begrüßt uns das 2009er Werk von Kristofer Aström. Was danach folgt ist bescheiden und unauffällig, aber auffällig gut.
Sound und Kompositionen Sinkadus' bewegen sich stilsicher und sehr geschlossen zwischen den älteren Alben Northern Blues und So Much For Staying Alive. Trockene E-Gitarren, wunderbar straighte Rhythmen, Akustikgitarre vom Feinsten und charismatische Zweitstimmen dreier Gastsängerinnen (Nina Kinert, Britta Persson und Johanna Färjhase) sind die Zutaten, mit denen Sinkadus begeistert.
Es gibt viel Midtempo mit rockig holzigem Charme (Come Out), rockige Ausbrüche (The Party), die auch schon mal an eine Garagenband erinnern (Big Lie, Idiot Die mit knackiger E-Fuzz-Gitarre) und hin und wieder entspannte Westcoastklänge, die auch von den Eagles oder Joe Walsh in den 1980ern geschrieben worden sein könnten (Me And The Snakes).
Eingängige Melodien, die teils zu echten Ohrwürmern werden (A Song For While I m Away, Old Man's Car) gibt's fast durchweg. Dabei wird Sinkadus nie kitschig oder flach wie streckenweise das Vorgängeralbum Rainaway Town.
Highlights gibt es viele. In Hard To Live glaubt man (auch aufgrund der ähnlich arrangierten weiblichen Zweitstimme) einem Song des Kanadiers Bruce Cockburn zu lauschen, Oh Man ist extrem sparsam, akustisch und fasziniert mit melodischer Klarheit und der Schlusstitel Old Man's Car entlässt uns mit einer wunderbaren Melodie, erstklassiger Mundharmonika und toller Zweitstimme (in diesem Fall von Johanna Färjhase).
Sinkadus ist schwer zu beschreiben, obwohl es ein einfaches Album ist. Man muss es einfach hören. Es wirkt, lässt immer neue Details hören und klingt von Mal zu Mal besser.