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Sklavin
 
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Sklavin [Gebundene Ausgabe]

Mende Nazer , Damien Lewis
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (80 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Schneekluth; Auflage: 1. Auflage (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3795118018
  • ISBN-13: 978-3795118013
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (80 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 207.713 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Selbst die Hunde in ihrem Heimatdorf hatten es besser, sinniert Mende angesichts der Essensreste, die die Dame des Hauses ihr vorgesetzt hat. Und das zwölfjährige Nuba-Mädchen aus den Bergen im südlichen Sudan kann sich auch nicht erinnern, in der Kindheit geschlagen worden zu sein: Kindheit, ein Idyll, das schlagartig erlischt in jener Nacht, als die arabischen Milizen in ihr Dorf einfallen: Die Hütten brennen, Männern werden die Kehlen durchgeschnitten, Frauen vergewaltigt. Zusammengepfercht auf der Ladefläche eines Lastwagens, finden sich Mende und ihre kleinen Freundinnen nach stundenlanger Fahrt im Haus eines Sklavenhändlers wieder -- Verteilerstation für die Häuser reicher Araber in Khartoum.

Mende Nazers im Frühjahr 1992 einsetzendes siebenjähriges Martyrium als "Abda" (Sklavin) gleicht einem Albtraum aus den finstersten Tagen der Leibeigenschaft. Nachts wie ein Tier in einem Verschlag gehalten, muss die "Yebit" (Arabisch für Mädchen), die keines eigenen Namens würdig ist, tagsüber einer Oberschichtfamilie in der Hauptstadt dienen. Ihrer Identität beraubt und sexueller Demütigung unterworfen, erlebt die junge Nuba, unter den Schlägen ihrer furchtbaren Herrin Rahab die so genannte Zivilisation als nicht enden wollende Fron.

Sehnsüchtige Gedanken an die Geborgenheit der fernen Dorfgemeinschaft halten sie am Leben. Ein karges Dasein, eingebettet in einen Kreislauf aus Geburt, Ackerbau und Tod, paradiesisch überreich jedoch angesichts ihrer jetzigen Existenz. Doch auch dieses Paradies wirft dunkle Schatten. Mendes Schilderung des unsäglichen Rituals ihrer Beschneidung fällt derart drastisch aus, dass mancher Leser diese Seiten überblättern wird. Als sie schließlich 1999 in das Haus eines hohen sudanesischen Botschaftsangehörigen in London weiterverkauft wird, beginnt Mende, inzwischen erwachsen, für ihre Freiheit zu kämpfen.

Mende Nazers erschütternder Bericht, den sie unmittelbar nach ihrer Flucht in London dem englischen Journalisten Damien Lewis in die Feder diktierte, legt den Finger in eine klaffende Wunde: den "heiligen Krieg" der Araber im Norden Sudans gegen die schwarzafrikanischen Völker des Südens, die systematische Kinderverschleppung und Versklavung. Was trotz weltweiter Proteste von der sudanesischen Regierung bisher stillschweigend geduldet wurde, nach Mendes eindringlichem Bericht wird darüber erneut geredet werden müssen. --Ravi Unger

Allegra 02/11

Der bedrückende Beweis, dass Sklaverei im 21. Jahrhundert in einer Stadt wie London möglich ist. Schockierend.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine menschliche und politische Tragödie, 12. Februar 2007
Von 
Heike Geilen (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sklavin. 5 CDs. (Audio CD)
Sklavenhaltung, heute? Im 21. Jahrhundert? Nein, Kopfschütteln, es ist nicht vorstellbar, dass es so etwas noch geben kann. Doch genau davon erzählt Mende Nazer in ihrem erschütternden (Hör-)Buch "Sklavin".

Die Ausdrucksweise ist recht einfach, aber das trägt nur dazu bei, dass sich der Hörer/Leser in jeder Situation genau in Mende hinein versetzen kann. Ob sie nun von einem gemütlichem Familienabend in vertrauter Atmosphäre berichtet oder ihre Todesangst und ihren Ekel schildert, als sie von dem Araber verschleppt wird - man hat jedes Mal das Gefühl, die Geschehnisse aus ihrer Sicht mitzuerleben. Am Ende hat man das Gefühl, Mende habe einem ihre Geschichte in einem ganz persönlichen Brief mitgeteilt. Man wird mit unmenschlicher Intoleranz, Macht, Habgier, Ignoranz und Gewalt konfrontiert, unter der tausende afrikanische Mädchen zu leiden haben, denen nicht nur ihre Kindheit und Jugend, sondern ihr ganzes Leben genommen wird.

Den Autor Damien Lewis, britischer Journalist und ein Kenner der Verhältnisse im Sudan, hat Mende bei ihrer Flucht kennen gelernt. Er hat mit ihr zusammen diesen erschütternden Bericht über ihr Leben aufgeschrieben.

Dennenesch Zoude liest mit sehr viel Einfühlvermögen die Geschichte von Mende Nazer.

"Sklavin" ist ein (Hör-)Buch, das einen zu Tränen rührt angesichts der unglaublichen Qualen und Schmerzen, die einem Menschen zugefügt werden, wobei jegliches Selbstwertgefühl, jede Identität mit Füßen getreten wird.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wir dürfen nicht wegschauen............., 5. September 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sklavin (Gebundene Ausgabe)
Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestossen und bin über die Geschichte von Mende tieferschüttert! Es ist unglaublich, dass in der heutigen Zeit noch immer Menschen versklavt und wie Tiere gehalten werden!

Ich hoffe, dass noch viele dieses Buch lesen, so schrecklich es manchmal auch zu lesen ist. Die Autorin schreibt jedoch nicht effekthascherisch oder bewusst Mitleid erregend, aber wenn man sich überlegt, dass es sich nicht um ein Roman sondern ein Schicksal handelt, dann geht es einfach zu Herzen!

Die Welt kann sich nur ändern, wenn wir alle mithelfen umzudenken und ich hoffe, dass dieses Buch dazu beiträgt!

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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unglaublich!!!, 25. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Sklavin (Gebundene Ausgabe)
Endlich ein Buch, das auf einen viel zu wenig bekannten weltweiten Skandal hinweist, und das auf sehr emotionale und anrührende Weise. Die Geschichte der "Sklavin" Mende Nazer klingt unglaublich, ist aber, zumindest für den Sudan, kein Einzelfall: Zu Tausenden werden dort Kinder verschleppt, versklavt und ihr Leben lang mißbraucht. Neu ist allerdings die Wendung mit London. Daß die Autorin auch dort in einer Botschaft als Sklavin gehalten wurde, ist der schrecklichste Teil dieser Geschichte und birgt gleichzeitig eine große Chance: Mendes Flucht (die mir übrigens beim Lesen Herzklopfen bereitet hat) und ihr Mut, ihr Schicksal zusammen mit dem Journalisten Lewis aufzuschreiben und zu veröffentlichen, sollte weitere Fälle dieser Art vermeiden helfen und die Öffentlichkeit und die Medien aufrütteln! Ein empfehlenswertes und wichtiges Buch - kein Wunder, daß auch Bestsellerautorin und UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie sich für Mende einsetzt!
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