Es fällt nicht gerade leicht, eine treffende Rezension über das vorliegende Buch von Fred Vargas zu schreiben. Eigentlich eine Krimiautorin, befasst sie sich in diesem kleinen Büchlein mit dem "Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken". Und der deutschsprachige Titel ist durchaus treffend gewählt, denn so wie der Titel, so gestaltet sich auch das Buch. Im ersten Teil entsteht der Eindruck, die Autorin komme tatsächlich nie auf das eigentliche Thema des Buches (den "Sinn des Lebens") zu sprechen. Scheinbar ohne roten Faden, schlägt sie einen erzählerischen Haken nach dem nächsten, fährt quasi mit der Kirche ums Dorf und lässt ihren Assoziationen freien Lauf. Dies ist natürlich durchaus beabsichtigt und so entsteht ein geschickt formulierter Text, der einige Leitmotive immer wieder aufgreift. Und, siehe da, gegen Mitte des Buches führt diese scheinbar so freie Assoziation den Leser doch zum Thema des Buches und er erhält einige wertvolle Tips über den Sinn des Lebens und die Gestaltung einer Liebesbeziehung.
Gut, wirklich neu ist keiner dieser Tips. Es lohnt sich also nicht, dieses Buch zu lesen, um mehr über den Sinn des Lebens zu erfahren. Wer aber essayistische Erzählungen mag, ein Buch nicht nur des Inhalts, sondern auch der Sprache wegen liest und sich nicht scheut, auch komplizierte Sätze und Gedankengänge zu verfolgen, wird durchaus Gefallen an dem Buch finden. Ein Muss ist es meines Erachtens aber nicht, eher eine nette kleine Lektüre für zwischendurch.