Ich sah den Film damals eher zufällig auf RTL II, ich hatte ihn jedenfalls nicht bewusst eingeschaltet. Zuerst beachtete ich den Film kaum und ließ ihn eher unauffällig nebenbei laufen, aber mit der Zeit fing der Film an, mich brennend zu interessieren. Die Spannung nahm enorm zu und eine feste Struktur war stark erkennbar. Aus dem am Anfang fast noch freundlich wirkenden Film und der festen Freundschaft der vier Jungen wurde ein Psychothriller, der den Zuschauer fesselt und gnadenlos echt wirkt.
Im Abspann wird zwar deutlich, dass es im Wlikinson niemals zu sexuellem Missbrauch gekommen wäre, aber der Film basiert laut Lorenzo Carcaterra dennoch auf einer wahren Begebenheit. Er gab an, dass er die Namen betroffener Personen und den Schauplatz nur geändert habe, um deren Anonymität zu bewahren.
Der Film steht zudem noch sehr nah an Moral, Gott und Ethik. Darf ein Mord schuldfrei enden, wenn er frühere Verbrechen und kriminelle Handlungen ausgleichen soll? Der Zuschauer wird durch diesen Film immer wieder mit wichtigen Fragen konfrontiert, wodurch der Film an brutaler Authentizität und an schockierender Realität gewinnt.
Zu dieser schockierenden Geschichte kommen einfach nur noch überragende Schauspieler! Egal ob Brad Pitt als Staatsanwalt, Robert De Niro als Priester oder Dustin Hoffman als Verteidiger, jede einzelne Rolle ist glaubhaft besetzt. Abgerundet wird das ganze durch die gute Regie und den unverwechselbaren Soundtrack von John Williams, und fertig ist ein spannender und beklemmender Thriller.