Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
... Liebesturbulenzen in satten Farben, 19. Mai 2008
Die Vorlage zu diesem humorvollen, sozialkritischen, romantischen und überaus erfolgreichen Film stammt von Jane Austen, einer englische Pfarrerstochter, die vor ca. 200 Jahren lebte und sich mit Ironie, Witz, Liebe und Detailfreudigkeit gesellschaftskritisch Liebes- und Ehegeschichten eines Englands im ausgehenden 18ten und beginnenden 19ten Jahrhundert widmete.
Dieses Thema aufgreifend haben Regisseur Ang Lee und Emma Thompson als Autorin mit viel Gefühl für Poesie und leise Töne einen impressionistisch orientierten und starke Emotionen weckenden Film im reizvollen Empirestil geschaffen, einen turbulenten und farbenprächtigen Reigen geträumter und idealisierter Liebe mit bis in die letzte Rolle perfekt besetzten und hervorragend gezeichneten Charakteren und ihren tragischen und ironisch-witzigen Eigenheiten.
Geschickt, locker und plastisch windet sich der Film, ohne (im Sinne von Jane Austen) etwas anzuprangern, erzählend und mit viel Witz in überwältigenden Bildern und Farben durch wahrscheinliche und unwahrscheinliche Verwicklungen von Gefühls- und Verstandsentscheidungen, von Bankrotterklärungen und Forderungen des Herzens, bis hin zum idealisierten und geträumten Luxus einer Ehe unter den Statuten der Sicherheit UND der Liebe und bietet so dem Zuschauer, dem Lächeln näher als den Tränen, einen genüsslichen Parcours mit brillant dargestellten Emotionen eines stilsicheren Gefühlkinos.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbar!, 10. Januar 2008
Sicherlich eine der schönsten Jane-Austen-Verfilmungen überhaupt. Emma Thompson, die auch die Hauptrolle spielt, erhielt für das Drehbuch den Oscar. Aber auch die schauspielerische Leistung aller Beteiligten ist hervorragend, egal ob Emma Thompson, Alan Rickman, Kate Winslet oder Hugh Grant (mal in einer seriösen Rolle, trotzdem gewohnt linkisch). Ebenso sind Ausstattung und Kameraführung sehr zu loben.
Sehr schön werden die Gegensätze der beiden Schwestern Elinor und Marianne herausgearbeitet: Emma Thompson (Elinor) verkörpert eher den besonnenen, vernünftigen Typen, Kate Winslet (Marianne) dagegen Spontanität und Emotionalität. Die Geschicke führen dann aber am Ende dazu, dass Elinor einen Mann aus Liebe heiratet (Hugh Grant), Marianne dagegen aus Vernunft (Alan Rickman).
Sehr gut thematisiert wird die Rolle der Frauen in der damaligen Zeit, die kein selbstbestimmtes Leben führen können, selbst wenn sie wollten. So ist alles auf den richtigen Mann, die richtige Heirat ausgerichtet. Man spricht nicht direkt und offen miteinander, sondern in Andeutungen, die missverstanden werden können. So besteht ein Großteil des Lebens auf Warten und Verzicht. Am Ende hört Elinor, ihre große Liebe habe nun doch seine bisherige Verlobte geheiratet. Sie ist unendlich enttäuscht, doch alles stellt sich als Missverständnis heraus. Die darauf folgende emotionale Entladung ihrerseits ist so sehenswert, dass sich allein schon deshalb der ganze Film lohnt.
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37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Besser geht's nicht, 15. März 2006
Ich wage mal zu sagen, daß Jane Austen Ihr "Sense & Sensibility" genau so hätte sehen wollen. Diese Verfilmung ist einfach Meisterhaft und setzt das Buch wunderbar um. Die Schauspieler sind großartig (kein Wunder, wenn so ziemlich alles mitspielt, was in England zu der Zeit Rang und Namen hatte und auch heute noch hat), es gibt wunderschöne Bilder... es ist ein Film einfach zum Genießen. Ang Lee verzichtet im Gegensatz zu der aktuellen "Stolz & Vorurteil"-Verfilmung mit Keira Knightley vollkommen auf billige Hollywood-Effekte (wie z. B. Slow-Motion-Aufnahmen oder allzu melodramatische Filmmusik) und trifft somit das Herz des Buches und die Intention der Autorin punktgenau."Sinn & Sinnlichkeit" wächst dem Zuschauer sofort an's Herz, ohne übermäßig kitschig rüberzukommen. Man wird diesen Film auf jeden Fall mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen- weshalb er definitiv zu meinen Lieblingen gehört. Zur DVD selbst: die Sorgfalt, die man beim Film hat walten lassen, setzt sich auch hier fort. Daß man Emma Thompson's Golden-Globe-Rede als Extra beigefügt hat, finde ich großartig: zum einen, weil sie sehr amüsant ist, zum anderen, weil sie zeigt, daß dieser Film -vollkommen zu Recht- mit Preisen ausgezeichnet wurde. 5 absolut verdiente Sterne!
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