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Singulär plural sein
 
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Singulär plural sein [Taschenbuch]

Jean-Luc Nancy , Ulrich Müller-Schöll
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 174 Seiten
  • Verlag: Diaphanes; Auflage: 2., Auflage (1. November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935300220
  • ISBN-13: 978-3935300223
  • Originaltitel: Être singulier pluriel
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.134 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jean-Luc Nancy
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit-Sein, Ko-Existenz, Politik Ko-Existenz und Mit-Sein sind die fundamentalen Kategorien eines Denkens, das sich – angesichts der schrecklichen Realität der Kriege und Bürgerkriege – der dringlichen Notwendigkeit eines Seins-in-der-Gemeinschaft zu stellen vermag.

»Meiner Ansicht nach ist das erste Erfordernis, das überkommene Verständnis des ›Gemeinsamen‹ und der ›Gemeinschaft‹ unter Vorbehalt zu stellen. Auf dieser Grundlage können wir beginnen zu verstehen, daß das ›Sein-in-der-Gemeinschaft‹ kein gemeinsames Sein ist und daß es anders zu analysieren ist, zum Beispiel als ›Zusammen-Sein‹ oder ›Mit-Sein‹. Die Hauptfrage ist, wie die Politik als eine Nicht-Totalität zu denken ist, und das heißt anders denn als Unterordnung der gesamten Existenz. Zwischen der Ontologie des Mit-Seins und der Politik darf es keinen begründenden Zusammenhang geben und auch keinen solchen des Ausdrucks. Die Politik darf also nicht die Totalität des Mit-Seins zum Ausdruck bringen. Wenn im Gegensatz dazu das Sein des Mit-Seins wesentlich ein plurales ist (singuläre Existenzen und singuläre Ordnungen, Künste, Körper, Gedanken...), dann muß die Politik das sein, was die Gerechtigkeit in der Vielheit und Vielfältigkeit garantiert, aber sie darf keine Aufhebung des Mit-Seins sein.«

Über den Autor

Jean-Luc Nancy, geb. 1940, ist Professor für Philosophie an der Université Marc Bloch in Straßburg. Er war als Gastprofessor auch in Berlin, Irvine, San Diego und Berkeley tätig.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. Gebauer TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Das bereits 1996 in Frankreich erschienenen Buch gehört zu den schwierigsten Büchern von Jean-Luc Nancy. Gerade der längste und titelgebende Essay des Bandes stellt den Leser vor unerhörte Schwierigkeiten, denn er verknüpft auf wenigen Seiten die Grundfragen abendländischer Philosophie mit zeitgenössischen Theorien des Seins, des Ursprungs und der Singularitäten. Es ist also für Anfänger nicht zu empfehlen. Auch für Leser, die das Werk und die mitunter vertrackte Terminologie von Nancy kaum kennen, ist der Band kein empfehlenswerter Einstieg.

Denn Nancy versucht hier eine Neudeutung des Heideggerschen Mit-Seins. Nancy bezeichnet die Ontologie, die er hier zu entfalten versucht als "materialistisch" und "politisch". In einem komplexen Gedankengang, der hier nicht nachgezeichnet werden kann, verknüpft Nancy geschickt Motive des politischen Denkens von Bataille, Marx, Hegel, Heidegger, Deleuze, Spinoza, Nietzsche, Derrida zu einer Theorie des singulär pluralen Seins. Der Traktat ist auch als eine Skizze zu Nancys Projekt einer Dekonstruktion des Christentums zu betrachten. Deutsche Leser werden das Projekt davon schon aus seinem Buch "La creation du monde ou la mondialisation" kennen. Ergänzt wird dieser Traktat durch weitere kurze Essays.

Interessant dürfte der Band für Leser sein, die sich mit der zeitgenössischen französischen Theorieproduktion auskennen oder aber sich gerade mit dem Konzept des Mitseins in Sein und Zeit beschäftigen. Oder sich für eine Theorie der Singularitäten interessieren, wie sie etwa in anderer Form auch bei Agamben, Deleuze/Guattari, Badiou vorliegt. Andere Leser werden wenig Vergnügen an diesem Band finden.
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