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Sinopoli: Lou Salome, Orchestersuiten
 
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Sinopoli: Lou Salome, Orchestersuiten

Popp , Carreras , Sinopoli , Rsos , Giuseppe Sinopoli Audio CD
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Produktinformation

  • Komponist: Giuseppe Sinopoli
  • Audio CD (11. Juni 2001)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Deutsche G (Universal)
  • ASIN: B00000E33X
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 277.250 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
SongInterpret Länge Preis
Anhören  1. Lou Salomé - Suite Nr. 1 - AnfangRadio-Sinfonieorchester Stuttgart 6:01EUR 0,99
Anhören  2. Lou Salomé - Suite Nr. 1 - Daß ich dir Liebe geben könnte!Lucia Popp17:16EUR 3,59
Anhören  3. Lou Salomé - Suite Nr. 2 - AnfangRadio-Sinfonieorchester Stuttgart 3:32EUR 0,99
Anhören  4. Lou Salomé - Suite Nr. 2 - S. PietroRadio-Sinfonieorchester Stuttgart 3:02EUR 0,99
Anhören  5. Lou Salomé - Suite Nr. 2 - WalzerRadio-Sinfonieorchester Stuttgart 3:06EUR 0,99
Anhören  6. Lou Salomé - Suite Nr. 2 - schnell ängstlichRadio-Sinfonieorchester Stuttgart 6:01EUR 0,99
Anhören  7. Lou Salomé - Suite Nr. 2 - LändlerGiuseppe Sinopoli 4:31EUR 0,99
Anhören  8. Lou Salomé - Suite Nr. 2 - LiedLucia Popp 3:43EUR 0,99


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Oft hat man Lou Salome als "femme fatale" bezeichnet, als eine Frau, die Männer wie Trophäen sammelte. Sie war Friedrich Nietzsches und Paul Rees Schülerin, Rainer Maria Rilkes Muse und schließlich Siegmund Freuds Patientin. Man sah in ihr aber auch eine Muse mit der außerordentlichen Fähigkeit, die Männer derart anzuregen, dass sie wenige Monate nach der Begegnung ein Geisteskind zur Welt brachten. Ihr klarer Verstand, ihre mitreißende Fantasie, ihr Drang das Unkonventionelle zu wagen, hat sie alle fasziniert. Doch Lou Salome ließ sich nicht vereinnahmen. Bei aller Zuneigung behielt sie sich das Recht vor, ihr Leben in eigener Regie fortzusetzen. Nietzsches Heiratsantrag wies sie ab, die Ehe mit Friedrich Carl Andreas wurde nie vollzogen.

Lous Angst vor Sexualität, vor der Selbsterkenntnis faszinierte den Psychoanalytiker Giuseppe Sinopoli. Der Musiker und Komponist in ihm hatte das ideale Sujet für eine Oper gefunden. Lou Salome wurde am 10.Mai 1981 in München unter der musikalischen Leitung des Komponisten und in der Regie von Götz Friedrich uraufgeführt. Das Libretto stammt von Karl Dietrich Gräwe und basiert auf Texten von Lou Salome, Rilke und Nietzsche. Für Sinopoli als Komponisten schien es klar, dass die Zukunft der Musik in ihrer Vergangenheit liegt. Seine Musik enthält Anklänge an Alban Berg -- etwa in der zweiten Suite. Nachdem das Orchester einen Ländler angestimmt hat schwankt jäh die Stimmung: Im Ensemble klingen plötzlich Klavier, Pizzicato-Streicher und Glocken auf -- Effekte die man aus dem Wozzeck kennt. Noch vordergründiger indes wirkt der Einfluss von Gustav Mahler.

Die Aufnahme präsentiert die Oper als Extrakt: Die erste Suite entspricht der letzten Szene des ersten Aktes und ist vorwiegend instrumental gehalten. Die zweite Suite besteht aus den markantesten Szenen der Oper. Dem Klanganalytiker Sinopoli gelang hier eine detaillierte und in sich schlüssige Aufnahme; sekundiert wird er von den hervorragenden Interpreten Lucia Popp und Jose Carreras und dem nuanciert und transparent musizierenden Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart. Ergreifend ist Lous Abgesang in der fünften Szene des zweiten Akts, als auch sie endlich den Tod als Gefährte des Lebens annimmt. --Teresa Pieschacón Raphael

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Von Dichtung&Kritik TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Diese Orchestersuiten von Sinopoli, die einen Auszug aus seiner Oper "Lou Salome" darstellen, sind eine Hommage an Lou Andreas-Salome. Lou lebte um die Jahrhundertwende 1900, sie kannte Rilke, Nietzsche und Freud persoenlich, wurde von allen sehr geschaetzt und von Rilke und Nietzsche sogar geliebt. Sie war eine unabhaengige Denkerin, Freigeist, aber auch femme fatale: beispielsweise fuehrte das Ende ihrer Beziehung zu Nietzsche zu dessen beruehmt gewordenen Satz: "Wenn Du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht.". Weil Lou nicht einsehen konnte, dass fuer eine Frau um 1900 der Kontakt zwischen Mann und Frau nie derselbe sein konnte wie unter Maennern allein, sie aber ganz im Gegenteil an allen Schriftstellerkreisen und persoenlichen Unternehmungen und spannenden Unterhaltungen teilnehmen wollte, fuehrte ihr Leben immer wieder manchen Mann in Liebesqualen und sie selbst in manche Verzweiflung und Flucht.
Um eben dieses Leben, um Rilke und Nietzsche und um Paul Ree, einen Freund Nietzsches, geht es auch in dieser Oper.
Das Libretto, geschrieben von Dietrich Graewe, mit dem ich das Glueck hatte, einmal persoenlich zu korrespondieren, fasst Auszuege aus Lous Biographie und aus Briefwechseln zu einer mitreissenden Oper zusammen, die jedem Freude machen wird, der sich schon ein wenig mit Lou, Rilke oder Nietzsche beschaeftigt hat. Aber natuerlich ist auch fuer Aussenstehendere die Oper interessant, stellt sie doch eine dramatische Liebesgeschichte dar.
Die Musik ist modern, erinnert an Alban Berg, ich persoenlich habe keinen ganz intensiven Zugang zu dieser Musik erlangt. Dies soll aber nur eine persoenliche Bemerkung sein.
Ein interessanter Auszug aus einer fast vergessenen Oper: sicherlich hoerenswert.
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