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Skandalfilme:  Cineastische Aufreger gestern und heute
 
 
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Skandalfilme: Cineastische Aufreger gestern und heute [Broschiert]

Stefan Volk
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 315 Seiten
  • Verlag: Schüren Verlag (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894725621
  • ISBN-13: 978-3894725624
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 132.846 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stefan Volk
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Detailliert untersucht Stefan Volk die Geschehnisse, zitiert Quellen und zeichnet so Film für Film und Jahrzehnt für Jahrzehnt ein Bild von den Umständen, in denen sich Missmut von Zuschauern zum Skandal auswachsen konnte. Dabei zeigt sich, dass der Wirbel um die Werke oft mehr über die Gesellschaft erzählt als die Filme selbst. --Benjamin Maack, Spiegel Online, Januar 18, 2011

Tiefgründig! --Monika Schärer, "Box Office", SF1 + 3Sat, März 3, 2011

Mit "Skandalfilme" hat Stefan Volk zwar nicht das erste Buch zu diesem äußerst reizvollen Thema geschrieben, aber mit Sicherheit eines der besten. Klug ausgewählt und sorgfältig recherchiert, ist ihm ein Stück bester Kulturgeschichte des Films gelungen. Es ist nicht zu übersehen, wie viel Arbeit in diesem Buch steckt, die sich freilich gelohnt hat. Volk fängt bei Oswalds "Anders als die Anderen" von 1919 an – legt den Schwerpunkt seines Buches auf die Nachkriegszeit. Das wurde in bester Manier ediert, wie man das vom Schüren Verlag gewohnt ist. Bei der spannenden Lektüre hält der Leser ein schönes Buch in Händen! Also unbedingt anschaffen… --Herbert Spaich, SWR, März 6, 2011

Das Buch ist eine wahre Fundgrube für alle Filmliebhaber, die sich auch für die gesellschaftliche Wirkung des Kinos interessieren. Es liefert viele Hintergrundinformationen über die Filme, ihre Macher und Darsteller mit nützlichen biografischen und zeithistorischen Anmerkungen und natürlich Bildmaterial. Die sehr detail- und kenntnisreiche Übersicht reicht «Von den Anfängen bis 1949» unter anderem mit dem «Kinokrieg in Berlin» um die amerikanische Remarque-Verfilmung «Im Westen nichts Neues» von 1930 über das Grauen des Ersten Weltkriegs über die 50er und wildbewegten 60er und 70er Jahre bis in die Gegenwart. --Wilfried Mommert, dpa, April 12, 2011

Lesenswert! --"Kino Kino", Bayerisches Fernsehen, April 20, 2011

Endlich liegt nun eine Historie der Bewegtbildprovokation vor. Detail- und kenntnisreich. --"Metropolis", ARTE, Juni 4, 2011

In "Skandalfilme – Cineastische Aufreger gestern und heute" präsentiert Stefan Volk eine spannende Kulturgeschichte anhand einer über 300 Seiten starken Zeitreise durch fast ein Jahrhundert im Film. Tiefgründig, aufschlussreich und dazu sehr unterhaltsam! --Madame, Juli 20, 2011

Kurzbeschreibung

Der schweinischste Film aller Zeiten titelte die Bild-Zeitung zum Deutschlandstart von Basic Instinct am 21. Mai 1992.
Heute ist die Aufregung kaum nachzuvollziehen. Die Filmgeschichte kennt viele Filme, die nach ihrem Erscheinen Wut, Abscheu oder Empörung hervorriefen und in ihrer Zeit zum Skandal wurden.
Stefan Volk hat sich eine ganze Reihe dieser Film-skandale angeschaut: Warum wurde ein Film zum Skandalfilm? Welches Tabu wurde verletzt? Wie bewerten wir heute diesen Film?
So ist ein unterhaltsames Buch entstanden, das den Wandel von Sitten und moralischen Vorstellungen schildert und zugleich belegt, dass Film auch immer das Medium der Provokation gewesen ist.
Eine Auswahl der besprochenen Filme:
Anders als die Anderen (1919, Richard Oswald) Das Goldene Zeitalter (1930, Luis Buñuel) Im Westen nichts Neues (1930, Lewis Milestone) Ekstase (1933, Gustav Machatý) Die Sünderin (1950, Willi Forst)
Die Zeit mit Monika (1953, Ingmar Bergman) Peeping Tom (1959, Michael Powell) Das Schweigen (1963, Ingmar Bergman) Spur der Steine (1966, Frank Beyer) O.K. (1970, Michael Verhoeven)
Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1971, Rosa von Praunheim) Salò oder die 120 Tage von Sodom (1975, Pier Paolo Pasolini) Im Reich der Sinne (1976, Nagisa Oshima)
Die Konsequenz (1977, Wolfgang Petersen) Das Gespenst (1982, Herbert Achternbusch) Maria und Joseph (1985, Jean-Luc Godard) Die letzte Versuchung Christi (1988, Martin Scorsese) Basic Instinct (1992, Paul Verhoeven) Kids (1995, Larry Clark)
Funny Games (1997, Michael Haneke) Lolita (1997, Adrian Lyne) Idioten (1998, Lars von Trier)
Baise-moi (2000, Virginie Despentes) Die Passion Christi (2004, Mel Gibson) Tal der Wölfe (2005, Serdar Akar)

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Riyad Salhi TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
SEIT WANN ES SIE NICHT MEHR GIBT. Skandale, die nicht schon mitgedacht, vorkalkuliert, einer PR-Strategie geschuldet sind: Es gibt sie immer noch, wenngleich dem Kino nicht mehr die selbe Kraft wie noch vor dreißig oder vierzig Jahren inne wohnt, über cinephile Kreise hinaus heiß laufende Diskurse zu entfachen. Luis Bunuel war schon Ende der 60er davon überzeugt, dass die Zeit der Aufreger samt Demonstrationen, Verbote, Schnittauflagen und Stinkbomben vorbei sei. Er lag grotesk falsch, siehe "Salo", siehe "Die letzte Versuchung Christi", seine Aussage kam zwanzig Jahre zu früh. In ihrer Zeit grenzüberschreitende Filme wie "Possession" (Zulawski), "Irreversible" (Noe), "Romance" (Breillat) oder "Kinatay" (Mendoza) liefen letztlich unter dem Radar wachsamer Sensoren bei Verbänden, Kirchen, Eltern und Politikern. Und "Antichrist" fand sogar Elfriede Jelinek nicht uninteressant, obwohl es frauenfeindlicher wohl kaum geht. Auch ich kann mir keinen Film vorstellen, der heute mit Sex und Gewalt - zumindest in Deutschland - gesellschaftliche Multiplikatoren in Wallung bringt. Nach wie vor dürften religiöse Themen, erst recht unter Beimengung von Terrorismus mit islamfreundlicher oder -kritischer Färbung geeignet sein, nicht nur das Feuilleton wochenlang zu beschäftigen. Doch das war es auch schon.

SPONTAN ODER INSZENIERT. Stefan Volks Arbeit ist ein Meisterstück zu diesem Thema, eines der besten, unterhaltendsten deutschsprachigen Filmbücher der vergangenen Jahre. Ihm ist eine präzise, hervorragend lesbare und durchaus umfängliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Skandalfilm als solches gelungen. Gleichwohl ist er weniger akademisch, als es manchen Filmtheoretikern vermutlich lieb ist, die immer wieder Lacan, Deleuze und Bazin zu Rate ziehen. Man kann dieses Buch Freunden des (Arthouse-)Kinos schenken, die keinen Zentimeter Filmliteratur zu Hause stehen haben. Natürlich lebt diese Publikation von der Verblüffung unseres inneren Soziologen, der Reaktionen von Sittenwächtern und Kritikern früherer Zeiten serviert bekommt, auf die man nur belustigt oder entgeistert reagieren kann. Selbst Marcel Reich-Ranicki wilderte im fremden Metier und bezeichnete "Das Schweigen" von Ingmar Bergman angewidert als Film für "Notgeile". Man mag sich seine Entrüstung vorstellen, wenn er damals einen Blick in die Zukunft hätte wagen dürfen und "Shortbus" gesehen hätte. Doch was er schrieb, ist angenehm gemäßigt im Vergleich zu jenen, die gegen "Die Sünderin" protestierten oder Achternbuschs Jesusfilmchen verbieten lassen wollten, der wegen diesem von Innenminister Zimmermann angezettelten Schmarrn sein erfolgreichster wurde. Diese Filme waren Stadtgespräch, landeten auf der Titelseite von Heimatzeitungen, man sprach bei Kaffee und Kuchen darüber. Und heute? War "Basic Instinct", der ebenfalls ausführlich gewürdigt wird, tatsächlich ein skandalöser Film, abgesehen mal davon, dass er ein sauschlechter ist? Hat "Idioten" ähnliche Debatten nur im Ansatz ausgelöst? Skandale klassischer Ausprägung und nicht als Bestandteil eines viralen, über Bande spielenden Marketing sind heute weit gehend eine Sache von Experten geworden. Gegen welchen Film würden unsere Eltern und Tanten heute auf die Straße gehen, Kinos besetzen, Regisseuren gar benutztes Toilettenpapier schicken?

ALLES RICHTIG GEMACHT. Es gibt nichts, was man an diesem Buch kritisieren könnte: Die Auswahl der Filme ist schlüssig und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, zumal sich Volk weit gehend auf die Rezeption in Deutschland beschränkt und kein wichtiges Werk mit tatsächlich skandalöser Wirkung über Cineastenkreise hinaus auslässt, von "Uhrwerk Orange" mal abgesehen (der natürlich nicht unerwähnt bleibt, aber eine nähere Betrachtung bleibt aus). Der deutschlandzentrierte Blick freilich lässt Raum für eine größer angelegte, filmwissenschaftliche Arbeit zur Skandalinszenierung in Europa und weltweit, denn was in Irland, den U.S.A. oder Italien, man denke nur an "Blue Velvet", zensurwürdig eingestuft wurde, steht auf einem ganz anderen Blatt. Wunderbar die Exzerpte aus Kritiken und Kommentaren von Zeitgenossen, erhellend auch die Portraits zu Regisseuren und Schauspielern. Veit Harlan ist drin, Rosa von Praunheim, "Peeping Tom", auch Mel Gibson darf nicht fehlen. So viel Erregungs- und Empörungspotenzial in einem einzigen Buch. Man lächelt bei der Lektüre. Und wundert sich.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
...aufgezeigt anhand cineastischer Aufreger.
Ein händchenhaltendes schwules Pärchen in der Innenstadt einer deutschen Großstadt ist heute eher nichts Ungewöhnliches mehr. In den 50iger Jahren des letzten Jahrhundert wäre der Skandal perfekt gewesen. Eine nackte Frauenbrust konnte in der gleich Zeit am Badesee durchaus noch Aufregung verursachen. Und heute? Was als anzüglich, als unanständig oder gar als Skandal betrachtet wird, hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt und das durchaus nicht nur im sexuellen Bereich. Das Buch nimmt sich unter diesem Aspekt also nun die Filmbranche ins Visier und spannt einen großen Bogen von 'KISS' (USA 1896) bis zu 'Tal der Wölfe - Irak' (Türkei 2006). Der erste Skandal der Filmgeschichte war also, wie der Titel schon vermuten lässt, ein Kuss und zwar zwischen Mann und Frau und durchaus kein heftiger. Das macht es schon gleich deutlich: Nach den Aufregern der Anfänge kräht heute kein Hahn mehr. Selbst der Skandalfilm der 50iger Jahre in Deutschland 'Die Sünderin' hat heute ein FSK ab 12.
Natürlich muss in solch einem Buch eine Auswahl getroffen werden. Das Buch fokussiert auf die Skandale beim deutschen Publikum, wobei viele Film nicht nur hier sondern gleichzeitig auch in anderen Ländern für Aufregung gesorgt haben. Gewundert habe ich mich, dass kein Film von Fassbinder auftaucht und z.B. 'Querelle' nicht aufgelistet ist.
Meist lösten freizügige Darstellungen den Skandal aus, mitunter aber auch Bearbeitungen religiöser Themen und natürlich Gewaltdarstellungen.

Da hat man ganz schön zu Lesen, wenn man das Buch von vorne bis hinten durchackern möchte. Man kann es sich aber natürlich auch nach Gusto film- oder jahrzehntweise vornehmen. Manche Filme kannte ich bereits, andere waren echte Neuentdeckungen.
Am Ende habe ich mich gefragt, welche Steigerungen heutzutage nun noch kommen müssten, um wirklich für Empörung und Aufregung zu sorgen?

Das Werk ist durchgängig recht klein geschrieben, hat viele Fußnoten, ist mehr ein wissenschaftliches Werk als ein Lesebuch. Etliche Szenenfotos der besprochenen Filme lockern das Ganze ein wenig auf. Es gibt eine Einführung nach Jahrzehnten und die Filme sind chronologisch geordnet.

Fazit: Interessante Sammlung
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Schili
Format:Broschiert
Den Worten meines Vorrezendenten kann ich mich nur vollumfänglich anschließen. Ein hervorragend und liebevoll recherchiertes, zudem sehr gut geschriebenes Filmbuch, welches in keiner Sammlung jedes ambitionierten Filmfreundes fehlen sollte. Volle Punktzahl.
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