Gebraucht kaufen
Gebraucht - Gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 3,02

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Sinuhe der Ägypter. Historischer Roman.
  
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Sinuhe der Ägypter. Historischer Roman. [Broschiert]

Mika Waltari
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Sinuhe, der Ägypter
OT Sinuhe, egyptiläinen OA 1945 DE 1948Form Roman Epoche Moderne
Mit dem groß angelegten historischen Roman Sinuhe, der Ägypter schuf Mika Waltari ein episches Meisterwerk, dessen Beliebtheit bis heute ungebrochen ist. Durch umfassende historische Studien gelang dem Autor die getreue Erfassung des Milieus; es entstand eine spannende Kultur- und Sittengeschichte des vorchristlichen Orients.
Inhalt: In Form bekenntnishafter Tagebuchaufzeichnungen schildert der alte Arzt Sinuhe in 15 Büchern sein turbulentes Leben um 1390–35 v. Chr. zur Zeit des Pharao Echnaton in Ägypten.
Sinuhe wird in einem Binsenkorb an das Ufer des Nils geschwemmt und von dem Armenarzt Senmut sowie dessen Frau Kipa aufgefunden und großgezogen. Sinuhe (altägyptisch: Arzt) macht sich den Beruf seines Vaters zum Vorbild und beginnt eine Ausbildung zum Arzt im »Haus des Lebens«. Er empfängt die unteren Weihen eines Ammonpriesters, glaubt jedoch nicht an diesen Gott, da ihm das Verhalten der Priester gezeigt hat, dass sie Ammon machtpolitisch missbrauchen. Als der Pharao Amenophis III. im Sterben liegt, soll Sinuhe dem königlichen Schädelöffner assistieren. In der Nacht vor dem Tod des Pharao erteilt dessen Sohn Echnaton Sinuhe den Befehl, ihm in die Wüste zu folgen und mit ihm die Offenbarung seines Gottes Aton zu erleben.
Im »Haus des Lebens« lernt Sinuhe die schöne Kurtisane Nefernefernefer kennen, der er verfällt und die sich an ihm bereichert. Er überschreibt ihr nicht nur sein Hab und Gut, sondern auch das Haus und Grab seiner Eltern, die vor Gram sterben. Entsetzt über sein Vergehen, macht er sich mit seinem getreuen Diener Kaptah nach Syrien auf, um seine ärztliche Kunst weiter zu vertiefen. Ihre Reise führt sie nach Smyrna und Babylon, wo sie die den Göttern geweihte Jungfrau Minea entführen, in die sich Sinuhe verliebt. Die ganz ihrer göttlichen Berufung verpflichtete Minea lässt sich auf Kreta dem Gott Minotaurus zum Opfer darbringen. Als Sinuhe verzweifelt in das Labyrinth eindringt, deckt er den Betrug der Priester auf, die die Jungfrauen und Jünglinge ermorden, um die religiöse Legende um das Ungeheuer Minotaurus aus machtpolitischen Gründen am Leben zu erhalten. Auf seinen weiteren Reisen muss Sinuhe viele Abenteuer und Gefahren bestehen, während in Ägypten unter Echnatons Herrschaft das Reich seinem Untergang entgegenzuschreiten scheint. Echnaton, der die neue Religion des Sonnengottes Aton eingeführt hat, hat den Ammonkult verboten und die ehrwürdige Königsstadt Theben aufgegeben. Die Priesterschaft des Ammonkults richtet sich gegen den neuen Gott und seinen Pharao, bald entsteht ein Bürgerkrieg. Der friedliebende Echnaton vermag nicht zur Gewalt zu greifen und geht unter. Sinuhe bekennt sich zu dem gestürzten Gott Aton und wird von dem einstigen Feldherrn Haremhab, der selbst den Pharaonenthron erringen konnte, in die Verbannung geschickt, wo er verbittert seine Lebensgeschichte niederschreibt. Das Geheimnis um seine eigene Herkunft wird am Ende gelüftet: Er stammt aus dem Harem von Amenophis III. und war als ältester Sohn des Pharao von dessen Hauptfrau um den Thron gebracht worden.
Aufbau: Der Stil des Romans mit seinen umfangreichen Dialogen, formelhaften Wendungen und seiner orientalisch ausschmückenden, plastischen Sprache zeichnen ein feinfühliges Zeitkolorit und vermitteln ein Gefühl von Melancholie sowie Schicksalhaftigkeit. Waltari scheint nicht nur die Resignation Sinuhes, sondern zugleich auch das Lebensgefühl der Nachkriegszeit in Finnland und ganz Europa widerzuspiegeln, einer Zeit des geistigen Umbruchs.
Wirkung: Sinuhe, der Ägypter stand nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Bestsellerliste der USA und wurde zum Welterfolg, der Waltari als Schöpfer eines Meisterwerks unsterblich werden ließ. Die US-amerikanische Verfilmung von Michael Curtiz von 1954 verhalf Waltari zu weiterer Popularität. V. R. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Das Leben eines Arztes im Glanz und Rausch des vorchristlichen Orients.

Klappentext

Theben, Babylon, Kreta: Dies sind die Stationen im Leben des Arztes Sinuhe. Verstrickt in die politischen Wirren seiner Zeit, verliert er alles, was ihm lieb und teuer ist. In der Einsamkeit der Verbannung, erfüllt von der Sehnsucht nach seiner Heimatstadt Theben, beschwört Sinuhe die Erinnerung an sein bewegtes Leben. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Auszug

Dieses schreibe ich, Sinuhe, der Sohn Senmuts und seines Weibe Kipa - nicht um die Götter Kemets zu preisen, denn der Götter bin ich überdrüssig - nicht um Pharaonen zu verherrlichen, den auch ihrer Taten bin ich müde, sondern um meiner selbst willen schreibe ich es, weder um Göttern und Königen zu schmeicheln noch aus Furcht oder auch einer Hoffnung auf die Zukunft. Den im Verlaufe meines Lebens habe ich so vieles erfahren und verloren, daß keine eitle Furcht mich quält, und des Hoffens auf Unsterblichkeit bin ich müde, wie der Götter und der Pharaonen. So schreibe ich dieses nur für mich selbst und glaube, mich dadurch von allen Schreibern der Vergangenheit wie auch der Zukunft zu unterscheiden.

Denn alles, was je geschrieben worden ist, wurde der Götter oder Menschen wegen geschrieben. Ich zähle auch die Pharaone zu den Menschen, denn sie sind in Haß und Furcht, in Begierde und Enttäuschungen wie wir. Zwischen ihnen und uns besteht kein Unterschied, und würden sie auch tausendmal zu den Göttern gezählt. Und wären sie auch tausend- und aber tausendmal bei den Göttern verzeichnet, so sind sie doch nur Menschen, den andern Menschen gleich. Wohl besitzen sie die Macht, ihren Haß zu befriedigen und ihre Furcht zu fliehen, aber diese Macht bewahrt sie nicht vor Begierde und Enttäuschung. Doch was geschrieben worden ist, wurde auf Befehl der Könige geschrieben oder um Göttern zu schmeicheln oder aber um Menschen zu verleiten, an Dinge zu glauben, die nie geschehen sind - oder zu glauben, daß alles anders geschehen sei, als es in Wirklichkeit geschah - oder daß des einen oder andern Anteil an den Geschehnissen größer oder geringer gewesen sei, als es in Wirklichkeit war. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

‹  Zurück zur Artikelübersicht