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Sklaverei: Im Inneren des Milliardengeschäfts Menschenhandel
 
 
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Sklaverei: Im Inneren des Milliardengeschäfts Menschenhandel [Gebundene Ausgabe]

Lydia Cacho , Jürgen Neubauer
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1 (10. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100100107
  • ISBN-13: 978-3100100108
  • Originaltitel: Esclavas del poder
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 47.852 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sklaverei hat sich zu einem der lukrativsten Geschäfte der Gegenwart entwickelt. Unbeirrt kämpft die Menschenrechtsaktivistin und Journalistin Lydia Cacho gegen den Kinder- und Sklavenhandel: Von Japan über Kambodscha und Europa bis nach Nord- und Südamerika ist sie undercover den Menschenhändlern auf der Spur und deckt globale Vernetzungen auf.
Ein aufregendes Buch über eines der schockierendsten Themen unserer Zeit - mit einem Vorwort von Carolin Emcke.

Über den Autor

Lydia Cacho, geboren 1963 in Mexiko-City, ist Journalistin und Menschenrechtlerin. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches 2005, in dem sie einen überaus mächtigen Pädophilen-Ring in Mexiko aufdeckt, wurde sie verhaftet, gefoltert und einem jahrelangen Gerichtsverfahren unterzogen, in dem sie sich gegen die Klage der Diffarmierung behaupten musste. 2007 wurde sie freigesprochen, lebt seitdem aber unter ständiger Bedrohung in Mexiko. Für ihre investigativen Arbeiten wurde Lydia Cacho mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem PEN Canada One Humanity Award.Jürgen Neubauer, Jahrgang 1967, war Buchhändler in London, Dozent in Pennsylvania und Sachbuchlektor in Frankfurt, ehe er 2004 nach Mexiko auswanderte. Nach einigen Jahren in der Hauptstadt und in einem Bergdorf lebt er heute in der Universitätsstadt Xalapa und übersetzt für deutsche Buchverlage.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sklaverei war schon in antiken Zeiten etwas das sich ebensoweit verbreiten konnte wie die Handelsbeziehungen von sklavenhaltenden Nationen reichten. In einer globalisierten Wirtschaft erstaunt es daher nicht, wenn wie Lydia Cacho beschreibt, chinesische Wanderarbeiter in Container gezwängt nach Mexiko geschmuggelt werden, um sich dort in den Fabriken mächtiger Kartelle zu Tode zu schuften. Um solchen globalen Netzwerken nachzuspüren muss man sich auf eine Weltreise begeben, um ihren Spuren zu folgen, etwas dass Lydia Cacho getan hat. Cachos Reise begann schon vor Jahren in Mexiko, als sich die engagierte Journalistin nicht unterkriegen ließ und die Machenschaften der ihre Geschäftsfeld längst über das Drogengeschäft hinaus ausdehnenden mexikanischen Kartelle aufdeckte. Ihre Enthüllungen haben Cacho Feinde gemacht und sie längst auch den verlängerten Arm der Organisierten Kriminalität spüren lassen.

Doch Cachos Weltreise auf den Spuren der Menschhändler (die erste Hälfte ihres Buchs) beginnt nicht im vom Drogenkrieg gebeutelten Mexiko, wo sich die Kartelle längst wie Krebs in die Sicherheitskräfte und Politik hineingefressen haben. Statt Mexiko City ist die erste Station Istanbul, wo sie sich mit dem Polizeibeamten Mahmut trifft. Mit einem zunehmenden Grad an Globalisierung hat nämlich auch der Menschenhandel einen Boom erlebt, der gerade auch die geostrategisch interessant gelegene Türkei nicht unberührt gelassen hat. Doch ist Prostitution in der Türkei eigentlich legal, anders in Israel/Palästina, der nächsten Station auf Cachos Reise, auf der sie nun schon sehr früh zu einem ersten Fazit gelangt. Je konservativer eine Gesellschaft desto akzeptierter scheint dort auch Gewalt sexueller Natur, was nicht einmal paradox ist, seit konservative Gesellschaften ja auch dazu neigen ihre Probleme unter den Teppich zu kehren und zu verdrängen. Nur so ist es vorstellbar dass Mädchen, sollte es ihn überhaupt gelingen sich zu befreien, ein noch schlimmeres Schicksal zustoßen kann, zumindest aus ihrer Sicht. Wird ihnen doch mit dem vollständigen Ehrverlust (und möglicherweise noch einer Ermordung durch Verwandte) gedroht, wenn Fotos oder andere aussagekräftige Beweise über ihr vermeintlich freiwilliges Tun an ihre Familien gelangen.

Frauenhandel und Zwangsprostitution nehmen weltweit zu und die offiziellen Erfolgsbilanzen wie in der Türkei, dürfen oft angezweifelt werden. Von der klassischen Zwangsprostitution einmal abgesehen trägt der Menschenhandel als moderne Sklaverei heute viele Gesichter, wie Organhandel oder illegale Beschäftigungsverhältnisse. Für letztere findet Cacho in Tel Aviv unter falschen Versprechungen ins Land gelockte ausländische Krankenschwestern, die für geringestmögliche Bezahlung in israelischen Altersheimen eingesetzt werden. Doch Menschenhandel ist kein Phänomen das nur die sich nach besseren Lebensumständen sehnende Bevölkerung von Entwicklungsländern in seine Klauen bekommen kann, auch in vermeintlichen Bei-uns-doch-nicht-Gesellschaften können junge Frauen (der große Schwachpunkt Lydia Cachos "Sklaverei" liegt wirklich darin dass sie sich allein auf den Frauenhandel konzentriert) in die Fänge skrupelloser Verbrecher gelangen. Cacho bringt dazu das Beispiel einer amerikanischen Sängerin ins Spiel, die sich auf ein Agenturangebot hin nach Japan begab. Mit dem Job als Club-Sängerin wurde es jedoch nichts, stattdessen durchlebte sie in den Händen der Yakuza ein wahres Martyrium. Nur sie konnte sich mit viel Glück befreien, andere Leidensgenossinnen konnten diese Gelegenheit gar nicht mehr ergreifen.

In Asien angelangt begibt sich Cacho nach Kamodscha, dem Hinterhof der Triaden, wo über die Jahre ein reger Pädophilen-Tourismus in Gang geraten ist. Der Handel mit Kindern, das wohl schändlichste Verbrechen der Menschenhändler nimmt jedoch schon in jüngsten Jahren seinen Anfang. Die betroffenen Jungen und Mädchen werden sogar regelrecht zu einem bestimmten Verhalten erzogen. Nur dadurch und das Drogengeschäft bleibt die kambodschanische Wirtschaft wohl überhaupt am Laufen und das Regime in Amt und Würden. Die chinesischen Triaden sind es auch, über die Cacho an dieser Stelle den globalen Blickwinkel ins Treffen führt, denn durch undurchsichtige "Investoren" werden chinesische Arbeiter und asiatische Frauen als Sex- und Arbeitssklaven bis nach Süd, Mittel- und Nordamerika geschmuggelt. Mit (schein)legalen Aufenthaltsgenehmigungen ausgestattet werden sie manipuliert, gebrochen und unter psychischen oder physisch verstärkten Druck gesetzt, woran sie früher oder später zugrundegehen. Die Mafia und ihre Klienten sind unterdessen in ihrem Zynismus kaum noch zu überbieten, nutzen sie doch den Diskurs um Feminismus und Sexarbeit, um ihre wenig lauteren Absichten dahinter zu verbergen.

In der systematisch aufgebauten Hälfte ihres Buchs geht Cacho schließlich auf die in den Reisen zu den Brennpunkten des Menschenhandels ausgesparten Themen ein. Hier untersucht Cacho nun welche Bedeutung der Menschenhandel für die Geldwäsche der Syndikate und Kartelle hat, aber auch wie die Mafia sich die Globalisierung zu Nutzen gemacht hat. Eine entscheidende Rolle spielt schließlich auch noch Cachos Auseinandersetzung mit den Zusammenhängen zwischen legaler und illegaler Prostitution, der Verschleierungstaktik der Menschenhändler und dem Diktum dass nur die Zivilgesellschaft eine Chance hat Menschenhandel zurückzudrängen.

- Resümee -
Der einzige Makel, Cacho beschränkt sich in ihrer Darstellung des globalen Menschenhandels vorwiegend auf den Frauenhandel, der immer noch den Löwenanteil der modernen Sklaverei ausmacht und auch das zugkräftigste Thema abgeben mag. Doch die engagierte Menschenrechtlerin führt auch aus, dass Zwangsprostiution nur eine Facette eines noch untere anderen erschreckenden Fratzen auftretenden Phänomens ist. Stilistisch ist Cachos Werk jedenfalls gut gelungen, weder setzt sie zu sehr auf moralische Entrüstung, wodurch das Buch nicht mit einem unnötigen Übermaß an Pathos überladen wirkt, noch stellt sie sich dabei durchwährend ins Rampenlicht. Eine Reportage ist es dennoch, aber eine sehr gute.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als ich als Gymnasiast in der Mittelstufe die Geschichte der Sklaverei und den langen und erfolgreichen Kampf um ihre Abschaffung durchnahm, da hätte es sicher auch unser verehrter Lehrer, der uns Ende der sechziger Jahre politisches Bewusstsein und kritisches Denken vermittelte, sich nicht vorstellen können, dass es wenige Jahrzehnte später eine Situation geben könnte, in der der Menschenhandel und die Sklaverei überall auf der Welt historische Rekordmarken erreichen würde.

Noch nie, so weist die Autorin dieses erschütternden und die Situation der Menschenrechte beschämenden Buches, Lydia Cacho, nach, waren in der Menschheitsgeschichte (!) die Sklaverei und der Menschenhandel so verbreitet wie derzeit. Die Menschen, die ihn betreiben und von ihm profitieren, verdienen daran mehr als der ganze weltweite Drogenhandel zusammen.

Lydia Cacho ist in Mexiko geboren und arbeitet dort als engagierte Journalistin und Menschenrechtlerin, die sich besonders den Kampf gegen die Kinderprostitution und die pädophile Kriminalität auf ihre Fahnen geschrieben hat. Ihr Hauptschwerpunkt auch in diesem Buch ist die Analyse einer Kultur des Sexismus überall auf der Welt und ihren Folgen, auch in Kriegen, wo sexuelle Gewalt gezielt eingesetzt wird, und seit etlichen Jahren mit zunehmender Tendenz im Internet.

Und: wir wollen gar nicht wissen, wie die Menschen, die da in Südeuropa unsere Orangen, Mandarinen und Erdbeeren pflücken, die für den billigen Wein sorgen - wie sie leben, unter welchen Bedingungen sie ihre Existenz fristen, damit wir billige Produkte kaufen können. Für die Produktionsbedingungen in vielen asiatischen Ländern gilt das noch mehr, hier betrifft es auch unzählige Kinder, die schamlos ausgebeutet werden, damit hier bei uns in Billigläden T-Shirts für 5 Euro verramscht werden können.

Das engagierte und ernüchternde Buch gibt einen Überblick über ein Milliardengeschäft und einen himmelschreienden Skandal: Er wird von der Politik in der Regel totgeschwiegen, weil einfach zuviel Geld im Spiel ist. Umso wichtiger ist das Engagement und der Einsatz von Menschenrechtsaktivisten wie Lydia Sacho, deren Arbeit unseren Respekt und unsere Unterstützung verdient.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die mexikanische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Lydia Cacho deckte in ihrem ersten Buch einen Pädophilen-Ring in Mexiko auf, wurde daraufhin verhaftet und gefoltert und lebt seither unter permanenter Bedrohung in Mexiko.

Im vorliegenden Buch, das Jürgen Neubauer aus dem Spanischen übersetzt hat, beleuchtet Cacho das Milliardengeschäft des weltweiten Menschenhandels mit Frauen und Kindern und reiste aus diesem Grunde in die Türkei, nach Israel, Palästina, Japan, Kambodscha, Birma und Argentinien, um überall den Sexismus zu analysieren und um schließlich aufzuzeigen, welche neuen Formen der Ausbeutung durch das Internet entstanden sind. Dass die Journalistin bei ihren Reisen viele Gefahren auf sich nahm, dürfte jedem klar sein. Ihre berichtigte Angst zwang sie zur Vorsicht und veranlasste sie, ihre Informanten sorgfältig auszuwählen. Die Gefahren, in die sich die Opfer begaben, die ihre Geschichten erzählten, erinnerten die Journalistin daran, wie gefährlich es ist, als Frau in einer vollkommen von Männern beherrschten Gesellschaft zu leben.

Mafiosi, Politiker, Militärs, Unternehmer, Industrielle, religiöse Führer, Bankiers, Polizeibeamte, Richter, Auftragsmörder und ganz gewöhnliche Menschen bilden das gewaltige Netzwerk des internationalen Verbrechens und der Kitt dieses Netzwerkes ist die sexuelle Befriedigung, über die alle Beteiligten an den Ergebnissen der Zwangsprostitution teilhaben, so die Menschenrechtlerin. Cacho bringt auf den Punkt, wenn sie schreibt: "Die einen schaffen den Sklavenmarkt, andere beschützen ihn und wieder andere fragen die menschliche Ware nach."(Zitat: S. 19)

Zu Recht schreibt die Mexikanerin, dass der Menschenhandel, der in 175 Ländern der Erde dokumentiert ist, aufzeigt, inwieweit sich die menschliche Grausamkeit mittlerweile in der Kultur festgesetzt hat. Realität ist, dass rund 1,4 Millionen Menschen, primär Frauen, in die Sexsklaverei gezwungen werden. Was man darunter zu verstehen hat, macht Cacho im Buch umfassend deutlich. Die Journalistin bringt es auch hier auf den Punkt, wenn sie unverblümt formuliert: "Sie werden gekauft, verkauft und weiterverkauft wie Rohstoffe der Industrie, wie Trophäen, wie Opfergaben oder wie gesellschaftlicher Müll,"(Zitat S.20).

Die Autorin zeichnet eine Landkarte der modernen Sexsklaverei und gibt Antworten auf die Grundfragen des modernen Journalismus: Durch, wen, wie, wann, wo und warum im 21.Jahrhundert der Handel mit Sklaven, Waffen und Drogen immer weiter zunimmt." (Zitat: S.26).

Eine Untersuchung unter thailändischen Studierenden, Soldaten und Arbeitern brachte zum Ausdruck, dass die Soldaten mit Abstand die besten Kunden der Prostitution sind. Untersuchungen zum Handel mit Frauen und Mädchen ergeben, dass es in erster Linie die vermeintlichen Ordnungshüter, also Angehörige der Polizei und Armee sind, welche Menschenhändler schützen und in Bordellen mindestens ebenso gute Kunden sind wie Touristen, (vgl.: S.211).

Cacho fragt, was sich hinter sexueller Gewalt verbirgt und macht klar, dass die Angst der Frauen vor Vergewaltigung kein Produkt der Phantasie, sondern ein Erfahrungswert darstellt. Kunden der Prostitution weisen lt. der Menschenrechtlerin eine Gemeinsamkeit auf: sie setzen ihre Sexualität dazu ein, ihre Macht zu bestärken, Anerkennung unter Gleichgesinnten zu finden und sich als "echte Männer" zu beweisen, (vgl.: S. 217). Nach Ansicht der Journalistin existiert dieser Machismo in aller Welt, nicht nur in den Schwellenländern und gründet sich in erster Linie auf Macht, Neid, Selbstverherrlichung und Sexualität. Weder Fernsehen, Kino noch Universitäten würden letztlich patriarchalische Wertvorstellungen hinterfragen, mit denen sie die vorherrschenden geschlechterspezifischen Rollen und Verhaltensmuster zementieren, (vgl.: S.218). Die Autorin zitiert die Sozialwissenschaftlerin Kathryn Farr, die bekundet, dass die Sexsklaverei und die Vergewaltigung durch Soldaten zumindest indirekt durch ein patriarchalisches System ermöglicht werden.

Cacho schreibt im Zusammenhang mit Menschenhandel auch von der Geldwäsche und wie diese abläuft. Dabei gibt es vier Grundregeln, die bis heute noch Gültigkeit haben, (siehe S. 229). Wie sich das Handwerk der Zuhälter gestaltet, kann man ab Seite 241 nachlesen und ist im Grunde einfach nur angewidert, über das, was Menschen anderen Menschen antun. Es stimmt, es ist erschütternd, inwieweit selbst die unmenschlichste Gewalt gegen Frauen vielfach als etwas Normales wahrgenommen wird. Es gäbe nur wenige Männer, die sich im Kampf gegen Menschenhandel und die Gewalt gegen Frauen engagieren, oder die für eine menschlichere, weniger verdinglichte und verdinglichende Männlichkeit eintreten. Demgegenüber steigt die Zahl der Kunden der Kinderpornographie und der Zwangsprostitution von Minderjährigen. Weshalb das so ist, versucht Cacho vielschichtig zu beantworten. Die Journalistin hat gelernt, dass aus Opfern nur dann Überlebende werden, sofern sie die Freiheit dazu haben. Nur auf diese Weise vermögen sie die Entscheidung treffen, den Schmerz hinter sich lassen, meint Cacho. Wir müssen und da stimme ich der Mexikanerin, wie in allen anderen Punkten des Buches zu, die Selbstbestimmung der Opfer respektieren, deren Feinde die Kunden des Sklavenmarktes sind und deren Verbündete wir sein könnten, wenn wir bereit sind, die Sklaverei ohne Wenn und Aber abzulehnen.

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