"Slavonic Festival" [Slawisches Fest]. CD enthält folgende Stücke:
1. Antonin Dvorak: Ouvertüre zu "Rusalka". Ausführende: Staatsphilharmonie der CSSR Kosice, Ltg. Robert Stankovsky.
2. Bedrich Smetana: Suite aus "Die gekaufte Braut" (Ouvertüre, Polka, Furiant, Tanz der Komödianten). Ausführende Slowakische Philharmonie Bratislava, Ltg. Barry Wordsworth.
3. Antonin Dvorak: Scherzo Capriccioso, Op. 66. Ausführende: Slowakische Philharmonie Bratislava, Ltg. Zdenek Kosler.
4. Leos Janacek: Mährische Tänze (Kozich, Kalamajka, Trojky, Silnice, Rozek). Ausführende: Slowakische Philharmonie Bratislava, Ltg. Libor Pesek.
5. Antonin Dvorak: Slawische Rhapsodie, Op. 45 Nr. 2. Ausführende: Slowakische Philharmonie Bratislava, Ltg. Zdenek Kosler.
6. Bedrich Smetana: Die Moldau. Ausführende: Slowakische Philharmonie Bratislava, Ltg. Barry Wordsworth.
Die einzelnen Tracks wurden zwischen 1985 und 1989 aufgenommen, wenn mich nicht alles täuscht, als Bestandteile von Marco Polo-Programmen, die anderweitig zum Hochpreis verkauft werden.
Diese Zusammenstellung erschien 1990 als Naxos CD 8.550376. Gesamtspielzeit: 69'51".
Das "slawische" Fest, das Naxos verspricht, entpuppt sich als Zusammenstellung tschechischer Favoriten, eingespielt von slowakischen Orchestern mit vier verschiedenen Dirigenten. Die Musik, die hier zu hören ist, ist im Allgemeinen nicht besonders tiefsinnig und nirgends traurig, sondern es handelt sich in der Hauptsache um Tanzeinlagen. Die große Ausnahme bildet Smetanas berühmte "Moldau" aus "Mein Vaterland", ein Stück, das vermutlich keine Erläuterung meinerseits bedarf, denn es ist so ungefähr das bekannteste klassische Musikstück aus Tschechien überhaupt. Die slowakischen Musiker gehen hier energisch und überaus kompetent zu Werke, wobei insbesondere beim Dvorak die Bläser zu glänzen wissen. Dvoraks "Scherzo Capriccioso" ist mir hier das erste Mal untergekommen, und ich fand es so faszinierend, dass ich es mir mehrmals hintereinander angehört habe. Barry Wordsworths "Moldau" ist gut geraten, kann aber der "klassischen" DG-Aufnahme mit Rafael Kubelik nicht wirklich Konkurrenz machen. Der Naxos-Klang der 80er Jahre ist gut, aber etwas diffizil. Persönlich sah ich mich durch diese CD veranlasst, so lange an meinem Hifi-Gerät herumzuexperimentieren, bis ein zufrieden stellender, fülliger Klang herauskam - zunächst hörte sich das Ganze etwas distanziert an, räumlich zwar, aber die einzelnen Instrumentenblöcke schienen manchmal etwas blass. Erst die am Ende dieser Rezension in Klammern aufgezählte Kombination brachte ein erstklassiges Ergebnis, beim dem Ohren und Herz beide auf ihre Kosten kamen.
[Gehört mit: CD-Player NAD C565BEE SRC:96; Digitalkabel Kimber D60; D/A-Wandler Benchmark DAC1; RCA-Cinch-Kabel Kimber Timbre TG; Kopfhörerverstärker Lehmann Audio Black Cube Linear; Kopfhörer AKG 701]