Eine der besten von Frank Tashlins verrückten Komödien ist diese hemmungslose Persiflage auf Werbung, Fernsehen und Erfolgsstreben. Rock Hunter (Tony Randall), ein kleiner Angestellter einer Werbeagentur, sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit, sich aus seiner beruflichen Anonymität zu befreien. Einer Eingebung folgend, haut er den Busenstar Rita Marlowe (Jayne Mansfield) um Mitwirkung bei einer Lippenstiftreklame an. Sie akzeptiert unter der Bedingung, dass er ihren Liebhaber spielt, um ihren wirklichen Freund eifersüchtig zu machen. Nicht nur in der Agentur ist Hunter nun der große Star, sondern auch in den Medien. Er taucht in allen Klatschspalten auf und ist dauernd von johlenden Fans umlagert. Schließlich darf er sogar seine Hand- und Fußabdrücke auf dem Hollywood Boulevard verewigen.
In dem für ihn typischen drastischen Stil attackiert der ehemalige Comic-Zeichner Frank Tashlin hier seine Ziele, wobei George Axelrods Vorlage kaum noch zu erkennen ist. Gag folgt auf Gag, und besonders die Werbespots sind allerbeste Satire. "Sirene in Blond" zeigt deutlich die Angst der Filmindustrie vor dem neuen Konkurrenten Fernsehen, und in einer Szene schrumpft die Cinemascope-Leinwand sogar auf Bildschirmgröße zusammen, damit die Zuschauer "sich ganz wie zu Hause fühlen" kann. Seine Hauptdarstellerin Jayne Mansfield, die im Grunde sich selbst spielt hatte der Regisseur bereits in "Das Mädchen kann nichts dafür" erfolgreich eingesetzt. Groucho Marx taucht in einer Gastrolle auf.