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Skandal bei Hof [Gebundene Ausgabe]

Thea Leitner
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Ueberreuter (1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800034921
  • ISBN-13: 978-3800034925
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 16 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 818.191 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Thea Leitner
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor dem Hintergrund europäischer Politik eröffnen diese erschütternden Tragödien ein Gesellschaftsbild, das die Skandale heutiger gekrönter Häupter als harmlose Geschichten erscheinen läßt.

Autorenportrait

Thea Leitner studierte Malerei, Kunstgeschichte und Sprachen, wurde danach Journalistin und schließlich Schriftstellerin. Nach zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern gelang ihr mit "Habsburgs verkauften Töchtern" der erste Bestseller im Sachbuch-Bereich.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das vorliegende Buch hat mich ungeheuer fasziniert, so dass ich es als Weihnachtstipp hier vorstellen möchte. In diesem Werk stellt die österreichische Autorin fünf Frauen an verschiedenen europäischen Königshöfen vor. Sie alle, teilweise miteinander verwandt, hatten ein "Schicksal": sie liebten nicht denjenigen, mit dem sie - aus dynastischen oder politischen Gründen - verlobt und verheiratet wurden, sondern jemand anderen. Dieser Liebhaber oder die jeweilige Prinzessin selber mussten dafür büßen...

In einem Vorwort schildert die Autorin die Motivation, die Schicksale der verschiedenen Frauen aufzugreifen und fesselnd zu erzählen: Thea Leitner belegt, dass die sogenannten Skandale in unserer Zeit ein laues Lüftlein seien gegen die Schicksale in den vergangenen Jahrhunderten, in denen die Liebe noch das Leben kostete oder die Gefangenschaft.

Am Beispiel von fünf Frauenschicksalen schildert Thea Leitner die Chronique scandaleuse von anderthalb Jahrhunderten zwischen 1666 und 1821. Ausgewählt wurden Fürstinnen, die entweder mit Maria Theresia aus dem Hause Habsburg oder mit Maria Stuart verwandt waren. Geschildert wird das Schicksal von Sophie Dorothea aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg, die sich in Philipp Christoph von Königsmarck verliebte. Dieser wurde daraufhin ermordet, die Prinzessin in Ahlden bei Celle für den Rest ihres Lebens eingekerkert. Thea Leitner versteht es, dieses Schicksal so fesselnd nachzuzeichnen, dass es sich wie ein Kriminalroman liest. Dies ist auch der Fall bei den weiteren einfühlsamen Portraits, die gleichzeitig ein Spiegelbild ihrer Zeit darstellen: so die Biographie von Elisabeth Charlotte, besser bekannt als Lisselotte von der Pfalz, Nachkomme der Maria Stuart. Besonders beeindruckend liest sich auch das wechselhafte Schicksal der Schwester Friedrichs des Großen, Wilhelmine, die ihren Bruder vergötterte und - wie aus dem lesenswerten Portrait deutlich wird - auch als einzige Person ihres kurzen Lebens wirklich liebte - was auf Gegenseitigkeit beruhte. Der Misanthrop Friedrich liebte meines Wissens wirklich nur einen Menschen tief und innig: seine ihm charakterlich so wesensverwandte Schwester.

Besonders interessant das Kapitel: "Staatsstreich nach dem Maskenball". Dies weniger wegen der portraitierten Prinzessin Mathilde, der Gattin des schwachsinnigen dänischen Monarchen Christian VII., sondern als Portrait von Graf Struensee, dem "Gorbatschow" Dänemarks, der seine für die damalige Zeit sehr humanen Ziele mit Hilfe dieser Frau, die er wohl wirklich geliebt hat, durchsetzen wollte und damit scheiterte; er wurde grausam hingerichtet. Wesentlich besser strukturiert als als Enquists kürzlich erschienener Roman: "Der Besuch des Leibarztes" wird hier das Wesentliche der verwickelten Liebesgeschichte der beiden Persönlichkeiten herausgearbeitet und auf die Bedeutung des Reformers hingewiesen. Wer Enquists Buch liest, sollte vorher unbedingt dieses Kapitel zur Einführung lesen; es lohnt sich.

Gut gelungen auch das letzte Kapitel, in welchem das Schicksal Karolines nachgezeichnet wird, die mit dem von ihr gehassten Georg IV. von England verheiratet wird.

Nicht nur diese Personen, auch ihre Verwandten, etwa die charakterstarke Sophie von Hannover, die beinahe Königin von England geworden wäre, werden genauestens und sehr sehr feinfühlig portraitiert.

Es handelt sich um wunderbare Portraits; man kann sich als Leser richtig in die Personen und die Zeit versetzt fühlen; mit meisterhaftem psychologischen Falkenblick werden Personen und historische Zusammenhänge erklärt und somit ein Interesse für eine Zeit geweckt, die zeigt, wie furchtbar es zeitweise sein konnte, den "Falschen" zu lieben; nichts schützte vor Strafe und Rache, auch kein noch so hoher Rang

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das vorliegende Buch hat mich ungeheuer fasziniert, so dass ich es als Weihnachtstipp hier vorstellen möchte. In diesem Werk stellt die österreichische Autorin fünf Frauen an verschiedenen europäischen Königshöfen vor. Sie alle, teilweise miteinander verwandt, hatten ein "Schicksal": sie liebten nicht denjenigen, mit dem sie - aus dynastischen oder politischen Gründen - verlobt und verheiratet wurden, sondern jemand anderen. Dieser Liebhaber oder die jeweilige Prinzessin selber mussten dafür büßen...

In einem Vorwort schildert die Autorin die Motivation, die Schicksale der verschiedenen Frauen aufzugreifen und fesselnd zu erzählen: Thea Leitner belegt, dass die sogenannten Skandale in unserer Zeit ein laues Lüftlein seien gegen die Schicksale in den vergangenen Jahrhunderten, in denen die Liebe noch das Leben kostete oder die Gefangenschaft.

Am Beispiel von fünf Frauenschicksalen schildert Thea Leitner die Chronique scandaleuse von anderthalb Jahrhunderten zwischen 1666 und 1821. Ausgewählt wurden Fürstinnen, die entweder mit Maria Theresia aus dem Hause Habsburg oder mit Maria Stuart verwandt waren. Geschildert wird das Schicksal von Sophie Dorothea aus dem Hause Braunschweig-Lüneburg, die sich in Philipp Christoph von Königsmarck verliebte. Dieser wurde daraufhin ermordet, die Prinzessin in Ahlden bei Celle für den Rest ihres Lebens eingekerkert. Thea Leitner versteht es, dieses Schicksal so fesselnd nachzuzeichnen, dass es sich wie ein Kriminalroman liest. Dies ist auch der Fall bei den weiteren einfühlsamen Portraits, die gleichzeitig ein Spiegelbild ihrer Zeit darstellen: so die Biographie von Elisabeth Charlotte, besser bekannt als Lisselotte von der Pfalz, Nachkomme der Maria Stuart. Besonders beeindruckend liest sich auch das wechselhafte Schicksal der Schwester Friedrichs des Großen, Wilhelmine, die ihren Bruder vergötterte und - wie aus dem lesenswerten Portrait deutlich wird - auch als einzige Person ihres kurzen Lebens wirklich liebte - was auf Gegenseitigkeit beruhte. Der Misanthrop Friedrich liebte meines Wissens wirklich nur einen Menschen tief und innig: seine ihm charakterlich so wesensverwandte Schwester.

Besonders interessant das Kapitel: "Staatsstreich nach dem Maskenball". Dies weniger wegen der portraitierten Prinzessin Mathilde, der Gattin des schwachsinnigen dänischen Monarchen Christian VII., sondern als Portrait von Graf Struensee, dem "Gorbatschow" Dänemarks, der seine für die damalige Zeit sehr humanen Ziele mit Hilfe dieser Frau, die er wohl wirklich geliebt hat, durchsetzen wollte und damit scheiterte; er wurde grausam hingerichtet. Wesentlich besser strukturiert als als Enquists kürzlich erschienener Roman: "Der Besuch des Leibarztes" wird hier das Wesentliche der verwickelten Liebesgeschichte der beiden Persönlichkeiten herausgearbeitet und auf die Bedeutung des Reformers hingewiesen. Wer Enquists Buch liest, sollte vorher unbedingt dieses Kapitel zur Einführung lesen; es lohnt sich.

Gut gelungen auch das letzte Kapitel, in welchem das Schicksal Karolines nachgezeichnet wird, die mit dem von ihr gehassten Georg IV. von England verheiratet wird.

Nicht nur diese Personen, auch ihre Verwandten, etwa die charakterstarke Sophie von Hannover, die beinahe Königin von England geworden wäre, werden genauestens und sehr sehr feinfühlig portraitiert.

Es handelt sich um wunderbare Portraits; man kann sich als Leser richtig in die Personen und die Zeit versetzt fühlen; mit meisterhaftem psychologischen Falkenblick werden Personen und historische Zusammenhänge erklärt und somit ein Interesse für eine Zeit geweckt, die zeigt, wie furchtbar es zeitweise sein konnte, den "Falschen" zu lieben; nichts schützte vor Strafe und Rache, auch kein noch so hoher Rang. Sehr eindrucksvoll und unbedingt empfehlenswert.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In diesem Buch von Thea Leitner, geht die Autorin insbesondre auf unglücklich verheiratete Prinzessinen und Königen ein, die nicht, wie ihnen das Hofprotokoll vorschrieb, sich mit den Affären ihrer Ehemänner abfanden und auf ihr Verlangen nach Liebe und Zuwendung ihrer hohen Stellung wegen verzichteten, sondern ihren mißlichen Situationen entkommen wollten. Natürlich endeten die meiten Liebesaffären tragisch. Repräsentativ ist die Geschichte von Sofie Dorothea, die dem späteren ersten König von England aus dem Hause Hannover verheiratet wurde. Georg, ein Frauenheld und Wüstling, schätzte seine Frau überhaupt nicht und erfüllte nur widerwillig seine dynastischen Pflichten. Trotzdem konnte er natürlich nicht dulden, was er sich tagtäglich erlaubte. Die Liebe der einsamen Königen zu einem schwedischen Edelmann wurde verraten und beide wurden grausam bestraft. So tödlich ging es in vielen Königshäusern zu. Damals kostete Liebe oft noch den Tod, dagegen erscheinen die heutigen Affären und Scheidungen der Aristokratie harmlos und nicht ungewöhnlich. Es ist nicht neu, daß es Affären und unglücklich verheiratete Ehepaare gibt, sondern nur daß die Öffentlichkeit davon erfährt. Die früheren Repräsentanten des Adels waren genausowenig perfekt, wie es die heutigen sind und jeder verherrlichende Gedanke ist fehl am Platz. Insbesondere die tragischen Liebesgeschichten, die Vertrickungen am Hof, die Intrigen der Höflinge und die Konsequenzen einer solchen Affäre in früheren Jahrhunderten machen das Buch interessant und bewegen den Leser. Da es sich wieder um Kurzbiographien im weitesten Sinne handelt und Thea Leitner wieder mit größter Anteilnahme und Feingefühl über herausragende, aber weniger bekannte Frauen geschrieben hat, ist das Lesen ein wahrer Genuß. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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interessant und objektiv
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