Streetpunk wurde schon oft, viel und vor allem auch oft schlecht gespielt... nicht so die distillers.
Die 2te Platte der Distillers ist ein Meisterwerk. Allerdings nach dem Prinzip "lieb es oder hass es" Man muss schon sehr auf punk abfahren um diese musik zu mögen, und vor allem auf den Punk in seiner etwas ursprünglicheren Form.
Denn mit dem zurzeit vor allem aktuellen Skatepunk a la Pennywise Millencolin usw(den ich auch sehr gern mag)hat "sing sing death house" nun wirklich nichts zu tun.
Die Produktion (falls es eine gab) ist spartanisch, die Musik ist die geballte Wut, sie kocht über vor emotionen, und die alles verdrängende abgöttisch gute Stimme von Brody Dalle haut einen einfach um. Schnörkellos,hart, wütend und ehrlich und dennoch mit einer unglaublichen menge an Ohrwürmern beladen. Nie gleitet die Band in unmelodiöse gefilde ab (wie etwa converge)vielmehr ist jeder Song eine (meist ziemlich melodische) Hymne an den Punk als solchen und vermittelt das Lebensgefühl das bei dieser Musik einfach dazugehört. Die Lieder sind trotz des dem Punk anhaftenden Images von einfach gestrickter Musik nie einfallslos sondern bieten immer eine Überraschung.
FAZIT: gut geschriebene Songs toll rübergebracht und mit einer einfach tollen stimme gesungen die man nie wieder vergisst.
Punk wie Drecksau... wer drauf steht: Zuschlagen!