sky gehört noch ein Ourto/Intro Track "Corona Radiata" in der Trent Reznor nicht sein Lieblingsbier besingt, denn der Track ist ein 7minütiges Instrumentalwerk, das 3 Minutenlange Drone-Sounds beinhaltet, kommt aber langsam zum Höhepunkt: The Four Of Us Are Dying und Demon Seed. Ersterer erinnert stark an Closer(Precursor) und beinhaltet eine enorme portion Düsternis und Angst. Darauf folgt dann Demon Seed, für mich der absolute Höhepunkt des Albums... aber doch eine Art Cliffhanger. Demon Seed hat all das wofür man Trent liebt: komplexe Drum Rythmen, düstere Flüster-Lyrics, enorm viele Layer, wechselhafte Instrumente und eine letzte Minute, von der ich mir wünschte, sie würde ewig dauern. Anspieltipps: Echoplex, 1,000,000, Demon Seed Trent scheint auf dem Album etwas mit seinen vergangenen Alben zu flirten. Der einzige Track dem man wirklich etwas vorwerfen könnte ist Discipline, der wirklich sehr stark an Only erinnert. Aber gerade das scheint das Konzept von The Slip zu sein - 10 Tracks, die die vielseitigkeit von Trent Reznor zeigen. Noch dazu gratis erhältlich - Eine gute Idee um neue Fans anzulocken, vorallem nach einer exzessiven Europatour. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Irgendwie nicht so richtig...,
Von Jenzo (Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Slip [CD + DVD im Digipak] (Audio CD)
Nicht mal ein Jahr war vergangen, daß Album Nr. 5 "Year Zero" veröffentlich wurde u. schon gab es aus dem Hause Reznor nach "Ghosts I-IV" schon wieder einen Output - "The Slip" stand im Mai auf NIN.com zum Gratisdownload bereit.Musikalisch hätte "The Slip" sehr gut zwischen die Alben "With Teeth" (anhand der Songstrukturen) u. "Year Zero" (bezüglich des Sounds) gepasst, wäre für mich DER Brückenschlag zwischen diesen beiden Alben gewesen. Nun habe ich es schon ein paar Wochen lang gehört u. irgendwie werde ich mit diesem Album nicht wirklich warm. Das ist komisch, denn beinhaltet es eigentlich alles, was NIN ausmacht. Man findet ordentliche Brecher ("Letting You", "Head Down"), ruhige Intrumentals ("Corona Radiata", "The Four Of Us Are Dying") u. auch eine recht poppige Einlage ("Discipline"), die mich an "Only" oder "The Hands That Feeds" von "With Teeth" erinnert. Zudem bietet Reznor mit "Echoplex" u. "Demon Seed" dann auch die verfrickelteren Tracks, die Spannung erzeugen, ohne unnötig an der Lautstärke zu drehen. Klingt zunächst durchweg positiv, nur kommt es mir so vor als hätte ich Vergleichbares bereits in den letzten Jahren von den Nine Inch Nails gehört. Alles wirkt eine Spur schwächer als die Songs, die man von den anderen Veröffentlichungen kennt. So klingt "Demon Seed" z.B. so, als hätte es diese Nummer nicht auf "The Fragile" geschafft oder "Discipline" so als wäre es bei der Songauswahl zu "With Teeth" durch's Raster gefallen. "Letting You" oder "Head Down" hätten es von der Härte her auf die "Broken EP" oder "The Downward Spiral" schaffen können, wenn sie qualitativ mit diesen Tracks vergleichbar wären. So hinterlässt "The Slip" einen etwas faden Beigeschmack u. den Eindruck eines "Schnellschusses". Als Fangeschenk, für das man keinen Cent zahlen musste ist es sicherlich über viele Zweifel erhaben, aber mich überkommt das erste mal das Gefühl, vomn einem NIN-Album nicht hundertprozentig befriedigt worden zu sein. Natürlich ist "The Slip" im Vergleich zu anderen Veröffentlichungen im Rock-Industrial-Bereich ein gutes Album (besonders "Echoplex" kann trotz aller Kritik ordentlich punkten, genau so wie "1,000,000"), aber als langjähriger NIN-Fan, dem zuletzt "Year Zero" sehr gut gefallen hat, erwartet man schon ein wenig mehr. Andere Veröffentlichungen von NIN sind bis heute einfach packender, daher: 3 Sterne. PS: Die DVD beinhaltet übrigens laut meiner Kenntnis die Rehearselaufnahmen zu "1,000,000", "Letting You", "Discipline", "Echoplex" u. "Head Down". Ein netter zusätzlicher Kaufanreiz, den man als Fan jedoch auf NIN.com bereits gesehen hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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