Das Sternzeichen Fische vereint diese Kriminalgeschichten. Ansonsten gibt es keine Gemeinsamkeiten, weder im Inhalt noch im Schreibstil. (Und selbst die Fische kommen in einigen Geschichten nur ganz am Rande vor).
Manche Geschichten sind auch anderswo erschienen, kennt man evt. schon. Deshalb hier die Titel:
Ingrid Noll - Herr Krebs ist Fisch
Annette Meyers - Geködert
Tatjana Kruse -Wie ich lernte, die Sterne zu hassen
Joseph von Westphalen - Stellenweise Bodennebel
Barbara Jaye Wilson - Rendezvous unter Fischen
Roger M.Fiedler - Rhein-Gold
"Herr Krebs ist Fisch" kommt ganz ohne Mord und Tod aus. Es ist eher die Geschichte einer peinlichen Liebe. Leichte (oder seichte?) Kost von Ingrid Noll.
Am ehesten dazu paßt Tatjana Kruses Geschichte, die zwar etwas krampfhaft auf Krimi getrimmt wirkt, aber sympathische Heldinnen vorweist: die Walfrau und die Haifischfrau.
"Stellenweise Bodennebel" kommt etwas flau daher, bietet aber eine überraschende Wendung.
Annette Meyers Geschichte spielt in New York im cool-brutalen Detektiv-Milieu (und auch der Leser bleibt kalt?).
Auch in "Rendezvous unter Fischen" ist die Hauptperson eine New Yorker Detektivin (mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen).
"Rhein-Gold" wirkt ein bißchen wie im Delirium geschrieben: etwas schlüpfriger Sex, ein seltsamer Überfall auf einen Geldtransporter - düster insgesamt.