Warum ist "Fluch der Karibik 2" eigentlich nicht so gut wie der erste Teil? Ist doch alles da: der Witz, die Detailverliebtheit, Johnny Depp. Und doch ist der zweite Teil trotzdem nicht mehr als ein neuer Aufguss ausgesuchter Zutaten. Und warum ist Dani Sicilianos "Slappers" nicht so gut wie ihr Solodebüt "Likes ..." vor zwei Jahren? Ist ja auch noch alles da: der Witz, die raffinierte Elektronik, der Jazz. Und noch viel mehr: Mal schwingt Siciliano die Hüften zum Country, mal schmachtet sie ihren Lebensgefährten und Stammproduzenten Matthew Herbert hochironisch "Be my Producer" an. Das funktioniert, das ist sicherlich das Klügste, was uns im elektronischen Bereich dieses Jahr durch die Gehörgänge fließt. Aber eben nur zweite Aufguss. (fis)
Kurzbeschreibung
Nach dem Erfolg ihres 2004 erschienenen ersten Soloalbums "Likes" steht Danis neue CD "Slappers" in den Startlöchern, um ihre Position als eine der leidenschaftlichsten und originellsten Stimmen der heutigen Musikwelt zu festigen. Geistreich, schwungvoll und ehrlich mixt "Slappers" Indie, Disco, House, Elektronik, Pop, Blues und sogar einen Hauch Country miteinander, und legt sich warm ums Herz, bevor man mit hinterfragenden Songs wie "Why Can't I Make You High?" oder "Too Young" herausgefordert wird. Auch wenn Dani auf "Slappers" Musikgeschichte rezitiert, merkt man, dass dieses Album nur im Hier und Jetzt entstehen konnte - es bringt den Kopf zum Tanzen und die Füße zum Denken. Danis Stimme war es, die allen Herbert-Alben vom 1998 erschienenen "Around The House" über "Bodily Functions" aus dem Jahr 2001 bis hin zum Big-Band-Exkurs "Goodbye Swingtime" von 2003 und dem diesjährigen "Scale" die einzigartige Note gab. Matthew Herbert revanchiert sich auf "Slappers! ", indem er sich die Produzentenrolle mit Dani teilt. Die wiederum spielt in "Be My Producer" mit der Vorstellung, eine Sängerin brauche einen Produzenten - der Track ist ein 100% Siciliano-Werk, gebaut mit Beats aus Samples dieser unverwechselbaren Stimme. Dani Siciliano - Sängerin, Produzentin, Songschreiberin und DJ. Mit "Slappers" bestätigt sie eindrucksvoll ihren Platz als eine der spannendsten Künstlerinnen unserer Tage.