Seit der Veröffentlichung des Vorgängerwerks "Northern Light" gingen fast dreieinhalb Jahre ins Land, bevor es im Januar dann ein neues Lebenszeichen in Form der limitierten EP "Ritual Noise" gab, die, wie zu erwarten, auch voll in den Clubs und bei den Fans einschlug und die Spannung aufs neue Album noch erhöhte. Mit "Skyshaper" präsentiert das schwedische Trio um Eskil Simonsson, Joakim Montelius und Clas Nachmanson nun endlich den Nachfolger.
Das sechste Studioalbum erfüllt alle Erwartungen, bietet wieder eine perfekte Mischung aus abwechslungsreichen Electrosounds, ausgereiften Melodien und Lyrics. Seine Stilvielfalt überzeugt, denn Covenant orientieren sich soundmäßig einerseits an all ihren bisherigen Alben, setzen andererseits aber auch neue Ideen um. Neben den Electroklängen steht natürlich Eskils markanter Gesang im Mittelpunkt. Eröffnet wird "Skyshaper" von der hymnisch-treibenden, vorab ausgekoppelten Nummer "Ritual Noise". Ebenso hohes Clubpotenzial offenbaren "Brave New World", "20 Hz" und "The Men". Besonders letzteres besticht durch eine hypnotische Melodie, die sofort im Ohr hängenbleibt. Hier sei auf die "Septic VI"-Compilation hingewiesen, auf der sich eine Extended Remix Version dieses Stückes befindet. Monotoneren Charakter zeigen "Sweet & Salty", "Greater Than The Sun" und "Spindrift", die sich durch ihre raue Atmosphäre dennoch gut entfalten. "Pulse" erweist sich als erstklassige Midtemponummer, dagegen ungewohnte, analoge Retroklänge versprüht das tragisch-komische "Happy Man". Den Abschluss bildet die träumerisch-gefühlvolle Ballade "The World Is Growing Loud".
Das limitierte Digipak im Pappschuber enthält zusätzlich eine Bonus-CD mit dem 42minütigen, verstörenden "Subterfugue For 3 Absynths", der dunklen Ballade "Relief" und dem Calico Remix von "Ritual Noise".
Anspieltipps: "20Hz", "The Men", "Ritual Noise", "Brave New World" und "Pulse".
Fazit: Covenant schaffen es auf ihre unnachahmliche Weise den Hörer zu fesseln. Das Warten hat sich gelohnt!