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Sinfonien 4+7
 
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Sinfonien 4+7 [Hybrid SACD]

Paavo Järvi , Ludwig Van Beethoven Audio CD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (31. August 2007)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Hybrid SACD
  • Label: Rca Red Seal (Sony Music)
  • ASIN: B000TQLT0K
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.557 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Allegro ma non troppo - Järvi,Paavo,Beethoven,Ludwig Van
2. Allegro con brio - Järvi,Paavo,Beethoven,Ludwig Van

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nach der hochgelobten ersten Aufnahme des Beethoven-Sinfonie-Zyklus' mit den Nummern 3 und 8 folgen jetzt die Sinfonien 4 und 7, eingespielt von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi. Die Aufnahme erscheint als Hybrid Super Audio CD.

Produktbeschreibungen

SINFONIEN 4+7*DEUTSCHE KAMMERP

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Referenzaufnahmen 17. Juni 2009
Von Tobias Fabian-Krause TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ist kein gewöhnliches Orchester. Vielmehr handelt es sich um ein Unternehmen, dessen Musiker als Gesellschafter auf eigenes Risiko arbeiten und nicht so gut abgesichert sind, wie dies die staatlich subventionierten Musiker der Rundfunkorchester oder der diversen Philharmoniker und Symphoniker sind. Musikalisch beschreibt sie ihr Chefdirigient Paavo Järvi als "Group of soloists", nahezu alle sind nebenbei kammermusikalisch aktiv oder wie die Cellistin Tanja Tetzlaff oder der Konzertmeister Florian Donderer oder der Oboist Rodrigo Blumenstock auch als Solist oder Dirigent (Donderer) (weitere wären zu nennen).

Durch beharrliches Arbeiten hat sich dieses Orchester über die Jahre von der soliden Mittelklasse in Richtung Weltspitze vorgearbeitet, insbesondere die Arbeit mit den Dirigenten Thomas Hengelbrock und dem damaligen Jungstar Daniel Harding hat sich ausgezeichnet (speziell für Beethoven darf ich natürlich Heinrich Schiff auch nicht vergessen). Der Entschluss, Paavo Järvi zu dessen Nachfolger zu machen brachte den endgültigen Durchbruch. Mit ihrem Beethoven-Symphonien-Zyklus setzen die Kammerphilharmoniker Maßstäbe. Ihre CD mit Beethovens Eroica und seiner Achten Symphonie wurde mit dem Preis der Deutsche Schallplattenkritik 2007 ausgezeichnet. Paavo Järvi erhält im Jahr 2010 den ECHO KLASSIK als Dirigent des Jahres für die Aufnahmen der "Pastorale" und der 2. Symphonie.

Die hier vorliegende CD mit 4. und 7. Symphonie steht den genannten in keiner Weise nach. Das Orchester startet gefühlvoll in das Adagio des 1. Satzes der Vierten Symphonie. Wie Haydn dies schon gerne machte und Beethoven es bereits in seinen ersten beiden Symphonien tat, verrät etwas über 2 Minuten nichts, welche Fröhlichkeit dieses Werk entfalten wird, bis dann (hier ab 2:24) das Allegro vivace eingeleitet wird. Hier zeigen sich Järvi und das Orcheter in Höchstform: fröhlich, tänzerisch, schwungvoll, zwar schnell, aber keineswegs gehetzt, sondern für meinen Geschmack wirklich adäquat Allegro viace, mit deutlich gesetzten Akzenten, klarer rhythmischer Struktur, ohne dass dabei der Ausdruck verloren ginge. Ein herrlich gelungener erster Satz. "Adagio heißt ruhig, nicht langsam" belehrt uns Sir Roger Norrington in den Konzerteinführungen zu seinem Zyklus mit dem Radio-Symphonie-Orchester Stuttgart des SWR. Dieses Motto beherzigt auch Järvi im 2. Satz der Vierten, was allerdings nicht dazu führt, dass hier in irgend ein Form das Tempo gar zu sehr angezogen würde, aber das weihevoll-verklärende, romantische, dass diesem Satz in vielen anderen Interpretationen sonst anhaftet wird hier durch ein relativ zügiges Tempo ersetzt, was für meinen Geschmack dem Ausdruck durchaus dienlich ist. Der vibratoarme Streicherklang der Kammerphilharmonie ist ausgezeichnet, die Bläser stehen dem in nichts nach.
Menuett und Finale werden zügig, temperamentvoll, sehr klar, sehr transparent, sehr deutlich phrasiert und sehr tänzerisch dargeboten. Ich kenne viele Versionen der 4. Symphonie, bisher keine bessere.

Ähnlich geht es mir mit der 7. Symphonie. Dieser Symphonie tut die kleine (bzw. der Partitur entsprechende) Besetzung für meinen Geschmack sehr gut. Ein breiter Streicherteppich à la Karajan macht das "Poco sostenuto" im ersten Satz zäh und klebrig (auch Kleiber hat für meinen Geschmack dieses Problem im 1. Satz). Die kleine Besetzung macht den Orchesterklang einfach deutlich beweglicher. Ich gebe zu, im Vivace des ersten Satze mag ich Aufnahmen, die etwas mehr Bläservolumen haben auch sehr gerne (Karajan, Kleiber), aber auch hier der gleiche Vorteil: es klingt so herrlich tänzerisch, was Järvi und das Orchester hier bieten. Herrlich!
Im 2. Satz spielen sie Allegretto, nicht Andante oder Adagio mit Hang zum Largo, wie das sonst traditionell gerne gemacht wurde, im 3. Satz ein nicht zu schnelles Presto, so dass den Bläsern die Möglichkeit zur guten Phrasierung bleibt. Der vierte Satz herrlich durchsichtig (was ich dadurch, dass ich diese Aufnahme so oft gehört habe an Details gefunden habe, die ich bei Kleiber lange und bei Karajan vergeblich suchen musste). Einzig gilt auch hier: ein satter Hörner-Klang (Karajan) oder ein offensives Spiel von Hörnern und Flöten (Kleiber) tut diesem Satz sehr gut. Hier hat Järvi vielleicht eine Nuance zu viel entschlackt. Das Tempo ist flott, aber keineswegs übertrieben hoch, kein Prestissimo à la Dudamel, aber eben auch kein Allegretto wie z.B. bei Solti.
Die vierte Satz der Siebten bestich vor allem dadurch, dass Järvi eben nicht nur über das Tempo das Tänzerische herausarbeitet, sondern eben auch Rhythmus und Phrasierung. Er fasst diesen Satz als Zitat eines irischen Volkstanzes auf, der immer verrückter dargeboten und in einem "Galopp zur Hölle" kulminiert (so Järvi in der Dokumentation "Das Beethoven-Projekt"). Insgesamt eine weit herausragende Siebte, ich wüsste niemanden, der genau so gut wäre, Kleiber schafft für meinen Geschmack einen ebenfalls sehr schönen vierten Satz, reicht aber dabei was das Tänzerische betrifft auch nicht an die Bremer heran und fällt vor allem in den anderen Sätzen deutlich hinter sie zurück.

Für mich eine riesige Bereicherung und meines Erachtens für jeden Beethovenfan ein Muss, sofern er sich von der Hörgewohnheit der Großorchester lösen möchte!
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Enrico
Format:Audio CD
Aufnahmen von Beethoven-Symphonien gibt es ja mehr als genug und nachdem
ich mir vor knapp einigen Monaten meine Traum-Hifi-Anlage mit Mc-Intosh Amps und Martin Logan Summits sowie Marantz SA11S2 erfüllt habe, bin ich immer auf der Suche nach wirklichen guten SACD.
Diese Interpretation ist wahrlich gelungen, ein perfekter Sound mit wunderbarer räumlicher Auflösung und Tiefe, dynamisch und mitreißend, einfach zu genießen.
Da sehen (eigentlich hören) andere Aufnahmen wirklich alt aus.
(z.B. Karajan Interpretationen mit Berliner Philharmikern etc. mit schwülstigem flachem Sound zugedeckt im Streicherteppich)
Es ist gut, daß es auch im Klassik Genre nun ähnlich gelungene CD wie z.B. von den Labels Stockfisch, Opus 3 oder Chesky gibt.
Und für Kritiker von SACD: Wirklich gute Aufnahmen sind geeignet die Vorzüge dieser hochauflösenden Technik hörbar zu machen, Voraussetzung eine gute Raumakustik im eigenen Hörraum und ein ordentliches Eqipment.
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12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Die Aufnahmen von Beethoven-Sinfonien sind inzwischen ohne Zahl. Gibt es noch Neues, was gesagt werden könnte ? Ist die Konkurrenz nicht übermächtig ? Grosse Orchester,grosse Dirigenten,kleinere Ensembles in historischer Spielweise, alles vorhanden. Warum also noch ein weiterer Zyklus ?
Järvi hat gegen alle diese Einwände den Ehrgeiz, seine Sicht des Beethoven'schen Kosmos zu verbreiten und macht seit einigen Jahren höchst erfolgreiche Tourneen damit in verschiedenen Kontinenten.

Dies ist nun die zweite Edition des geplanten ganzen Zyklus Wieder die Kopplung einer bekannten mit einer weniger bekannten Sinfonie.
Die vierte erfreute sich wegen'seines »originellen Charakters« und seiner »edlen Simplizität« großer Beliebtheit beim Publikum. Auch Felix Mendelssohn Bartholdy hing mit besonderer Liebe an der Vierten, während sie für Robert Schumann die »romantischste« aller Beethoven-Symphonien war ' »griechisch-schlank« und ideal proportioniert'.Zu dieser Symphonie Nr. 4 B-Dur op. 60 jedoch sind so gut wie überhaupt keine Entwürfe überliefert: ein Beweis, dass dieses Werk ' ein Auftrag des Grafen Franz von Oppersdorff ' wohl unter großem Zeitdruck entstand. Sie ist heute die am wenigsten bekannte seiner Sinfonien, obwohl Beethoven sie sehr schätzte und auch die Presse sie hoch werteten, ihre 'edle Simplizität' fand Gefallen.
Hört man diese Sinfonie von grossem sinfonischen Orchester,klingt das häufig zu mächtig,als wenn eine kostbare Miniatur in die Hände von Steinmetzen gerate. Norrington oder Gardiner oder Frans Brüggen haben dieser Sinfonie ihre angemessene Bedeutung gegeben.
Järvi vermag gegenüber diesen Aufnahmen bestehen, ja ist einen Tick differenzierter, nimmt sie keinesfalls leicht. Unter seiner Stabführung entwächst sie der Rolle des Nebenwerks und wird ein Werk sui generis.Zitat Järvi:" Die vierte Sinfonie in B-Dur, op. 60 (1806):
"Auch einer meiner Favoriten: die 4. Sinfonie. Irgendwie scheint es fast so, als stecke da so etwas drin wie: 'Ich bin zu weit gegangen. So etwas sollten wir vielleicht doch nicht machen. Lass uns was schreiben, wo jeder das wiedererkennt, was von der Sinfonie eigentlich erwartet wird.' Und es spricht daraus eine gewisse Erleichterung: 'Ich habe das gesagt, was ich sagen musste. Und jetzt kann ich zu dem zurückkehren, was ich vorher gemacht habe.' Darin steckt eine gewisse Fröhlichkeit und auch Humor."'

Anders allerdings die siebte. Nicht dass die Aufnahme der Kammerphilharmonie schlecht wäre. Sie kann neben den genannten Aufnahmen gut bestehen. Das Problem aller dieser Ensembles erschliesst sich sofort , wenn man sich Kleiber mit den Wiener auflegt. Es ist eben ein Unterschied,ob man 4 bis 6 Celli hat oder mindestens die doppelte Anzahl, gleiches im verstärkten Umfang für die Kontrabässe. Ein hörbarer Unterschied.
Zitat:"Im Rahmen einer »Großen Akademie«, die er als Wohltätigkeitskonzert »zum Besten der bei Hanau invalide gewordenen österreichischen und bayerischen Krieger« veranstaltete, präsentierte Beethoven in der Aula der neuen Wiener Universität dabei gleich zwei neue Werke: sein sinfonisches Schlachtengemälde Wellingtons Sieg oder Die Schlacht bei Vittoria op. 91 und seine 7. Sinfonie op. 92." Der heroische Ansatz will gehört sein. Das ist ein Gewicht an dem sich kleinere Ensembles schlicht verheben. Wie Kleiber diese Monumalität zelebriert, ist unerreichter Maßstab.
Vor Jahr und Tag gab es eine Reklame, die Musik aus dem vierten Satz der Siebten als soundtrack unterlegte und einen Riesentanker den Ozean durchpflügen liess. Sehr passend für die Siebte. Auch die Kammerphilharmonie verhebt sich an diesem Stück. Der Unterschied zur vierten ist nicht ausreichend hörbar. Zitat Järvi:'Die ganze Sinfonie, von der ersten bis zur letzten Geste, dreht sich um Tänze. Der letzte Satz, der oft etwas zu schnell gespielt wird, ist eigentlich ein Schottischer Tanz. Diese fantastische Machart, das, was eigentlich Tanzmusik ist, in einen sinfonischen Kontext zu stellen, und das dann sogar als die zentrale Form zu nutzen, ist so genial! Die Sinfonie ist zu Recht so berühmt, weil sie einen sofort anspricht und so attraktiv ist. Und auch so lyrisch auf eine ganz schlichte, aber sehr berührende und direkte Weise." Man versteht seinen Ansatz, er kann diesen mit der Kammerphilharmonie auch realisieren. Die Siebte aber höre ich nach wie vor mit Kleiber.
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