Ich fand dieses Buch interessant. Schade fand ich nur, dass vieles nur Oberflächlich angeschnitten wurde. Ich hätte mehr erfahren wollen, Z.b warum hat sich One Bull gegen Sitting Bull gewendet und ihn verraten.( In anderen Büchern habe ich nämlich auch erfahren, dass er von indianischen Polizisten verhaftet werden sollte und es schliesslich zu einem Scharmützel kam. Auch in seinem Leben in Canada erfährt man nicht gerade viel neues.
Um es kurz zu sagen; das Rad wurde mit diesem Buch nicht neu erfunden. Den sogar Ernie Hearting,ein Schweizer, der in den 80er Jahren Indianerbücher für Teenager geschrieben hat, stellte die Gefangennahme Sitting Bulls so dar. Also nichts neues.Dann möchte ich noch folgendes zur folgenden Bemerkung von Mr.La Pointe sagen, der ein Lakota-Indianer ist. Er meinte, das es an der Zeit wäre, dass die Geschichte von den Sioux-Indianern selbst erzählt werden sollte. Natürlich, sollen die Ureinwohner selbst ihre Geschichte erzählen. Doch muss man dazu auch sagen, das es einige Weisse gab, die sich für die Geschichte der Natives interessierten. Wäre nicht eine Mary Sandoz, ein Stanley Vestal, ein Thomas Marquis etc. gewesen, so wüssten wir heute fast nichts über das leben der letzten freien Sioux-Indianer!! Das meiste Material bekamen sie durch Indianer, die z.B. am Little Bighorn gekämpft hatten. Ich denke, das ist sehr wertvoll auch für die Nachfahren. Auch wenn nicht immer alles ganz korrekt ist.
Und zur Rückführung Sitting Bulls Haarlocke kann ich nur folgendes sagen.
Natürlich hat der direkte Nachfahre das recht dazu. Doch sollte man nun im Jahre 2011 einen Schlussstrich unter die Vergangenheit setzen und zusammen die heilige Pfeife rauchen:)
Man sollte wissen, dass ano 1890 viele Indianer mit den Weissen kooperierten, damit sie überleben konnten. Es entschuldigt natürlich keinesfalls ihr Verhalten. Doch war es in dieser Zeit nicht einfach den "richtigen Weg" zu finden!