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Sklavin: Gefangen Geflohen Verfolgt [Taschenbuch]

Mende Nazer , Damian Lewis
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Januar 2004
„Als Kind hatte ich nicht einen Tag ohne Liebe und Zuwendung erlebt. Doch dann, nach all den Jahren, hatte Salma mich komplett zerstört, jedes Gefühl für mein eigenes Selbst. Ich glaubte, dass ich ihre Sklavin war und sie meine Herrin. Ich glaubte an ihre absolute Kontrolle über mich. Ich glaubte, sie hätte die Macht über Leben und Tod.“ Man nannte sie „yebit“ - das arabische Wort für jemand, der es nicht wert ist, einen Namen zu tragen. Sie schlief eingesperrt in einem Verschlag, sie arbeitete Tag und Nacht, sie wurde geschlagen und bekam keinen Pfennig Lohn. Und das Schlimmste: Sie durfte nicht einen Schritt nach draußen tun... Dies ist die Geschichte der jungen Nubafrau Mende Nazer, die nicht etwa vor 200 Jahren spielt, sondern heute, im 21. Jahrhundert. Mendes Geschichte ist durchaus kein Einzelfall. Und sie endet nicht im tiefen Afrika, sondern bei unseren Nachbarn in Europa: Denn am Tiefpunkt einer jahrelangen erniedrigenden Sklavenexistenz in Khartoum wird Mende nach England verschickt - als Sklavin der sudanesischen Botschafterfamilie in London... “Mit ihrer Geschichte hat Mende die Qualen all unserer afrikanischen Schwestern sichtbar gemacht und ihnen dringend notwendige Aufmerksamkeit verschafft. Und bei allem, was Mende durchgemacht hat, sind ihre Kraft und ihre Schönheit ungebrochen.“ Waris Dirie

Wird oft zusammen gekauft

Sklavin: Gefangen Geflohen Verfolgt + Sie haben mich verkauft: Eine wahre Geschichte
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: 1. Aufl. (1. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828971989
  • ISBN-13: 978-3426625415
  • ASIN: 3426625415
  • Originaltitel: Slave
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.132 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Selbst die Hunde in ihrem Heimatdorf hatten es besser, sinniert Mende angesichts der Essensreste, die die Dame des Hauses ihr vorgesetzt hat. Und das zwölfjährige Nuba-Mädchen aus den Bergen im südlichen Sudan kann sich auch nicht erinnern, in der Kindheit geschlagen worden zu sein: Kindheit, ein Idyll, das schlagartig erlischt in jener Nacht, als die arabischen Milizen in ihr Dorf einfallen: Die Hütten brennen, Männern werden die Kehlen durchgeschnitten, Frauen vergewaltigt. Zusammengepfercht auf der Ladefläche eines Lastwagens, finden sich Mende und ihre kleinen Freundinnen nach stundenlanger Fahrt im Haus eines Sklavenhändlers wieder -- Verteilerstation für die Häuser reicher Araber in Khartoum.

Mende Nazers im Frühjahr 1992 einsetzendes siebenjähriges Martyrium als "Abda" (Sklavin) gleicht einem Albtraum aus den finstersten Tagen der Leibeigenschaft. Nachts wie ein Tier in einem Verschlag gehalten, muss die "Yebit" (Arabisch für Mädchen), die keines eigenen Namens würdig ist, tagsüber einer Oberschichtfamilie in der Hauptstadt dienen. Ihrer Identität beraubt und sexueller Demütigung unterworfen, erlebt die junge Nuba, unter den Schlägen ihrer furchtbaren Herrin Rahab die so genannte Zivilisation als nicht enden wollende Fron.

Sehnsüchtige Gedanken an die Geborgenheit der fernen Dorfgemeinschaft halten sie am Leben. Ein karges Dasein, eingebettet in einen Kreislauf aus Geburt, Ackerbau und Tod, paradiesisch überreich jedoch angesichts ihrer jetzigen Existenz. Doch auch dieses Paradies wirft dunkle Schatten. Mendes Schilderung des unsäglichen Rituals ihrer Beschneidung fällt derart drastisch aus, dass mancher Leser diese Seiten überblättern wird. Als sie schließlich 1999 in das Haus eines hohen sudanesischen Botschaftsangehörigen in London weiterverkauft wird, beginnt Mende, inzwischen erwachsen, für ihre Freiheit zu kämpfen.

Mende Nazers erschütternder Bericht, den sie unmittelbar nach ihrer Flucht in London dem englischen Journalisten Damien Lewis in die Feder diktierte, legt den Finger in eine klaffende Wunde: den "heiligen Krieg" der Araber im Norden Sudans gegen die schwarzafrikanischen Völker des Südens, die systematische Kinderverschleppung und Versklavung. Was trotz weltweiter Proteste von der sudanesischen Regierung bisher stillschweigend geduldet wurde, nach Mendes eindringlichem Bericht wird darüber erneut geredet werden müssen. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Der bedrückende Beweis, dass Sklaverei im 21. Jahrhundert in einer Stadt wie London möglich ist. Schockierend. -- Allegra 02/11 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marina
Format:Taschenbuch
Mende wächst in den Nubabergen im Sudan auf. Sie ist das jüngste von 5 Kindern und der Liebling ihres Vaters. Ihre Kindheit ist behütet und von Liebe geprägt.

Das ändert sich als sie 12 Jahre alt ist. Arabische Militzen überfallen eines nachts das Dorf in dem die Familie lebt. Grausam werden Männer abgemetzelt, Frauen werden auf der Straße vergewaltigt und wenn sie Glück haben am Leben gelassen und die Kinder werden verschleppt.

Mendes Martyrium beginnt. Der Araber der sie ausgesucht hat belästigt sie sexuell. So ergeht es auch den anderen Kindern. Später wird sie, wie die anderen in einer entfernten Stadt als Sklavin verkauft. In dem Haushalt erledigt sie sämtliche arbeiten, hütet dazu die Kinder und wird mit oder ohne Grund geschlagen. Sie muss sich gegen sexuellen Übergriffen von Besuchern schützen und ihr wird eingeprägt das sie nichts Wert ist.

Langsam fängt sie an es zu glauben und sich ihrem Schicksal zu fügen.
Nach 6 Jahren schickt ihre Herrin sie zu ihrer Schwester nach England, der sie nun dienen soll........

Ich habe Waris Diries Bücher gelesen und mir darauf hin gestern dieses Buch gekauft.
Doch ich ahnte nicht was sich mir in dieser Nacht offenbaren sollte, in der ich dieses Buch nicht aus der Hand nehmen konnte.
Ich finde es unfassbar das ein solcher Menschenmissbrauch in der heutigen Zeit noch existiert.
Aber das erschütterndste ist, das er praktisch auch vor unserer Haustüre, in einem kultivierten Land wie England praktiziert werden kann, dass englische Behörden, so eine Vergewaltigung an Körper und Seele als nicht lebensbedrohlich einstufen und dass sie sich erst unter Öffentlichkeitsdruck dazu niederlassen solchen Menschen Asyl zu bieten.

Mende ist ungefähr in meinem Alter und ihr Schicksal erschüttert mich zutiefst. Es gab mehr als eine Stelle, in diesem Buch, wo ich den Tränen nah war. Mendes Buch spricht für all die Mädchen und Jungen denen es genauso oder ähnlich ergeht und ist meiner Meinung nach wirklich wertvoll.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir dürfen nicht wegschauen............. 5. September 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestossen und bin über die Geschichte von Mende tieferschüttert! Es ist unglaublich, dass in der heutigen Zeit noch immer Menschen versklavt und wie Tiere gehalten werden!

Ich hoffe, dass noch viele dieses Buch lesen, so schrecklich es manchmal auch zu lesen ist. Die Autorin schreibt jedoch nicht effekthascherisch oder bewusst Mitleid erregend, aber wenn man sich überlegt, dass es sich nicht um ein Roman sondern ein Schicksal handelt, dann geht es einfach zu Herzen!

Die Welt kann sich nur ändern, wenn wir alle mithelfen umzudenken und ich hoffe, dass dieses Buch dazu beiträgt!

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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich!!! 25. September 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Endlich ein Buch, das auf einen viel zu wenig bekannten weltweiten Skandal hinweist, und das auf sehr emotionale und anrührende Weise. Die Geschichte der "Sklavin" Mende Nazer klingt unglaublich, ist aber, zumindest für den Sudan, kein Einzelfall: Zu Tausenden werden dort Kinder verschleppt, versklavt und ihr Leben lang mißbraucht. Neu ist allerdings die Wendung mit London. Daß die Autorin auch dort in einer Botschaft als Sklavin gehalten wurde, ist der schrecklichste Teil dieser Geschichte und birgt gleichzeitig eine große Chance: Mendes Flucht (die mir übrigens beim Lesen Herzklopfen bereitet hat) und ihr Mut, ihr Schicksal zusammen mit dem Journalisten Lewis aufzuschreiben und zu veröffentlichen, sollte weitere Fälle dieser Art vermeiden helfen und die Öffentlichkeit und die Medien aufrütteln! Ein empfehlenswertes und wichtiges Buch - kein Wunder, daß auch Bestsellerautorin und UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie sich für Mende einsetzt!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Sklavin
Mende Nazer beschreibt uns in ihrer einfachen Sprache die Geschichte ihres Lebens. Gerade durch diese einfache Sprache wirkt Alles sehr nachvollziehbar. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Luna veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super Buch!
Hallo zusammen, das Buch ist echt toll. Kann ich nur weiterempfehlen. Viel Spass beim lesen. Sehr spannend! Sklavenhandel in Europa, das es sowas noch gibt!
Vor 15 Monaten von Mia Mason veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Jammer
Kaum zu glauben das Sklavenhandel in der heutigen Zeit noch immer noch ein so ein aktuelles Thema ist. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Russland Liebhaber veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen schockierend
Mende ist noch ein Kind, als ihr Dorf im Sudan in den Nuba-Bergen von der arabischen Miliz überfallen wird. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Jazee veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein Appell an die Menschlichkeit
Mende Nazer: Sklavin. Gefangen - Geflohen - Verfolgt, München: Knaur Taschenbuch, 2006, 363 S.

Wer glaubt, Sklaverei in Europa gibt es heute nicht mehr, der sollte... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von M. Kubitza veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Erschütternd
zur Zeit liest meine Tochter,15,das Buch.Sie verschlingt es.Ich freue mich schon auf die Geschichte.Habe es auf Empfehlung gekauft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2010 von I. Jursch
5.0 von 5 Sternen Buch
Ich dachte, ich falle vom Glauben ab, als ich gelesen haben, daß es sich bei dem Buch "Sklavin" um eine wahre Geschichte handelt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2010 von Nicole Beyer
5.0 von 5 Sternen sehr bewegende Geschichte
Das Buch habe ich gerne gelesen. Der Autor schreibt echt gut.....man kann es gar nicht liegen lassen.... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2009 von A. Moumouni
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!
Unfassbar, Brutal, Spannend, Faszinierend, Herzzereissend und nicht aus der Hand zu legen! Unglaublich aber Wahr! Empfehlung!
Veröffentlicht am 16. August 2009 von hotchick
5.0 von 5 Sternen EIn realer Albtraum
Nachdem ich "Wüstenblume" von Daris Dirie und "Niemand sieht dich, wenn du weinst" gelesen hatte, war dieses Buch das 3. das mich erschüttert hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juni 2009 von Amelia
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