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Skandal im Jagdschloss Grunewald: Männlichkeit und Ehre im deutschen Kaiserreich
 
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Skandal im Jagdschloss Grunewald: Männlichkeit und Ehre im deutschen Kaiserreich [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Wippermann
2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 167 Seiten
  • Verlag: Primus Verlag; Auflage: 1., Auflage (August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896788108
  • ISBN-13: 978-3896788108
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 264.207 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

...Das gut lesbare Buch ist für historisch Interessierte empfehlenswert. --Frankfurter Rundschau, 25.8.2010 von Rudolf Walther

...ein hochinteressantes Buch... --Lübecker Nachrichten, 1.9.2010 von Jürgen Feldhoff

Kurzbeschreibung

Als sich im Jahre 1891 mehrere adelige Damen und Herren zu etwas trafen, was wir heute wohl als Swinger-Party bezeichnen würden, ahnten sie noch nicht welche Folgen dies haben sollte. Denn das Treiben wurde publik und der Skandal zog rasch weite Kreise. Es kam zu mehreren Duellen und sogar Wilhelm II. griff ein. Wolfgang Wippermann erzählt die spannende Geschichte dieses Skandals.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wenig dünn 4. September 2010
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Von Amazon bestätigter Kauf
Das Thema hat schon etwas Spannendes. Da denken wir immer nur an Uniformen, preußische Soldatenstiefel und vielleicht noch an ein früheres, deutsches Wirtschaftswunder zurück, wenn wir an die Kaiserzeit vor dem Ersten Weltkrieg denken. Und dann erfahren wir durch dieses Buch von einem Skandal in den höchsten Kreisen dieses militaristischen Reiches, der erst einmal nichts mit Militär, Macht und Politik zu tun hat, sondern mit Lust und Liebe. Denn was hier durch eine ganze Reihe von öffentlich gewordenen Briefen, einige Artikel in der Presse, eine Polizeiuntersuchung und eine Diskussion im Reichstag bekannt wurde, war nichts anderes als Promiskuität in der Ehe und gleichgeschlechtliche Liebe. So lernen wir aus diesem Buch vor allem, dass Menschen trotz aller monarchistischen Propaganda unabhängig von Stand, Herkunft und Geburtsjahr sich offenbar doch recht ähnlich sind. Eigentlich kein schlechter Weg, Vergangenheit zu verstehen. Vielleicht hat nicht zuletzt deshalb dieses Buch überraschend viele positive Besprechungen in der Presse erhalten.

Leider, leider bleibt dieses Buch aber bei der eigentlichen Schilderung der Vorgänge um die verdorbene "Party" im Jagdschloss Grunewald doch recht oberflächlich. Nur wenige der Teilnehmer werden wirklich biographisch beschrieben, und selbst bei diesen fehlen wesentliche, einfach zu ermittelnde Informationen, wie gelegentlich Lebensalter oder Zeitpunkt und Umstände einer Heirat, oft muss man sich Informationen über einzelne der Akteure quer durch das Buch zusammen suchen. Einige der Charakterisierungen sind auch noch den fraglichen Briefen entnommen, die in erpresserischer oder verleumderischer Absicht geschrieben wurden, also kaum als neutrales Urteil geeignet sind. Beim Lesen macht das Buch daher einen fahrigen Eindruck, oft auch noch durch Relativierungen im Text unterstützt. Wenn etwas nicht nachweisbar ist, also nur so oder so hätte sein können, wahrscheinlich oder "sicherlich" so war, sollte man sich doch überlegen, ob man es aus dem Text nicht einfach streicht.

Unbrauchbar waren für mich beim Lesen die Ausführungen zum Thema Ehre und Männlichkeit, insbesondere als es gegen Ende des Buches dann noch einen eigentlich zum Thema nicht passenden Kurzaufsatz zum Thema Sex und Faschismus gibt. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschten andere Zeiten. Dieser hat vieles verändert, Menschen waren nicht mehr die, die sie vor dem Krieg noch waren. Und diese Brücke zwischen den Ereignissen vom Ende des 19. Jahrhunderts zu den Katastrophen der Zeit nach 1933 ist mir doch etwas zu weit gespannt. So kann ich nur sagen, dass aus meiner Sicht eine gute Monographie über die die Skandale an Willhelms Hof noch geschrieben werden muss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wolfgang Wippermanns "Skandal im Jagdschloss Grunewald" behandelt ein spannendes und auch unterhaltsam zu lesendes Thema. Allein die Lektüre der Ereignisse im Jagdschloss und der beigedruckten Quellenausschnitte macht einfach Spaß. Wissenschaftlich gibt Wippermann eine interessante Anregung, die allerdings durch weitere Forschung erst noch zwingend bewiesen werden müsste.

Die These des Autors, dass die öffentliche Debatte des Skandals die gesellschaftliche Überhöhung eines harten und soldatischen Männlichkeitsideals sowie einen Ehrbegriff, der Männer dazu zwang sich zu duellieren, wenn sie ihre gesellschaftliche Stellung nicht einbüßen wollten, zurückdrängte, ist durchaus plausibel. Leider behauptet der Autor sie aber nur, ohne sie hinreichend beweisen zu können. Die gesellschaftlichen Entwicklungen während des Weltkrieges und danach in der Weimarer Republik waren an sich starke Umbrüche, die es veralteten Geschlechterrollen und Ehrvorstellungen ziemlich schwer machten zu überleben. Ob der Skandal im Jagdschloss Grunewald hierbei eine entscheidende Rolle spielte, müsste daher vor dem Hintergrund dieser allgemeinen Entwicklungen beleuchtet werden. Der Hinweis auf die öffentliche Debatte und die Reichstagsdebatten, in denen von liberaler und sozialdemokratischer Seite natürlich massiv Kritik an den Zuständen am Hof geübt wurde, reicht hier noch nicht aus.

So bleibt eine unerfreuliche Lücke zwischen den erzählerischen und den theoretisch und bewertenden Teilen des Textes. Nicht selten wirkt die an sich interessante These der Erzählung aufgestülpt. Oft, wie in den letzten Textabschnitten zu den Männlichkeitsidealen nach dem ersten Weltkrieg, fragt sich der Leser, wie genau er sich die Brücke zum vorher Geschriebenen vorstellen soll.
Daher hätte es dem Buch besser getan, wenn an der einen oder anderen Stelle etwas weniger mutig behauptet worden wäre, dafür aber im Erzählteil manches ausführlicher behandelt worden wäre. Da sich das Buch auch an ein interessiertes Laienpublikum richtet, wären tiefer gehende Erläuterungen zu ein paar auftretenden Personen beispielsweise dem Verständnis dienlicher gewesen.

Insgesamt ist die Lektüre des Buches aber zu empfehlen. Das Thema ist unterhaltsam und spannend. Nur sollte der Leser das Buch als eine Anregung lesen, die Ereignisse so zu interpretieren, wie der Autor es tut, also als den Anfang weiterer Forschungen, nicht als ihr Ende.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enttäuschend 18. Februar 2011
Habe mich durch die positiven Rezensionen in der Presse dazu verleiten lassen, das Buch zu lesen.
Der Schreibstil gefällt mir überhaupt nicht. Lange, verschachtelte, trotzdem oberflächliche Sätze, deren Inhalt oftmals wiederholt wird. Besonders geistreich oder spritzig finde ich es nicht. Es wurde meines Erachtens viel zu oberflächlich recherchiert und für mich ist auch keinerlei Struktur erkennbar. Zuerst wird von dieser Party berichtet, und dann wird zwischen Biographien/Personenbeschreibungen und historischen Ereignissen oder Abläufen wild hin- und hergesprungen. Auch die Überschriften geben meistens keinen Hinweis darauf, worum es in den einzelnen Kapiteln eigentlich genau gehen soll. Der Autor erklärt meiner Ansicht nach auch nicht so recht, was er unter Ehre überaupt versteht und somit liest es sich alles auch etwas abstrakt.
Alles in allem wenig aufschlussreich und recht enttäuschend.
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