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5.0 von 5 Sternen
Besser geht's nicht, 15. März 2006
Ich wage mal zu sagen, daß Jane Austen Ihr "Sense & Sensibility" genau so hätte sehen wollen. Diese Verfilmung ist einfach Meisterhaft und setzt das Buch wunderbar um. Die Schauspieler sind großartig (kein Wunder, wenn so ziemlich alles mitspielt, was in England zu der Zeit Rang und Namen hatte und auch heute noch hat), es gibt wunderschöne Bilder... es ist ein Film einfach zum Genießen. Ang Lee verzichtet im Gegensatz zu der aktuellen "Stolz & Vorurteil"-Verfilmung mit Keira Knightley vollkommen auf billige Hollywood-Effekte (wie z. B. Slow-Motion-Aufnahmen oder allzu melodramatische Filmmusik) und trifft somit das Herz des Buches und die Intention der Autorin punktgenau.
"Sinn & Sinnlichkeit" wächst dem Zuschauer sofort an's Herz, ohne übermäßig kitschig rüberzukommen. Man wird diesen Film auf jeden Fall mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen- weshalb er definitiv zu meinen Lieblingen gehört.
Zur DVD selbst: die Sorgfalt, die man beim Film hat walten lassen, setzt sich auch hier fort. Daß man Emma Thompson's Golden-Globe-Rede als Extra beigefügt hat, finde ich großartig: zum einen, weil sie sehr amüsant ist, zum anderen, weil sie zeigt, daß dieser Film -vollkommen zu Recht- mit Preisen ausgezeichnet wurde.
5 absolut verdiente Sterne!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der beste Film für Jane Austen Einsteiger, 8. Oktober 2007
Ich habe diesen Film ja vor über 10 Jahren im Kino gesehen und er war für mich damals DER romantische Film schlechthin( und ist es immer noch).Insbesondere die damals noch blutjunge Kate Winslet(18 Jahre) überraschte mit einer leidenschaftlichen und dennoch vollkommen natürlichen Spielweise, dass es einem das Herz brach( zudem hat sie dieses klassisch schöne Gesicht ,mit dem sie perfekt für einen Film dieser Epoche geschaffen war, nicht umsonst wird sie "english rose" genannt).
Emma Thompson war wie immer überragend,auch trotz ihres Alters, bei der grossartigen Spielweise schaue ich darüber hinweg.Altjüngferlich, wie einige Kommentatoren sie hier einschätzen und das Alter kritisieren, war sie keineswegs, ich denke eine altersentsprechende Schauspielerin mit diesen spielerischen Qualiäten häte man auch schwer finden können .Dass sie für das Drehbuch dann den Oscar gewann ist mehr als fällig gewesen.
Sie hat diesem Buch die moderne, aber nicht den Inhalt störende Frische gegeben, den Humor und auch hintersinnigen Witz, der im Roman nicht so vorkommt, weil er ja auch aus einer ganz anderen Zeit stammt
Hugh Grant als Edward Ferrars war passabel besetzt, er hätte etwas mehr daraus machen und aus sich herausgehen können, aber eigentlich hat er diese Zerrissenheit zwischen Verpflichtung und Gefühl noch ganz gut gelöst---aber was ich sehr schade finde, ist, dass die Kußszene, die im Bonusmaterial der DVD zu sehen ist, der Schere zum Opfer fiel und im Film nicht auftaucht. Das hätte seinen Part mit Sicherheit viel weniger hölzern erscheinen lassen.
Aber die grosse Überraschung für mich war dann Alan Rickman- ich kannte ihn damals nicht- die zuvorkommende und zärtliche,aber dabei selbstkritische und bescheidene , fast "leise" Art, wie er die Umwerbung Mariannes darstellte, haben ihn für mich sofort , noch vor Willoughby ,zum wahren, idealen Ehemann für dieses Mädchen werden lassen( was dann ja auch geschah, Charakter siegte über oberflächliche Attribute).Allein sein Blick - als er eintritt und Marianne minutenlang am Piano anschaut- atemberaubend .
Gerade er und Thompson haben uns wunderbar gezeigt, dass Vernunft UND Gefühl( so die eigentlich richtige Übersetzung von Sense and Sensibility)möglich sind , die Botschaft, die uns auch Jane Austen mit ihrem Roman vermitteln wollte
.
Auch die Nebenrollen sind exzellent besetzt:Gemma Jones als Mutter der Mädchen, Hugh Laurie als ewig nörgelnder, weilvon seiner dümmlichen Frau (auch gut :Imelda Staunton) genervter Mr Palmer,Imogen Stubbs als berechnende Lucy Steele, Richard Lumsden als blasierter Bruder von Edward und Elisabeth Spriggs als Mrs Jennings...
Also, wer romantische aber nicht kitschige Filme mag, sollte ihn sich anschauen,jedoch , wenn möglich, unbedingt in der englischen Originalfassung, nur da kommt der Charme erst richtig rüber
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für jeden Jane Austen Fan ein Muss!, 23. Mai 2003
Diesen Film sah ich einmal durch Zufall im Fernsehen und er hat mich sofort fasziniert und mich zum ersten Mal mit Jane Austen in Berührung gebracht. Die Geschichte ist sehr dramatisch, sprüht aber ebenso über vor Dialogwitz und Liebe. Mir besonders angetan hat es in diesem Film die wunderbare Kate Winslet (hat eigentlich schon mal jemand eine schlechte Performance von ihr gesehen???), die die ungestüme, romantische Marianne Dashwood mit einer kaum zu bremsenden Spielfreude darstellt. Aber auch Alan Rickman ist mit seinem eher zurückgenommen Spiel sehr überzeugend. Jedenfalls habe ich ihm seinen melancholischen Charakter jede Minute in dem Film abgenommen. Emma Thompson als Elinor ist mir ein wenig zu alt, aber dennoch überzeugend als Gegenpol der ungestümen Marianne. Und Hugh Grant... nun, er tut das, was er gut kann. Den etwas tollpatschigen, schüchternen Engländer mit dem Dackelblick spielen.
Sicherlich würde der Film aber nicht so gut wirken, wenn nicht das Drumherum so stimmen würde. Die Landschaftsaufnahmen, Cottages und Herrenhäuser. Die Kostüme, Frisuren, all das versetzt einen in die Welt des damaligen Englands. Auch die Dialoge sind in der damaligen Sprache gesprochen, was einem aber schon nach wenigen Minuten nicht mehr auffällt. Tatsächlich passt es zum Geschehen und wirkt niemals hausbacken oder altmodisch. Für alle Jane Austen Fans und die, die es werden wollen, ein Genuß und eine Empfehlung.
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