Insgesamt muß man sagen, daß es sich bei "Skin", auch wenn das Cover und der Titel ein wenig klichebeladen daherkommt, um ein sehr gutes Drama handelt.
Zur Geschichte, Holland, Ende der 1970er Jahre. Frankie, Sohn eines Vater der den Holocaust überlebte, verbringt seine Freizeit mit dem Herumhängen mit seinen Kumpels, dem Hören von Ska Musik, dem Besuchen von Punk Konzerten und dem gelegentlichen Arbeiten in der Wäscherei seiner Eltern. Als seine Mutter an Krebs erkrankt und ins Krankenhaus kommt, zerbricht für Frankie eine Welt und sein eh schon angespanntes Verhältnis zu seinem Vater verschlechtert sich rapide.Er schließt sich einer Nazi-Skinhead-Gruppe an, nicht ohne, daß dies für ihn zum Problem wird, sein bester Kumpel ist schwarz und die Freundschaft zerbricht an der Neuorientierung Frankies. Als seine Mutter schließlich in Folge ihrer Krankheit stirbt kommt es zum Bruch mit dem Vater am Grab der Mutter und eine Tragödie nimmt ihren Lauf.
"Skin", ein holländischer Low-Budget Film läßt sich nahtlos in einem Atemzug mit englische Genre Filmen wie "Made in England" oder "Made in Britain" nennen, die feinfühlige Auseinandersetzung mit einem von Zweifeln und Hoffnunglosigkeit geplagten Jungen, der auf die schiefe Bahn gelangt, dieses aber im gesamten Verlauf des Films auch weiß und versucht dagegen anzukämpfen, wird in aussagekräftigen Bildern und einem intelligenten Aufbau erzählt, nicht oghne dabei zu vergessen, den Zuschauer auf die Ursprünge der Jugendsubkultur der Skinheads hinzuweisen, die mit rechter und neonazistischer Weltanschauung in ihren Wurzeln nichts zu tun hatte und bis heute nichts zu tun hat.