Über den Film kann man wirklich extrem geteilter Meinung sein, wie es sich hier aus den Rezensionen auch eindeutig ergibt. Ich selbst hatte an den Film überhaupt keine Erwartungshaltung, ich hatte von dem Film und dessen Inhalt weder etwas gelesen noch einen Trailer gesehen. Insofern hat mich der Film doch irgendwie positiv überrascht, was zum einen die Tricktechnik, dass gesamte Invasions-Szenario als auch die durchaus vorhandene Spannung betraf, natürlich auch die akustischen Momente in dem Film. Das Ende konnte ich zu keiner Zeit voraussehen, und auch dieses fand ich in dieser gezeigten Konsequenz recht originell, fernab der üblichen Hollywood-Schinken. Und das Ende steht sehr wohl im Zusammenhang mit dem Film, völliger Blödsinn wer hier das Gegenteil behauptet. Typisch amerikanisch fand ich den Film auch zu keiner Zeit, hätte durchaus auch eine europäische Produktion sein können, was jetzt nicht negativ gemeint ist, sondern nur heißt dass hier keine Glorifizierung Amerikas zu erkennen ist (wie in den meisten anderen amerikanischen Science Fiction Filmen vergangener Zeit der Herren Emmerich (2012, Independence Day...), Bay/Bruckheimer (Armageddon), Spielberg (Krieg der Welten) und Co.). Außerdem kann man den Film Skyline nicht z. B. mit Independence Day vergleichen: In Skyline gibt es keine(n) Helden (was ich als positiv bewerte, da es auch in der Realität kaum Helden gibt), der Film wird auch aus einer ganz anderen Sicht erzählt: Hier sitzt keiner im US-amerikanischen Kampfjet im zähen und actionreichen Luftkampf mit den Aliens und wird zum Helden, nein in Skyline erfolgt die Story aus der Sichtweise ganz gewöhnlicher Menschen am Boden, die dort ums nackte Überleben kämpfen, ohne Held sein zu wollen (ok, Cloverfield lässt grüßen...), und die Kampfjets sieht man nur aus der Ferne bzw. Bodenperspektive. Ich konnte mich zumindest mit dieser Gruppe Menschen wesentlich mehr identifizieren als mit einem Will Smith in Independence Day, und ich brauche hier auch keine coolen Sprüche, die der Situation sowieso nicht angepasst wären, es geht hier schließlich um Angriff auf die bzw. Auslöschung der Menschheit. Das hier dargestellte Untergangs-Szenario hatte durchaus schon etwas Beklemmendes und Beängstigendes, sofern man sich darauf einlässt und nicht ständig nur was zum Nörgeln sucht. Alles in allem, sofern man auch das richtige Equipment (Video-Projektor, DolbyDigital-Anlage mit kräftigem Sub) besitzt, ein recht unterhaltsamer Poppcorn-Film ohne allzu große Ansprüche, den man sicherlich, da wenig tiefgründig, auch schnell wieder vergisst. Und ich brauche bei solchen Filmen auch keine künstlich hochgepeppten, intelligenten, coolen Dialoge, die gezeigten Personen waren, sprachen und handelten durchaus realistisch (es sind eben keine Helden, sondern Leute wie Du und ich).