Mahlzeit! Vorab: Wieder mal ist die Grenze zur 5-Sterne-Bewertung nur denkbar knapp. Bayside haben mit "Sirens And Condolences" ein richtig schönes Album erschaffen, dass jedem Fan von zuckersüßem Emo die Krokodilstränen in die Augen treten lässt. Hier wird Welt- und Beziehungsschmerz in schöne, eingängige Melodien verpackt; im gleichen Stil, wie man es zB bei Alkaline Trio, den All-American Rejects oder Jawbreaker findet. Schneller / MidTempo-Punk, der wie auch bei den obigen Referenzgruppen das Hauptaugenmerk (zu Recht) auf den einfühlsamen, glasklaren Gesang legt. Bayside kann man jedoch noch wohlwollend attestieren, auch hinsichtlich der Fähigkeiten an den Gitarren begabt zu sein, so dass sich auch das ein oder andere schön gespielte Solo nahtlos einfügen kann. Diese Perfektion ergreift einen am besten in Stücken wie "How To Fix Everything", "Poison In My Veins" oder dem etwas langsamen "A Synonym For Acquiesce". Allerdings würde ich auch fast alle anderen Stücke vorbehaltslos als Anspieltipps nennen, mit Ausnahme von "Guardrail" und "Just Enough To Love You". Versteht mich nicht falsch, auch diese Songs sind schön. Nur erreichen sie für mich nicht die Perfektion der anderen Songs und hemmen so die 5 Sterne. Das ist allerdings - zugegebenermaßen - ein wirklich hoher Anspruch, jede 5-Sterne-Benotung anderer Rezensenten ist für mich auch vollkommen nachvollziehbar. Fans der oben genannten Gruppen sollten auf alle Fälle zugreifen, ebenso Leute, die mal zu nicht ganz so verbrauchter Musik kuscheln wollen, wie man sie andauernd im Radio findet. Ein "4-Sterne-Deluxe-Album" mit uneingeschränkter Kaufempfehlung, mfG: der FOFF