Skulduggery Pleasant und Walküre Unruh sind ein außergewöhnliches Team. Skulduggery ist ein lebendes Skelett und Walküre, die eigentlich Stephanie heißt, ein junges Mädchen. Beide haben sie etwas gemeinsam: Sie beherrschen Magie und kämpfen gegen die selben Feinde. Allerdings muss Walküre sich noch bewähren und viel lernen. Zwar ist sie schon eine ganze Weile mit dem Skelett-Mann unterwegs, aber ihre magischen Fähigkeiten hat sie noch lange nicht so gut unter Kontrolle wie er. Trotzdem muss sie sich einer großen Gefahr stellen. Lord Vengeous ist aus dem Gefängnis entflohen, in dem er achtzig Jahre zubringen musste. Für einen Magier bedeutet die Zeit nicht das gleiche, wie für Menschen, trotzdem ist das eine lange Zeit. Nun verfolgt er einen Plan.
Noch vor seiner Gefangennahme hat er das so genannte Groteskerium geschaffen, ein Monster, das sich aus verschiedensten Wesen zusammensetzt. Ein Teil von ihm entstammt den Gesichtslosen, die es nun wieder auf die Erde holen soll. Doch wenn das geschieht, ist die gesamte Erde in Gefahr, denn diese gottgleichen und düsteren Mächte wollen nur eins: Herrschen. Doch bevor es so weit kommen kann, muss Lord Vengeous eigene Schritte in die Wege leiten, denen sich Walküre und Skulduggery tapfer entgegenstellen. Ihr Ziel ist nichts Geringeres, als die Welt vor dem Untergang zu bewahren.
"Das Groteskerium kehrt zurück" ist bereits der zweite Band aus der "Skulduggery Pleasant"-Reihe von Derek Landy. Es ist ein Jugendbuch voller Aktion, Fantasy und schwarzem Humor.
Wie schon im ersten Teil hat die Serie leider einige Schwächen. Besonders fragwürdig ist die intensive und schonungslose Darstellung von Gewalt in einem Buch, das sich in erster Linie an Kinder richtet. Hier platzen ganze menschliche Körper auseinander und Gedärme fliegen durch die Gegend. Doch muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden, ob er das Buch trotzdem auch jungen Lesern zumuten möchte.
Besonders gelungen sind wiederum die Dialoge. Derek Landy versteht es in fast jedem Wortwechsel einen zynischen Unterton unterzubringen und Gags einzubauen, die einen immer wieder schmunzeln lassen. Seine Art zu schreiben, macht das Buch schon deswegen zu etwas Besonderem. Besonders Skulduggery ist hier natürlich zu nennen. Seine Sprüche sind einfach phänomenal. Einen kleinen Einblick in das, was einen erwartet, bekommt man bereits bei einem Blick auf den Klappentext.
Einzigartig ist auch die Ausarbeitung der Kampfszenen. Man merkt, dass der Autor sich intensiv mit ihrer Chorgeografie beschäftigt hat. Es gibt nur wenige Bücher, in denen Kämpfe so gut und nachvollziehbar beschrieben werden. Man kann sie fast wie bei einem Kinofilm vor seinem inneren Auge sehen.
Die eigentliche Handlung bleibt hinter all der Aktion ein wenig zurück, allerdings weiß Derek Landy trotzdem eine spannende Geschichte zu erzählen. Besonders interessant ist die Idee von Walküres Spiegelbild, dass als Kopie ihrer selbst für sie zur Schule geht und Zeit mit ihren Eltern verbringt, während sie auf Verbrecherjagd ist. Dieser Erzählstrang ist noch nicht zu Ende gesponnen und man darf schon gespannt sein, wie es weitergeht. Aber nicht nur hier kündigt sich eine Fortsetzung an, auch die eigentliche Haupthandlung endet deutlich offen, obwohl dieser Teil in sich abgeschlossen ist.
Fazit: "Das Groteskerium kehrt zurück" ist insgesamt fast ein wenig besser gelungen als der erste Band der "Skulduggery Pleasant"-Reihe, auch wenn er einige Macken hat. Die Spannung und die originelle Erzählweise machen ihn trotzdem zu einem gelungenen Roman, der auch Erwachsenen viel Spaß machen wird.