Nach seinem ordentlichen Debüt-Album legt Paris mit dieser Scheibe nach. "In Sleeping with the Enemy" führt Paris seinen radikal politischen Rap-Stil fort und legt sich vor allem mit der ersten Bush Adminstration im Weißen Haus an. Nebenbei - im Zuge des berühmt berüchtigten Rodney King Zwischenfalls - bekommt mit "Coffee Donuts & Death" auch noch die Polizei Ihr Fett weg, hier allerdings in einer sehr überzogenen Art (besonders das Intro zu dem Song ist ziemlich hart). Musikalisch driften auf dieser Scheibe bereits einige Tracks in Richtung der auf späteren Alben dominierenden Funk-Elemente, Teile des Albums lassen daher schon jetzt die "düstere Stimmung" des Debütalbums vermissen. Da mir persönlich gerade dieser auf Drumms/Bassline und Scratches beruhende Stil von "The Devil made me do it" sehr gut gefallen hat, kommt dieses Album für mich nicht mehr ganz an die Qualität des Debüts heran. Nichtsdestotrotz sind auch hier einige wirklich gute, noch nicht ver-P-funkten oder fast schon ins Soul abdriftende Stücke, wie bsp. "Check it out cháll", "Make way for a Panther", "Coffee...", um nur einige zu nennen enthalten, welche einen völlig Absturz in der Bewertung verhindern. Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auch noch auf das wirklich exzellente Intro, bzw. das folgende Musikstück "Sleeping with the..." welches in seiner musikalischen Qualität schon fast an Public Enemys "Lost at Birth" - für mich mit der beste Opener überhaupt -auf "Apocalypse 91" herran reicht. In der Gesamtheit für mich das letzte Paris Album das man sich noch ohne zu starken Drang zur Skip Taste anhören kann, gerade weil hier noch wirklich gute, "rawe" Tracks enthalten sind, spätere Erscheinungen sind für mich in großen Teilen musikalische (!!!) Offenbarungseide.
Mein Fazit: Kratzte das Debüt-Album trotz oder gerade wegen seiner musikalischen "Einfachheit" noch an der 5 Sterne Marke, so kann ich mich hier zu gerade noch so zu vier Sternen hinreißen, Tendenz fallend.