Nach einem längeren Asientrip und dem wiederholten Aufenthalt in Singapur entstand der Wunsch, mehr über diesen kleinen Stadtstaat zu erfahren, der es innerhalb von 50 Jahren von der dritten Welt in die erste geschafft hat. Dieser kometenhafte aufstieg in die erste Welt wurde ( und wird noch!) mit teilweise drakonischen Maßnahmen in die Wege geleitet, führte jedoch zu einem in der Weltgeschichte einmaligen Erfolgsmodell, das seines gleichen sucht.
Das Buch beleuchtet die jeweils andere Seite der Medaille, denn wo vielleicht Licht ist, findet man bekanntermaßen auch Schatten. Nun erschöpfen sich die Themenaufsätze jedoch überwiegend darin, immer wieder anhand unterschiedlicher "Topics" nachzuweisen, dass Singapur nicht wirklich demokratisch ist, und dieses zu belegen mit diversen Beispielen aus Alltag, Parteiensystem, Wohnungsbaupolitik, Umgang mit Migranten, drastischen Strafen etc.
Wem die stark eingeschränkte Demokratie Singapurs klar ist und wer über den immer wiederkehrenden Vorwurf des Totalitarismus hinaus, Informationen z.b. zur wirtschaftlichen Erfolgsstory sucht, wird enttäuscht. Eher die Lektüre eines universitären Hochschulseminares im Fach Politik, als interessante multiperspektivische Betrachtung.