Dass Drowning Pool richtig laut abgehen und dabei guten alten Crossover der moderneren Art hinlegen können, hatten sie hinlänglich mit "Bodies" unter Beweise gestellt. Doch bereits Nummern wie der Opener "Sinner" oder aber das absolut überragende "Tear Away", welches mich stellenweise sogar an Tool erinnert, fördern doch geradezu alte "Grunge"-Klänge (warum bekommt heute eigentlich jeder, der eine Gitarre in die Hand nimmt, erstmal pauschaul den Nu-Metal-Stempel aufgedrückt? Man könnte fast meinen, alle spielen die gleiche Musik...) zu Tage. Grunsätzlich würde ich Sinner sogar eher als ein hartes und teilweise schnelles Grunge-Album (oder sagen wir einfach neutral Rock?) bezeichnen wollen, denn was Drowning Pool da an Sound erzeugen, klingt für mich doch großteils nach guten alten Elementen von Bands wie Life Of Agony, Tool (die Kombination für mich in "Reminded") oder sogar Alice in Chains. Vor allem aber beantworten Drowning Pool für mich eine Frage: Was wäre, wenn z.B. Puddle Of Mudd deutlich härtere Nummern mit mehr Drive spielen würden ... und DP tun dies, ohne dabei ihre Eigenständigkeit zu verlieren.