Wer erstmals mit dem Gedanken spielt, Skinke zu halten, der kann durch dieses Buch einen ersten Überblick gewinnen: Die wichtigsten Gruppen, von den Skinken Nordamerikas bis zu Blauzungenskinken, Tannenzapfenechsen und Salomonen-Wickelschwanzskink werden vorgestellt. Zu diesen Gruppen, bzw. einzelnen, repräsentativen Arten, werden allgemeine Haltungsbeschreibungen angeführt.
Die Photos sind durchwegs gut bis sehr gut, was durch die UV-Lackierung noch betont wird.
Allerdings geht der Text über grundlegende Infos nicht hinaus, die nordamerikanischen Arten (wie Eumeces laticeps, Eumeces obsoletus) nehmen nicht wenig Platz ein, obwohl sie bei uns nie erhältlich sind (was schade ist, denn es handelt sich teilweise um recht attraktive Tiere), während andere Arten, wie die Smaragdskinke, für mein Empfinden zu knapp abgehandelt werden. Der Abschnitt über die Krokodilskinke (Tropidophorus) entspricht, soviel ich weiß, nicht dem neuesten Wissensstand (besonders was die Temperaturansprüche anbelangt), aber wenigstens werden zwei Arten mit recht gelungenen Bildern vorgestellt. Daß Sandfische "...tagelang im Sand verborgen bleiben und nur nachts zum Fressen an der Oberfläche erscheinen" können (Seite 39) deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen; allerdings relativiert der Autor diese Feststellung in den nächsten Absätzen ("...nur in unruhiger Umgebung..").
Wer tiefer in die Materie eindringen will, wird um Spezialliteratur nicht herumkommen. (Besonders zu Blauzungenskinken und Salomonen-Wickelschwänzen sind ja bemerkenswert hochwertige Monographien erschienen). Aber die guten Photos, die Vielzahl der behandelten Arten und nicht zuletzt der niedrige Preis machen das Buch recht empfehlenswert. Vor allem aber macht das Buch Lust darauf, es einmal mit Skinken zu versuchen.