Der reale Weihnachtswahnsinn wie er leibt und lebt - zumindest in einigen Haushalten Österreichs. Dargestellt werden beide Satiren von wirklich guten Schauspielern, die mit Freude bei der Sache sind.
Die Omama (Inge Konradi) ist eine typische, einfach lebende, grantelnde Wienerin, die gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann, zeitlebens nur gespart hat, damit aus dem 'Buben' Hansi (Joe) was wird und der sie zu den Weihnachtsfeiertagen jedes Jahr einlädt.
Dessen Familie, allen voran die Schwiegertochter (Mona Seefried) darf sich dann anhören, wie gut es ihnen geht und wieviel die Omama entbehren mußte in ihrem harten Leben.
Der altersmäßige Gegenpart zur Omama ist Lilibeth (Johanna von Koczian), die Mutter von Luiserl, die einfach umwerfend die weltgewandte, weitgereiste und belesene 'grande dame' gibt, die genügend Geld hat, um sich ein sehr angenehmes Leben zu leisten und es nicht verabsäumt, dieses der Omama im ersten Teil 'Single Bells', teilweise durch die Blume, immer wieder zu verstehen zu geben und im zweiten Teil 'O Palmenbaum' auch zu zeigen.
Mit Kati (Martina Gedeck) und Jonas (Gregor Bloeb), ihrem Lebensgefährten beginnt und endet 'Single Bells' - der Weihnachtswahnsinn im Haus von Katis Schwester Luiserl liegt dazwischen.
Der zweite Teil 'O Palmenbaum' beginnt und endet (mehr oder weniger) mit Joe (Erwin Steinhauer) und Luiserl - die Geschichte selbst findet auf Mauritius statt.
'Single Bells' ist stark überzeichnet und strotzt nur so von Pointen, die zum Brüllen komisch sind!
'O Palmenbaum' ist etwas ruhiger und besinnlicher, aber auf eine ähnliche Weise witzig wie der erste Teil.
Die richtige Einstimmung auf Weihnachten! Alle Jahre wieder....