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Sahibs, Sklaven und Soldaten. Geschichte des Menschenhandels rund um den Indischen Ozean
 
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Sahibs, Sklaven und Soldaten. Geschichte des Menschenhandels rund um den Indischen Ozean [Gebundene Ausgabe]

Michael Mann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
  • Verlag: Verlag Philipp von Zabern; Auflage: 1 (24. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805343639
  • ISBN-13: 978-3805343633
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 329.603 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

1498, rund um den Indischen Ozean: Die expandierenden europäischen Mächte Portugal, Spanien, die Niederlande, England versuchen ihren Anteil an Märkten, Rohstoffen und Schätzen auszubauen. Zur Ausbeutung und Verarbeitung dieser Schätze aber bedurfte es Arbeitskräfte im großen Stil: Sklaven. Michael Mann gelingt erstmals eine Gesamtschau aller Aspekte der südostasiatischen Sklaverei. Dabei legt er nicht nur eine fundierte Zusammenfassung zum heutigen Stand der Forschung dar, sondern untersucht wirtschafts-, sozial- und kulturhistorisch die Besonderheiten des Kulturraumes um den Indischen Ozean und dessen Zusammentreffen mit den großen Kolonialmächten.

Über den Autor

Der Autor: Michael Mann, geb. 1959, studierte die Geschichte Südasiens, Germanistik und Indologie an der Universität Heidelberg. Seit 2010 ist er als Professor für Kultur und Gesellschaft Südasiens an der Humboldt- Universität zu Berlin tätig.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Von Biographiensammler TOP 500 REZENSENT
Michael Manns neues Buch "Sahibs, Sklaven und Soldaten. Geschichte des Menschenhandels rund um den indischen Ozean" ist ein ebenso lehrreiches wie spannend geschriebenens Buch und kann ich dieses uneingeschränkt empfehlen.

Mann den Blick auf die Geschichte einer Region geworfen, die uns in Europa doch eher weniger vertraut ist. Er betrachtet die Geschichte der Sklaverei rund um den indischen Ozean vom 16. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert. Mann stellt dabei Untererschiede und Gemeinsamkeit in der Praxis der Sklaverei dar und spannt einen Bogen von Madagaska über die ostafrikanische Küste, die arabische Halbinsel, Indien, Südost- und Südasien bis ins malayisch-indonesische Archipel. Dabei hat dabei viele interessante Einsichten in die dort vertretenen Kulturen zu Tage gefördert, die Einflussnahme der europäischen Kolonialmächte in Bezug auf die Sklaverei untersucht und die Veränderungen die sich daraus ergaben beleuchtet. Er thematisiert die rechtliche Stellung, die unterschiedliche Einbindung, die durchweg vorherrschende sexuelle Ausbeutung weiblicher Sklaven, die Ausweitung des Sklavenhandels durch die europäischen Kolonialmächte, die gesetzliche Ächtung der Sklaverei und die nur langsam vorangehende Umsetzung dieser Gesetze.

Herausgekommen ist eine faktenreiche, in durchweg leicht verständlichem und interessantem Stil geschriebene historische Darstellung, deren Anschaffung sich unbedingt lohnt. Anhand der Darstellung der Geschichte der Etablierung, Ausweitung und Abschaffung der Sklaverei in dieser Region bietet Mann dem Leser zugleich ein sozial- und kulturhistorisches Panorama eines doch in Europa nur wenig bekannten Teils unserer Welt.

Fünf Amazonsterne für dieses ausgezeichnete Buch!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Michael Mann ist der Autor dieses packend geschriebenen Buches über die Geschichte des Menschenhandels rund um den indischen Ozean.

Rechtlich gesehen ist ein Sklave ein Mensch, der in das Eigentum eines anderen Menschen übergeht und jederzeit veräußerbar ist. Dabei gelten der Sklave und die Sklavin vielfach als Sache. Gleichwohl können sie auch, je nach kulturellem und sozialem Kontext juristisch als Person verstanden werden, (vgl.: S.10).

Der "Rome Final Act" (17.7.1998), der vom Internationalen Gerichtshof von Den Haag verabschiedet wurde, sieht in Sklaverei einen Akt gegen die Menschlichkeit. Deshalb auch fällt Sklaverei unter die Rechtssprechungsgewalt des Gerichtshofs.

Selten wurde mit Sklaven so brutal umgegangen wie auf den Plantagen der Inseln der Karibik, denn Sklaven waren billige Arbeitskräfte, die nicht im Überfluss vorhanden waren und mit denen schonend umgegangen werden musste.

In den Anrainerregionen des Indik, konnten Sklaven seitens des Haushaltsvorstandes jederzeit freigelassen und in die Gesellschaft entlassen werden. Dies war in der Karibik offenbar nicht möglich.

Weil ein permanenter Mangel an Arbeitskräften und an Sklaven herrschte, produzierte Sklaverei auch den Handel mit Sklaven.

Das Buch beginnt mit der Darstellung des Menschenhandels im 16. Jahrhundert und endet im frühen 20. Jahrhundert. Thematisiert wird zunächst die Sklaverei im Indischen Ozean oder Indik, die Sklaverei auf der Arabischen Halbinsel und im östlichen und südlichen Afrika, in Südasien und Südostasien. In der Folge wird ausführlich man über den Sklavenhandel zu Lande und zu Wasser informiert und wird schließlich faktenreich über die Abschaffung des Sklavenhandels und der Sklaverei in Kenntnis gesetzt.

Das Werk bietet die Möglichkeit sich einen Überblick über Rechtshintergrund, Rechtspraxis, Lebenswirklichkeiten, Arbeitswelten, gesellschaftliche Verankerungen, kulturelle Ausprägungen und Kampagnen zur Abschaffung von Sklavenhandel und Sklaverei im Indischen Ozean zu verschaffen.

Ein Buch, das man lesen sollte, um zu begreifen, weshalb die Menschenrechte eine so essentielle Errungenschaft für uns alle sind.

Empfehlenswert.
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