Was bewegt eine skandinavische und ausgemachte Studioband des Genres Pop wie A-Ha ein Live-Album zu machen, wo sich ihre Songs doch eher nach typischen Studiostücken anhören? Dieser Frage wollte ich genauestens auf den Grund gehen, als ich die Promo-CD zum vorliegenden Album in meinen Händen hielt.
Auf den ersten Blick finden sich zahlreiche große Hits aus ihrer Schaffensphase seit 1985, das Jahr, in dem sie mit „Take On Me" einen weltweiten No.1-Hit landeten, darauf. So trifft man neben Hits wie „Crying In The Rain" aus frühen Tagen, auch Hits wie „Minor Earth Major Sky" oder „Forever Not Yours" aus jüngster Zeit an. Und das alles live? Ich schritt zum ersten Hörgang und stellte fest, dass diese Scheibe auch ein gewisses Karma hatte, auch wenn gleich A-Ha eine eher untypische Liveband sind. Im Gesamten hört sich das vorliegende Album recht einträchtig an, kann aber bedingt durch die Stimmgewalt um Morten Harket & Co. dennoch sehr überzeugen. So glänzen Stücke wie „Summer Moved On", „Stay On These Roads" oder „Hunting High And Low" in vorher nie gekanntem Licht. Besonders angetan hat es mir „The Sun Always Shines On TV", was wahrscheinlich das herausragenste Stück dieses Livealbum meiner Meinung nach ist, und wahrscheinlich deshalb die erste Singleauskopplung darstellt.
Und so bleibt die Frage, die der Titel dieser CD in sich trägt, nicht unbeantwortet, denn die melodischen und in typischer A-Ha-Manier vorgetragenen Songs hallten noch geraume Zeit durch meinen Kopf, fast wie ein Echo. So entwickelt die Scheibe schon nach kurzer Zeit ihre Ohrwurmqualitäten, auch wenn A-Ha eher als Studioband zu überzeugen wissen. Ein Reinhören sollte man aber/also nicht abgeneigt sein.