Klaus Farin ist ein Mann, der schon viele seiner Werke den Skinheads gewidmet hat. Dabei sieht er nicht nur die gewalttätigen, kahlgeschorenen Unmenschen, wie es Politiker, Presse und die Bevölkerung tun, sondern läßt die Skinheads selbst zu Wort kommen und zeigt somit das "Skinhead" nicht unbedingt ein Synonym für "rechte Gewalt" oder "Neonazis" sein muß. Der rechte Anteil der Szene wird damit keineswegs verharmlost und wird genauso zitiert wie Redskins, Oi!-Skins und SHARP-Skins. Aber er zeigt, daß viele Skinheads sich von Rechten distanzieren, sie nicht als zur Szene gehörig betrachten. Das Buch "Skinhead - A way of life" sollten viel mehr Menschen lesen, um Vorurteile abzubauen, um nicht mehr jeden Skinhead gleich zum Sündenbock zu machen. Doch leider denke ich, dieses Buch wird überwiegend von Mitgliedern der Szene gelesen oder von Leuten, die allem offener gegenüber stehen und versuchen, alle Dinge zunächst ohne Vorurteile zu betrachten (Zu diesen Menschen möchte ich mich zählen). Dabei würde mehr Toleranz gegenüber dieser Subkultur vielleicht auch die Gewaltbereitschaft und das Protestverhalten verringern.