Man kann immer heraushören, an wem sich Steven Wilson musikalisch
orientiert, das sind ganz klar "Pink Floyd", aber nur aus deren
besten Phasen mit "Dark Side.." und "Wish You..".
Und trotzdem klingt hier nichts wie geklaut oder nachgeäfft,
ganz im Gegenteil, alles hat eine unverkennbar eigene Note.
Wer die Floyd-Phase von 1973 bis 1975 mag, wird hier allerbestens
bedient, eigentlich noch viel besser aufgrund der verschiedenen Sounds.
Sachte Synthie-Sphären und Effekte lassen
"The Sky Moves Sideways - Phase 1 (18:39)" einschweben bevor die komplette
Band einsetzt und Pink Floyd-Sphären generiert, sehr ruhig aber hypnotisch
psychedelic mit abgehobenen Vocals bevor ein flottes Rhythmus-Arrangement
übernimmt das mit Synthie-Effekten und Gitarrensolo garniert wird, auch eine
Querflöte erzeugt Effekte.
Ein Düster-Psychedelic-Grundthema mit ebensolchen Vocals
charakterisiert "Dislocated Day" (5:24)Ein härterer
Bass-und Gitarrenlauf breakt mit Gitarrensolo.
"The Moon Touches Your Shoulder" (5:40) und "Prepare Yourself" (1:58)gehen
ineinander über. Erst werden die Vocals von der Akustikgitarre begleitet,
leicht pointiert von Bass und E-Gitarre bevor es wieder angenehm "floydig"
wird und Bass/Gitarrenlauf härter breaken um einer Psychedelic-Echo-Gitarre
Raum zu geben.
Mit "The Sky Moves Sideways - Phase 2" (16:48) wird es wieder
sphärisch-psychedelic durch Synthie-Soli und Effekte sowie
von der Akustikgitarre pointiert untermalt.
Ein Band-Volleinsatz wird begleitet von der Stimme von
Suzanne Barbieri und generiert schwebende Sphären, die desöfteren von
härteren/bombastischen Arrangements gebreakt werden.
Das Rhythmus-Arrangement aus Part I wird noch einmal bemüht und
anders musikalisch umrahmt, dann wird es wieder "floydig" mit
gut dramatisiertem Gitarrensolo.
CD 2
Ist die Langversion von "The Sky Moves Sideways - Alternative Version" (34:37)
und unterscheidet sich nicht wesentlich von Part I und II, ausser das es
noch eine Spur mehr psychedelic gerät und das Rhythmus-Arrangement weniger
Electronic-Drums enthält, aber klasse zu hören.
Melancholisch, sphärisch, eindringlich hypnotisch wird
"Stars Die" (5:01) zum Besten gegeben und geht über in
die "Moonloop - Improvisation" (16:18)
Verhalten, hypnotisch einschwebend in Mischung von "Tangerine Dream"
und "Ashra Tempel" wird mit Rhythmus untermauert und eine
spacige Floyd-Gitarre soliert, untermalt von tollen Synthie-Sphären -
allerfeinste Psychedelic
und nahtlos geht es über in
"Moonloop" - Coda (4:52)
Eine Keyboard-Melodie wird von einem härteren Bass/Gitarrenlauf
unterlegt und es rockt nach vorne.
Eine ganz fantastische Platte!!
Line-up / Musicians
- Steve Wilson / guitars, keyboards, programming, flute, tapes and vocals
- Richard Barbieri / synthesizers and electronics (1,6)
- Colin Edwin / bass guitar and double bass (1,5,6, Stars Die)
- Chris Maitland / drums and percussion (1,5,6, Stars Die)
with
- Rick Edwards / percussion (5, Stars Die)
- Suzanne Barbieri / vocals (6)
- Theo Travis / flute (6 - 2003 expanded edition only)
- Gavin Harrison / drums (2,3 - 2003 expanded edition only)