"Skin" ist obwohl - oder gerade weil - es ein Konzeptalbum ist, Melissa Etheridges beste Songcollection. Es ist auch ihr persönlichstes Album, da sie in allen 10 Songs den Schmerz der Trennung von Julie Cypher verarbeitet. Und dass sie mit diesem Prozess der Verarbeitung und Heilung offensiv und produktiv umgegangen ist, dürfte nicht nur ihre Stammhörer erfreuen. "Skin" ist mehr Pop als Rock, aber Miss Etheridge beherrscht das Handwerk des Melodienschreibens und so gehen Songs wie "I want to be in love" oder "Lover please" nicht nur ins Ohr sondern auch schwer wieder heraus. Ein gelungenes Album für alle, die jemals unter Herzschmerz gelitten haben, aber auch für diejenigen, die sich für ehrliche Musik begeistern können. Und obwohl die Produktion manchmal ein wenig zu künstlich klingt, hat Miss Etheridges rauchige Stimme stets das gewisse Etwas. Gelungen. ach ja, und das neue Tattoo steht Melissa auch recht gut wie die Fotos im Booklet beweisen :)