"... und erlebt eine irrwitzig komische Reise zum Sinn des Lebens" - ich hatte erwartet, dass dies ein locker-leichter Roman ist, Belletristik für einen relaxten Tag auf dem Balkon. Nein, das ist es nicht. Es ist witzig, es ist ironisch, es ist leicht zu lesen - aber es ist tatsächlich eine komprimierte Sammlung von (durchaus bekannten) Erkenntnissen zu den Themen Sinnsuche, Arbeit = Leben = Arbeit, Burnout. Und es sind nicht die Erkenntnisse von Kasey Edwards selbst, sondern sie zitiert jede Menge aus Büchern, die dann auch im Anhang aufgelistet sind. Dieses Buch erspart nicht eine bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst und seiner ganz persönlichen Situation, wenn man auf einen Burnout hinarbeitet oder gar schon drin steckt. Aber es ist meines Erachtens eine unterhaltsame und gerade deshalb wirkungsvolle Warnung und Denkanregung, was im eigenen Leben nicht im Lot ist bzw. geändert werden kann. Auch das Ende ist kein wirkliches Happy End, wie man es - nicht zuletzt aufgrund des Klappentexts - erwarten würde. In meinen Augen ist das Ende durchaus realistisch und der letzte Beweis dafür, dass man nicht alles komplett umkremplen und anders machen muss, sondern sich manche Dinge einfach (immer wieder) bewusst machen muss und manchmal schon (vermeintliche) Kleinigkeiten ein große Wirkung haben können.