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Sitcom [VHS]
 
 

Sitcom [VHS]

Evelyne Dandry , François Marthouret , François Ozon    Freigegeben ab 16 Jahren   Videokassette
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Evelyne Dandry, François Marthouret, Marina de Van
  • Regisseur(e): François Ozon
  • Format: PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Pro-Fun Media
  • Erscheinungstermin: 27. September 1999
  • Spieldauer: 77 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004RX9U
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.149 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Es beginnt damit, wie alles endet: Vater Jean hat Geburtstag und macht sich selbst das schönste Geschenk, indem er seine gesamte Familie umlegt. Wunsch oder Wirklichkeit? Der Rückblick zeigt, wie der ganze Wahnsinn seinen Anfang nahm mit dem Einzug einer weißen Laborratte ins bürgerliche Familienidyll. Sohn Nicolas outet sich als schwul, worauf Mama Hélène versucht, ihn durch Inzest zu heilen. Ein Fenstersturz macht Tochter Sophie zur querschnittsgelähmten Sadomaso-Anhängerin. Nur Jean bleibt unberührt vom magischen Einfluss des neuen Mitbewohners. Doch womöglich hat er mehr mit dem Nager gemein als es zunächst scheint...

Sitcom passt in keine Schublade, bedient sich sämtlicher Genres -- Horror, Melodram, Komödie -- und spielt unbefangen mit den Ebenen von Fantasie und Realität. Für die äußere Rahmenhandlung nutzt Regisseur Francois Ozon die Gesetze der TV-Sitcom: Eine Gruppe von Menschen, die an einem fixen Ort in ihrem Alltag vorgeführt werden. Der Film verzichtet auf Makulatur und Manipulation, stattdessen zeigt er die gar nicht diskreten Macken der Bourgeoisie. Inspiriert von de Sade inszeniert Ozon einen wilden Reigen aus Sodomie und Sadismus, Spielchen mit Roulette und Riesenzucchinis, Homo- und Bisexualität. Dahinter steckt nach Aussage des Jungfilmers keineswegs eine aufklärerische oder gar läuternde Absicht, sondern die pure Lust an vulgären, lächerlichen Situationen, an erhabenen und niedrigen Gefühlen, die er unzensiert aus kindlich-naiver Perspektive schildert. Die monströsen Zustände erinnern in ihrer Wucht an den Bilderreichtum des jungen Pedro Almodóvar (Fessle mich!). Also, aufgepasst: Sitcom ist wirklich schräg, eine gute Portion an politischer Unkorrektheit sollte man deshalb mitbringen. --Carola Feddersen

Video Jakob Kurzinhalt

Papa kommt nach Hause, zieht eine Pistole aus seiner Aktentasche und ballert seine zum Geburtstagsständchen versammelte Familie nieder:BANG, BANG, BANG!! Wie es zu dieser Tragödie kommen konnte (und ob es wirklich dazu kommt), offenbart Bilderstürmer Francois Ozon in seiner schrillen Familiensage, in der so viel Gift, Galle und Sperma verspritzt wird, daß die Bitches von "Dallas" und "Denver" da- gegen wie Klosterschülerinnen wirken. Mit schier unglaublicher Verve und Wonne hat Ozon einen wilden Reigen aus Sodomie und Sadomasochismus, Doktor-Spielchen mit Riesenzucchinis und dem ganz alltäglichen Inzest gesponnen. Als hätte Marquis de Sade das Drehbuch zu "Mäusejagt" verfaßt. Genial!

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Nein, eine Komödie ganz nach meinem Geschmack!
All die uns mehr oder minder bekannten Stereotypen werden in diesem Film erst auf die Spitze getrieben und dann mit kindlicher Freude auseinandergenommen. Wer kennt sie nicht: Das naive, wohlerzogene, sittenhafte und familienliebende Hausmütterchen; den schweigsamen, sich aus allem raushaltenen,(und daher toleranten) Vater; den introvertierten Sohn, der scheinbar mit seiner (sexuellen) Identität zu kämpfen hat; und die nette und doch unauffällige Tochter, die von allen vergessen wird?
Mysteriöser Ausgangspunkt des "Übels", welches das Familienidyll gehörig durcheinander bringt, ist eine Laborrate, die der Vater höchstpersönlich mit ins Haus gebracht hat. Und schon bald lassen alle Beteiligten ihren intimsten Wünschen und Trieben freien Lauf. Herrlich aberwitzig bis melodramtisch inszeniert. Daher macht es Spaß mit anzusehen, was passiert, wenn Menschen ihrer Natur freien lauf lassen (Homosexualität, und zahlreiche weitere Paraphilien).
Alle erzkonservativen Menschen, die wahre Angst vor der "menschlichen Natur" haben, seien somit vorgewarnt! ;)
Allen andren: Viel Spaß! Denn das ist es, was der Film vorrangig vermitteln will!
Zugegeben: Er ist kein Meisterwerk. (Dafür ist er zu kurz geraten + ein selbst im Zusammenhang eher seltsames Ende)
Deshalb die 4 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Die "Sitcom" meint Situationskomödie und ist eine Unterhaltungssendung, die im amerikanischen Hörfunk der 30er Jahre ihren Ursprung hatte und später vom Fernsehen adaptiert wurde.
Meist als Serie ausgestrahlt, ist die humorvolle Auseinandersetzung mit Alltagssituationen, extrem beliebt. Es herrscht eine ständige und schnelle Abfolge von mehr oder weniger geglückten Gags, Pointen und komischen Momenten, eingebettet meistens in einer eher dramatischen Familiengeschichte. Besonders beliebt und gehasst sind die noch zusätzlich eingesetzten Lachkanonen, damit der Zuschauer ja auch weiss, wo er zu lachen hat.
Francois Ozon muss bekennender Fan von Pedro Almodovar sein, auch die Werke von Luis Bunuel müssen faszinierend für ihn sein. Dies gemischt mit dem Faible für Trash und den Schund unserer heutigen TV- und Kinowelt gaben die Richtung seines 1998 gedrehten Debüts vor.
Daher fällt Ozons Version der "Sitcom" schon viel provokativer aus als seine Vorbilder " um möglichst viele Menschen anzusprechen, wirft man
oft alles aus der Sitcom raus, was missfallen könnte. Der kleinste
gemeinsame Nenner wird angestrebt, alles wird entschärft: bloß keine Grenzen überschreiten. Mir dagegen macht es Spaß, Konflikte aufzudecken und den Zuschauer kräftig zu rütteln!
Daher ist seine dargestellte Familie schon viel schräger und richtig schön krank und neurotisch:
Papa Jean (Francois Marthouret) kommt nach Hause, er schliesst die Tür des Hauses und drinnen ertönen entzückend liebreizende Gesangstimmen, die "Zum Geburtstag viel Glück" anstimmen. Dann hört man wie eine Pistole ballert. Jean hat seine gesammte Familie kalt gemacht. In einer Rückblende wird die schrecklich nette Familie vorgestellt: Papa Jean war immer der Betrachter, der besonnene Geist der Familie, seine Lieben nehmen aber eher wahr, dass er völlig desinteressiert und unbeteiligt registriert, was die Nöte der Familie sind.
Aber immerhin hat er eine Laborratte mit nach Hause gebracht, die fortan das Haustier ist.
Sohn Nicolas (Adrien de Van) verkündet bei einem Abendessen, dass er schwul ist und mutiert vom Musterschüler und Müstersohn zum Gruppensexveranstalter in seinem kleinen Zimmer.
Tochter Sophie (Marina de Van) sollte eigentlich mit einem gutaussehenden und sexuell aktiven Freund wie David (Stephane Rideau) glücklich sein, aber die neurotische Frau hat Selbstmordgedanken.
Mutti (Evelyne Dandry) ist dominant und versucht mit eher unkoventionellen Mitteln ihren Sohnemann vom Laster zu heilen.
Da wären noch die gutaussehende, aber faule Haushälterin Maria (Luica Sanchez) und ihr Mann Abdu ( Jules-Emmanuel Eyoum Deido), der sich durch seine Arbeit als Jugendtrainer prädestiniert fühlt junge Menschen zum Sport zu führen und plötzlich auch ein gesteigertes Interesse hat den Sohn der Familie wieder aufs richtige Gleis zu bringen.
Keine Frage: In dieser Familie läuft es derzeit alles Andere als rund...
Ozon zeigt bereits in seinem Erstling ein gutes Händchen für schwarzes, abartigen Humor und riskiert auch viele Tabubrüche, die tatsächlich an das respektlose Kino des frühen Almodovar erinnert.
Die klare Handschrift des Regisseurs ist in diesem Bürgerschreck-Theatre bereits angelegt, vielleicht alles für Otto Normalverbraucher eine Nuance "too much", denn wenn diese Handlung in einem Drama ablaufen würde, dann wäre es wohl ein Skandalfilm...grins.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bang! Bang! Bang! 21. August 2002
Von "barmi"
Format:DVD
Der Film ist wahrlich nicht für jedermanns Geschmack, er ist auf den ersten Blick verwirrend, irrwitzig, morbid und für viele aber auch lächerlich.

Doch scheint er mir doch das umzusetzen was manche einfach nur denken, Gedanken in Bilder gefasst und die daraufhin folgenden Konsequenzen.

Ich hatte das Glück, diesen Film im Kino zu sehen und Liebhaber der "alternativen Kunst", des schrägen und morbiden, werden den Film genau so gern sehen wie ich.

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