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Hier allerdings werden lediglich in einem gleichbleibenden Tempo die Partituren heruntergespielt und dass auch noch bei schlechter Aufnahmequalität. Als Zuhörer bekommt man das Gefühl, dass keiner der Beteiligten zu diesen Aufnahmen Lust hatte. Dabei hätte man gerade anhand der Sinfonien vier bis sechs die großen Entwicklungen in Nielsen's Sinfonik (die in der Musikliteratur eine herausragende Stellung einnehmen) herausarbeiten können und auch müssen. Krasses Beispiel ist die 5. Sinfonie, in derem ersten Teil der Trommler spielt, als hätte er Ecstasy genommen. Im Finalsatz der 6. Sinfonie setzt ein Walzer ein, der von Carl Nielsen gekonnt humoristisch variiert und mit einem zweiten improvisierten Thema überschichtet wird. In dieser Aufnahme bekommt man an dieser Stelle nur das große Heulen.
Offenbar hat Herbert Blomstedt keinen Zugang zu dieser Musik gefunden, wie mir auch ein Konzertbesuch 2002 gezeigt hat. Das ist umso verwunderlicher, da er mit der 2. Sinfonie von Mahler mit gleichem Orchester 1994 eine sehr gelungene Interpretation abgeliefert hat.
Fazit: Nicht kaufbar! Ich rate dringend zur Referenzaufnahme von Paavo Berglund mit dem Royal Danish Orchestra (RCA-Box). Größer können die Unterschiede zwischen klanglicher und interpretatorischer Offenbarung und akustischem Ärgernis nicht sein.
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