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Sinfonien (Ga)
 
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Sinfonien (Ga) [Box-Set]

Herbert Blomstedt , Franz Schubert , Staatskapelle Dresden Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Orchester: Staatskapelle Dresden
  • Komponist: Franz Schubert
  • Audio CD (1. November 2003)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 4
  • Format: Box-Set
  • Label: Corona Cla (Edel Musica Austria)
  • ASIN: B0000VB274
  • Weitere Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 122.650 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. 1. Adagio - Allegro vivace
2. 2. Andante
3. 3. Menuetto: Allegro
4. 4. Allegro vivace
5. 1. Largo - Allegro vivace
Alle 8 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. 1. Adagio maestoso - Allegro con brio
2. 2. Allegretto
3. 3. Menuetto: Vivace
4. 4. Presto vivace
5. 1. Adagio molto
Alle 8 Titel anzeigen.
Disk: 3
1. 1. Allegro
2. 2. Andante con moto
3. 3. Menuetto: Allegro molto
4. 4. Allegro vivace
5. 1. Adagio - Allegro
Alle 8 Titel anzeigen.
Disk: 4
1. 1. Allegro moderato
2. 2. Andante con moto
3. 1. Andante - Allegro ma non troppo
4. 2. Andante con moto
5. 3. Scherzo: Allegro vivace
Alle 6 Titel anzeigen.

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Kundenrezensionen

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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Wer eine günstige Gesamteinspielung der Schubert-Sinfonien sucht, ist mit Herbert Blomstedt's fast schon kriminell unterbewerteten (weil auch relativ unbekannten) Zyklus bestens bedient. Generell sollte Blomstedt eigentlich viel bekannter sein, aber nach seiner Philosophie steht immer die Musik im Vordergrund und nicht die Person. Gegenstück zu ihm ist deshalb in vielerlei Hinsicht Kurt Masur, der ihm aber meiner Meinung nach zu keiner Zeit das Wasser reichen konnte. Blomstedt ließ also wie immer die Musik sprechen. Die Dresdner Staatskapelle spielte damals noch in absoluter Höchstform, was man besonders bei den grandiosen Einspielungen der vierten, fünften und achten Sinfonie merkt. Bei den ersten beiden Sinfonien kommt es vor allem auf das Zusammenspiel des Orchesters an und nicht so sehr auf den Dirigenten. Die Sächsische Staatskapelle, noch immer einer der besten Klangkörper der Welt, leistete hier jedenfalls exzellente Arbeit.
Die Dritte übertrifft Carlos Kleibers überbewertete Aufnahme um Längen. Kleiber dirigiert bisweilen wie ein Roboter, Blomstedt aber "fühlt" mit der Musik, legt ihr ganzes Potenzial offen (oder versucht es wenigstens). Bei der Vierten, Fünften und Achten fährt Blomstedt besser als Wand, den ich mal als Vergleich anführe, da sich sein Schubert sehr gut verkauft (jedenfalls besser...). Wand bemüht sich sehr um Transparenz, was aber bei diesem Komponisten für mich nicht funktioniert. Hier ist es wichtig den lyrischen Charakter zu betonen, den die Musik allein nicht komplett tragen kann. Von der Neunten (von der 8ten natürlich auch) gibt es unzählige Aufnahmen und H.B. bewegt sich sicher im oberen Mittelfeld. Was die Sechste angeht: die kann sowieso niemand retten.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
3x5 sterne für blomstedt, die dresdener staatskapelle und - last but not least - den veb deutsche schallplatten. den herrschaften gelingt die vermittlung einer perfekten illusion ins heimische wohnzimmer - ein erstklassiges orchester spielt in wunderbarer akustik ideale interpretationen dieser herrlichen sinfonien. der klassische ansatz von blomstedt hebt sich positiv von heute gängigen überspanntheiten ab, die eher gemessenen tempi wirken nie schwerfällig und sind letztlich perfekt an die akustischen gegebenheiten angepasst. das klangbild bezaubert mit seidigen geigen, satten bässen, wunderbar musikalischen holzbläsern, transparenz und räumlicher tiefe - toll.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tobias Fabian-Krause TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
"Auch wenn mir der eine oder andere Leser hier widersprechen mag, bin ich der Ansicht, dass es bis zum heutigen Tag es keine wirklich befriedigende Gesamtaufnahme der Sinfonien Franz Schuberts gibt." So eröffnet Dr. Stefan Drees seine Kritik zu Thomas Dausgaards CD von Schuberts Unvollendeter und seiner großen C-Dur-Symphonie auf klassik.com.
Hat er recht? Was ist z.B. mit der nach wie vor erhältlichen Aufnahme von Herbert Blomstedt mit der Staatskapelle Dresden aus den 80er Jahren? Um mein Fazit vorwegzunehmen: im Sinne von Herrn Dr. Drees könnte ich von "befriedigend" nur als Schulnote sprechen, aber im vom Optimum ist dieser Zyklus doch deutlich entfernt.

Im einzelnen:

1. Symphonie:
Im ersten Satz schlagen sich Blomstedt und das Orchester tapfer, wäre hier nur die Konkurrenz nicht so groß. Hören Sie Thomas Hengelbrock mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (vielleicht etwas zu dröhnend, aber viel temperamentvoller als Blomstedt) oder hören Sie meinen persönlichen Favoriten: Frans Brüggen mit dem Orchestra of the 18th century. Da ist einfach viel mehr Biss drin. Die schlanke Besetzung beider Orchester und auch die alten Instrumente (Brüggen) bekommen dieser Symphonie sehr gut. Die Staatskapelle Dresden verleiht der Ersten mit ihrem ausgeprägten Vibrato und ihrer größeren Besetzungen etwas unbewegliches. Im dritten und vierten Satz ist es meines Erachtens vor allem Blomstedt, der etwas zu sehr auf der Bremse steht. Das Finale ist ein Allegro vivace, Blomstedt dirigiert für mein Ohr bestenfalls Allegro, ma non troppo.

2. Symphonie:
Das gleiche Problem wie beim Finale der Ersten, wenn auch weniger stark ausgeprägt, habe ich mit dem 1. Satz der 2. Symphonie. Der 2. Satz ist gut gelungen, halt eher romantisch gehalten, aber das passt durchaus. Das Menuett wird gnadenlos verschleppt und das Finale.....hm...gar nicht mal schlecht. Aber wenn ich hier wieder an das Temperament denke, dass Brüggens Aufnahme hier hat, da ist Blomstedt einfach nur im Mittelfeld, in Nachbarschaft zu Aufnahmen von Abbado, van Immerseel, Schiff, Joeres u.a..

3. Symphonie:
Die dritte Symphonie ist sehr annehmbar, wobei wieder gilt: ich kenne besseres. Kleiber mit den Wiener Philharmonikern hat hier mehr Schwung, arbeitet Instrumentengruppen besser heraus (Klarinetten) und hat insgesamt mehr Pfiff, wobei ich Blomstedt für die Dritte fast eher loben möchte: diese gelingt den historisch Informierten wie Goodman und Brüggen für mein Ohr nicht besonders und viele der großen, klassischen Symphonieorchester verschleppen sie für meinen Geschmack gnadenlos (wer Zugang hat, höre mal die Berliner Philharmoniker unter Zubin Mehta in der Digital Concert Hall - dagegen ist Blomstedt richtig schwungvoll).

4. Symphonie:
Die Einleitung zieht sich eine gefühlte Ewigkeit dahin. Der Allegro-Teil ist dann ordentlich gelungen und auch durchaus angemessen dramatisch. Ein wenig der letzte Schwung fehlt, aber man kann sich das gut anhören. Der 2. Satz klingt sehr brav und süßlich, was hier m.E. aber eher an Schubert liegt. Das Menuett ist etwas zu gemütlich, klingt aber insgesamt gut. Das Finale ist gut gelungen, munter, transparent, wohlklingend, vielleicht etwas zu wenig dramatisch für "die Tragische", aber gut anhörbar.

5. Symphonie:
Der 5. Symphonie tut der zarte Klang eines großen Orchesters, traditionell spielenden Orchesters durchaus gut. Der erste Satz klingt wunderbar, es geht nichts im breiter angelegten Klang unter, es wir klar artikuliert. Insgesamt ist der Klang ein wenig süßlich, aber das fällt nicht größer ins Gewicht.

6. Symphonie:
Die Einleitung der 6. (kleine C-Dur) ist schön gelungen, das Allegro verdient durchaus den Namen, das Orchester spielt schön. Ich finde nur, dass diesem Satz die Transparenz und der etwas extremere Klang kleiner Besetzungen mit alten Instrumenten gut tut (Brüggen!), aber die Staatskapelle Dresden schlägt sich achtbar.
Das Scherzo der 6. ist aus meiner Sicht ordentlich gelungen, aber wie so oft: es geht temperamentvoller (Brüggen! Ein Traum!). Das Finale ist schön gelungen, kann sich mit anderen durchaus messen - Brüggen ist transparenter, überraschend Blomstedt schwungvoller.

7. Symphonie (=Unvollendete):
Überrascht hat mich die Unvollendete - vor allem im 1. Satz ist da die Kraft drin, die ich bei den anderen Symphonien dieses Gespanns z.T. vermisse. Die Schönspielpassagen (Celli ab etwa 1:15) gelingen gut, die abgründigeren und aufgewühlteren (z.B. 1:55 oder 4:30) werden tatsächlich auch als solche gespielt (und nicht glatt gebügelt wie etwa bei Karajan. Angesichts eines Thomas Dausgaard kann ich nicht von einer Referenz-Aufnahme sprechen, aber das ist wirklich sehr gut. Der zweite Satz gefällt mir bei Dausgaard nochmal deutlich besser, aber auch hier ist Blomstedt gut.

8. Symphonie (=Große C-Dur)
Die große C-Dur Symphonie schließlich ist Blomstedt gut gelungen. Sie kommt für meinen Geschmack großen Orchestern auch deutlich entgegen, verträgt große Streicherbesetzungen gut, weswegen die Staatskapelle Dresden hier ein Werk in Angriff genommen hat, das gut zu ihr passt. Und sie gelingt ihr gut. Schöne Dynamik- und Tempoabstufungen, solide Phrasierungen, man kann sich das gut anhören. Dennoch gilt auch hier wieder: ein bisschen mehr Risiko, ein bisschen mehr Temperament, ein bisschen weniger brav wäre schön. Eine Idee transparenter wäre stellenweise auch nicht schlecht, wobei ich hier einschränken möchte, dass die Aufnahmen etwa 30 Jahre alt sind und vielleicht nicht mit dem allerhöchsten Aufwand nachbearbeitet wurden, was ich Blomstedt nicht ankreiden möchte. Also insgesamt gut, aber schlussendlich auch nur Durchschnitt, kein Problem mindestens 5 Aufnahmen zu nennen, die ähnlich gut, wenn nicht besser sind (z.B. Karajan, Bernstein, Gielen, Norrington, Solti der Dausgaard, Kubelik, Boult oder Rattle).

Fazit: Bei der Unvollendeten vorderes Vorderfeld, bei der Fünften und der Großen C-Dur Vorderfeld, ansonsten Mittelfeld, aber für meinen Geschmack das zweitbeste Box-Set nach dem mit Brüggens Aufnahmen, dazu der sehr faire Preis. Ideal für Einsteiger oder für denjenigen, der schon weiß, dass ihm die alten Instrumente Brüggens nicht zusagen werden.
Keine 5 Sterne, aber durchaus eine Empfehlung!
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