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In Sitzen läuft es sich besser davon: Erzählungen [Gebundene Ausgabe]

Alois Hotschnig
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

21. September 2009
Alois Hotschnig ist einer der besten Autoren seiner Generation.« Süddeutsche ZeitungAuch in seinem neuen Erzählband geht es Alois Hotschnig um Existenzielles – und um das Komische daran. Mit Freude am absurden Dialog, großem Sprachwitz und entschlossener poetischer Verdichtung zeigt er Menschen in mannigfaltigen Verstrickungen und zieht den Leser mitten in diese hinein.Katja Lange-Müller, die die Laudatio zur Verleihung des Erich-Fried-Preises 2008 hielt, sagt über ihn: »Jede seiner Zeilen, jedes Wort und jedes Satzzeichen beweisen mir, dass sich seine Schreibenergie aus dem Bedürfnis speist, unser so bewegtes, mitunter auch bewegendes Sein ergründen zu wollen.« Tatsächlich setzt Alois Hotschnig in seinen Geschichten unserer von Zufällen geprägten Welt das Zwingende entgegen. Kein Wort zu viel, keine Eindeutigkeiten, genauer Blick auf seine Figuren – und reichlich Zwischentöne, die seine Geschichten zum Klingen bringen. Mit dieser Sprach- und Schreibpräzision gelingt es ihm, das Zwanghafte einzufangen, Absurditäten und Aporien zu zeigen und Mitgefühl für Menschen zu mobilisieren, die nicht anders können, obwohl sie gern anders wollten. Zum Beispiel das gealterte Ehepaar, das sich in der Erzählung »Die großen Mahlzeiten« darüber zu verständigen sucht, wer wann wie viel von welchem Medikament zu sich nehmen muss und was daraus für ihren Alltag folgt. Oder die Dörfler, die sich den Attacken des von seinen Haltern geliebten Hundes Karl ausgesetzt sehen und irgendwann feststellen müssen, dass seinen Bissen heilende Kräfte innewohnen – woraufhin er nicht mehr beißen mag.Nach seinem hochgelobten Erzählband Die Kinder beruhigte das nicht hat Hotschnig die Tonart gewechselt und eine Freude am grotesken Humor entwickelt, der die Beklemmung durch das Lachen sprengt.

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In Sitzen läuft es sich besser davon: Erzählungen + Die Kinder beruhigte das nicht
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1 (21. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462041371
  • ISBN-13: 978-3462041378
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 235.990 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Alois Hotschnig ist 1959 geboren und lebt als freier Autor in Innsbruck. 1989 erschien die Erzählung Aus, für die er den Förderpreis des Landes Kärnten erhielt, 1990 folgte die Erzählung_ Eine Art Glück._ 1992 wurde Hotschnig beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt mit dem Preis des Landes Kärnten ausgezeichnet, und im selben Jahr erschien sein Roman Leonardos Hände, für den er den Anna-Seghers-Preis erhielt. 1994 wurde das Theaterstücks Absolution in Wien uraufgeführt. Alois Hotschnig erhielt 1999 das Robert-Musil-Stipendium. 2000 erschien sein zweiter Roman Ludwigs Zimmer. 2002 wurde ihm der mit 15.000 Euro dotierte Italo-Svevo-Preis für sein Gesamtwerk verliehen, im Jahr darauf der Ö_sterreichische Förderpreis für Literatur._ Er war 2004/2005 Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg, erhielt 2007 den Tiroler Landespreis für Kunst und 2008 den mit 14.600 Euro dotierten Erich-Fried-Preis.

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Kundenrezensionen

3.7 von 5 Sternen
3.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleines Memento mori 22. Dezember 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Amüsant und manchmal ein wenig an Thomas Bernhards frühere Prosa erinnernd, ist mir dieser Band sehr leicht über meine Leseaugen geflutscht. Beachtenswert auch, wie der Autor sein Thema in allen Erzählungen durchhält, und hier nicht zu sehr auf Zustimmung des Lesers oder der Leserin buhlt. Verbergen sich in den Texten doch fast immer kleine Memento moris, da es doch in allen Erzählungen um das Thema Altern geht. Ja, so verloren werden wir auch alle mal sein. Alle? Na ja, so genau wissen wir das ja zum Glück nicht. Am besten war natürlich die Geschichte mit dem 'heilenden Hund' Da kann man sich schon ein wenig an eigene Erlebnisse mit "bösen Hunden" erinnert fühlen. Dass die Sätze gut gebaut sind, schön geformt, das ist man bei Hotschnig ja gewohnt. Jedes Wort hat hier seinen Platz, keines ist zu viel, keines, das Fehl am Platz wäre. Alles in allem: Ein lesenswertes schönes Buch, das seine "Helden und Heldinnen" nicht dem überlegenen Lachen des Lesers preisgibt, sondern ihn behutsam an die Problematik des Alters heranführt.
Helmut Schiestl
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4.0 von 5 Sternen Macht nachdenklich 3. September 2010
Von Melia
Format:Gebundene Ausgabe
Der Innsbrucker Alois Hotschnig, Träger des Erich-Fried-Preises, spürt in dieser Sammlung von Erzählungen den alltäglichen Zwängen nach. Mit viel Poesie, keinem Wort zu viel, teils absurden Dialogen und subtilen Zwischentönen lenkt er das Augenmerk auf die Charaktere, die sich Zwängen unterworfen haben und aus diesen ausbrechen wollen. Da gibt es ein altes Ehepaar, dessen Gespräche nur noch darum kreisen, wer wann welche Medikamente einnehmen muss und wie sich das auf den gemeinsamen Alltag auswirkt. Hotschnig bleibt stets minimalistisch, konzentriert sich ganz auf die Personen. Die Welt, in der sie leben, klammert er aus, er spart sich die Beschreibung der Umgebung wie auch die Beschreibung des Äußeren der Charaktere. So lässt er sie durch ihre Sprache wirken. Sicher kein Buch für zwischendurch - ein Buch der leisen Töne, das zum Nachdenken anregt und gleichermaßen erschüttert wie amüsiert.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuscht 7. April 2011
Format:Gebundene Ausgabe
"...in seinem neuen Erzählband geht es Alois Hotschnig um Existenzielles - und um das Komische daran. Mit Freude am absurden Dialog, großem Sprachwitz und entschlossener poetischer Verdichtung zeigt er Menschen in mannigfaltigen Verstrickungen und zieht den Leser mitten in diese hinein."
Auf diese Ankündigung hin habe ich Hotschnigs Erzählband gekauft, gelesen - und wurde enttäuscht. Von Komik oder Humor habe ich - bis auf ein paar wenige angestrengt witzig gemeinte Einsprengsel - nichts gefunden. Und das Existenzielle? Nun ja, es gibt einen Text über Menschen im Wartezimmer einer Ärztin, einen über Menschen und ihre Besucher im Altersheim, usw. Diese Texte wären von Grundkonzeption und Thema nicht schlecht, wurden aber vom Autor derart in die Länge gezogen, daß sich bei mir Langeweile einstellte; hineingezogen wurde ich nicht im mindesten. Nach knapp zwei Stunden ungeduldiger Lektüre war das Buch (mit vielen, vielen Leerseiten vor und nach den Texten) zu Ende - und ich als Leser um ein Enttäuschung reicher.
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