5.0 von 5 Sternen
Knackig, Kernig, Frisch!!!, 8. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Slavior (Audio CD)
Das waren auch meine ersten Gedanken, nachdem ich meine Trauer über den Weggang bei FATES WARNING, von dem hier regieführenden Mark Zonder, mal beiseite geschoben hatte.
Ein großartiger Sänger (Tribe of Gypsies), netter Gitarrist und überragender Schlagzeuger geben sich hier ein brilliantes Stelldichein in angenehm verschmelzenden Musikstilen (Reggae trifft hier äußerst angenehm auf modernen Rock, Ethno Einflüsse vermischen sich mit herrlich prägnanten Gitarrenriffs).
Alleine Stücke wie "Dove" oder "Red Road" rechtfertigen den Kauf und lassen mich den Kopf über meine Vorposter schütteln und mitleidig lächeln.
Greift zu, besonders auch, wenn ihr Euch ein wenig von der Langeweile der üblichen Standardveröffentlichungen etlicher Möchtegern-Rockbands erholen wollt!
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4.0 von 5 Sternen
Knackiger Heavy Rock, 4. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Slavior (Audio CD)
Eine weitere Neuerscheinung verließ vor vier Tagen die InsideOut-Schmiede, hinter der allerdings nicht ganz so neue Namen im Geschäft stecken."Slavior"ist das selbstbetitelte Debütalbum einer Kooperation aus Fates Warning-Schlagzeuger Mark Zonder, MSG-Gitarrist und Keyboarder Wayne Findlay und dem ehemaligen Tribe Of Gypsies-Sänger Gregg Analla. Ersterer legte beim Songwriting das Fundament, was mal eine experimentelle Art des Songwritings darstellt, während die anderen danach das Ergebnis komplettierten und aus Drumspuren Songs werden ließen. Was gleich auffällt, ist der recht eingängige Spirit der zehn Tracks, der trotz progressiver Ideen problemlos als kraftvoller Heavy Rock mit Airplay-Qualitäten bezeichnet werden kann. Man könnte Slavior" in etwa als saftig groovende und verspielte Mischung aus Soundgarden und Nickelback wahrnehmen. Hinzu kommt ein bisschen der Trieb nach vorne und zur Bewegung wie ihn beispielsweise Disturbed verfolgen. Auch wenn nicht mehr alle der drei Bandmitglieder zur Musikerjugend gezählt werden können, so liegt hier dennoch ein verdammt modern rockendes Album vor. Mein erster Anspieltipp verbirgt sich gleich hinter dem zweiten Song 'Shatter', stimmungs- und arrangementtechnisch sollte sich der interessierte Musikhörer auch unbedingt mal 'Altar' zur Brust nehmen. Hier ist Musik Kunst und Kunst bleibt dennoch Musik, die sogar tanzbar ist. Bei 'Deeper' geht Greggs Stimme mit Unterstützung wuchtiger Riffs inklusive Mitwippqualitäten angenehm unter die Haut und 'Dove' ist im Albumkontext nicht nur die kurioseste Nummer, sondern vermutlich auch die, die es auch in nicht typischen Rocksendern zum Airplay schaffen könnte, da sie mit einer entspannten Reggaestrophe ausgestattet und absolut stressfreiem Musikgewand gekleidet ist. Mit Empfehlung und 8,5/10 Punkten zur Veröffentlichung freigegeben ;-)
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2.0 von 5 Sternen
Belanglose Musik von perfekten Musikern, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Slavior (Audio CD)
Es ist noch gar nicht all zu lange her, da konnte man blind bei allen CDs zugreifen, die aus dem Hause InsideOut kamen. Leider sind diese Zeiten längst vorbei und die unglaublich hohen Qualitätsmerkmale vergangener Zeiten sind wohl einem stark quantitativ-marktwirtschaftlich, aber leider immer weniger Musikqualität orientierten Denken gewichen. Und so überraschen mich unter diesem Label immer wieder einige Veröffentlichungen, die insgesamt belanglose Musik beinhalten, aber deren Musiker sich durchaus schon in anderen Bands einen sehr guten Namen gemacht haben. Das musikalische Trio SLAVIOR ist dafür ein sehr gutes Beispiel.
Geistiger Vater von SLAVIOR ist Mark Zonder, der Schlagzeuger von FATES WARNING, der mit Hilfe von MSG-Gitarristen/Keyboarder Wayne Findlay und dem ehemaligen TRIBE OF GYPSIES Sänger Gregg Analla Musik kreieren wollte, deren Basis interessante Schlagzeugstrukturen sein sollten. Das klingt erstmal spannend, ein Schlagzeug als Grundlage, um das man die andere Musik herum konzipiert. Und so kündigt InsideOut diese spektakuläre neue Band" gleich als die erste große Überraschung des Frühjahrs" an. Vielleicht haben sie bei dieser Ankündigung ja nicht umsonst auf das Adjektiv positiv" verzichtet. Dafür darf man als Original-Zitat von Mark Zonder lesen: ..., aber ich sorge dafür, dass alles groovt und sich bestens anfühlt. Wir wollten Slavior nicht zu einer übermäßig komplex agierenden Band werden lassen, sondern sicherstellen, dass man mit dem Fuß wippen und mitsingen kann. It was designed for the masses." Schnell noch einmal nachgeschaut - tatsächlich, die CD kommt aus dem komplexen, edel-progressiven Hause InsideOut.
Musik für die Massen" ist dieses Album aber garantiert nicht, auch wenn es ohne weiteres den eindeutigen Anspruch erfüllt, nicht übermäßig komplex" zu sein. Die ersten drei Titel bieten dem Hörer darum nichts Anderes als heavylastigen Rock, der nicht nur austauschbar klingt, sondern auch durch seine unkomplexe Art und das ewige Gefrickel nervt. Mit Altar", endlich ein zurückhaltenderer, etwas an die RED HOT CHILI PEPPERS oder PEARL JAM erinnernder Titel, kommt ein wenig Hoffnung auf einen musikalischen Sinneswandel auf, der jedoch durch Another Planet" (laut Zonder ein ganz spezielles Stück" - Warum, weiß wohl nur er!) sofort wieder zerstört wird. Wo ist bloß die hochexplosive künstlerische Mischung der erstklassigen Besetzung, die gängige Genrefesseln sprengt" (Zitat: InsideOut) geblieben? Ich höre sie einfach nicht, auch nicht bei Dove", einem mit Reggae-Rhythmus versehenen Song, mit dem SLAVIOR sogar auf Airplay im Radio hoffen.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass drei handwerklich gute Musiker, noch lange keine Garantie für wirklich gute Musik sind. Denn es fehlt da noch ein ganz wichtiger Aspekt: nämlich gute Ideen! Dafür darf sich der Hörer dann auf den augenscheinlich letzten Long-Track freuen", der knapp 9 Minuten Spielzeit, laut Anzeige am CD-Player, aufweist. Zu früh gefreut, liebe Freunde. Nach 6 Minuten endet der Titel und nach einer Minute Stille setzt ein Hidden-Track ein, der einen an indianische Gesänge mit seltsamen, wie rückwärts gesprochenen Wortschöpfungen erinnert. Ein wahrhaft würdiger Abschluss für dieses Album.
FAZIT: Slavior haben ein dynamisches Album voller Heavy Rock ohne großartige Ideen oder Überraschungen geschaffen, das an seinem eigenen Anspruch, als music for the masses" zu gelten, jämmerlich scheitert. Music For Headbanger" wäre passender!
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