Vielleicht ist das ein gewagter oder gar schiefer Vergleich, aber DAN REED NETWORK haben ungefähr soviel Crossover in die kommerzielle Pop-Rock-Musik gebracht, wie das FAITH NO MORE im Bereich des Hard Rock/ Heavy Metal getan haben. Nach einigen Demo-Aufnahmen, die heute auf der Post-Mortem-Scheibe
Breathless zu hören sind, und dem eponymen Debüt sollte mit 'Slam' der kommerzielle Durchbruch gelingen und jedenfalls in Europa stieß die von Nile Rodgers produzierte Scheibe auf gute Resonanz, was auch daran gelegen haben mag, daß man sich 1989 als Support von BON JOVI auf deren 'New Jersey'-Tour und den ROLLING STONES in der alten Welt präsentierte.
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An Evening With Dan Reed'Slam' mag seine Schwächen haben. Tracks wie 'Doin' The Love Thing', 'Under My Skin', 'I'm Lonely, Please Stay' und 'Come Back Baby' können es sicher nicht mit anderen Großtaten des Fünfers wie 'Salt Of Joy/ Take My Hand', 'Tamin' The Wild Nights' oder 'Halfway Around The World" aufnehmen. Andererseits bietet das Album ein paar echte DRN-Klassiker:
'Tiger In A Dress' ist ein geschmeidiger Funk-Rocker, der aus der Setlist später nicht mehr hinwegzudenken war. Dan Reed darf dann sein feines Gespür für die ruhigen Töne auf der fast epischen Ballade 'Stronger Than Steel' beweisen - wer es gerne etwas weniger opulent mag, dem sei die akustische Variante vom 'Mixin' It Up'-Best Of empfohlen. 'Rainbow Child' ist dann vielleicht neben 'Ritual' vom Debüt der größte Hit der Truppe. Dem Vernehmen nach schrieb Reed die Halbballade nach Beobachtung eines weiblichen Fans auf einem Grateful-Dead-Konzert. Weiter erwähnswert sind außerdem das groovende 'Cruise Together' sowie das geschmackvoll arragierte 'Lover'.