Wieder einmal liegt eine CD in meinem Player,die man so in Deutschlands Konzertsälen wohl nur selten finden wird,auch wenn Francks Symphonie doch immerhin auch hier hin und wieder auftaucht.Immerhin gibt es von ihr Einspielungen von Klemperer,Maazel und Masur,die durchaus achtbar gelungen sind.Auch Bernstein hat sich ihr mit einer schönen Aufnahme in die Geschichte eingetragen.
Cesar Franck (1822-1890)wurde 1822 im belgischen Lüttich geboren,zog aber mit seiner Familie 1835 nach Paris.Dort wurden seine Werke abschätzig aufgenommen,ein Los vieler Komponisten quer durch die Epochen hindurch.Als Lehrer von d'Indy,Lalo,Chausson und Duparc indes hochgeehrt und geschätzt.Seine Symphonie schrieb er großenteils wohl 1887/1888,als in Frankreich nur wenige Symphonien überhaupt bekannt waren von französischen Künstlern.Nur Bizet,Gounod und Saint-Sains waren hier bisher tätig.
Claude Debussy schrieb über Francks Werk: "Francks Werk ist eine permamente Hingabe an die Musik,man mag sie mögen oder nicht;keine Macht der Welt könnte ihn dazu bewegen,jene Zeit zu unterbrechen,die er für richtig und nötig hält.Das ist wahrhaft ein Zeichen für selbstlose Träumerei".
Ernest Chausson (1855-1899) starb leider viel zu früh durch die Folgen eines tragischen Fahrradunfalls.Auch ihm erging es nicht besser wie seinem Lehrer Franck,denn auch seine Werke wurden als "schändlich" bezeichnet und fielen bei der Kritik durch."Schuld" daran war der Einfluss Wagners,den er nicht leugnete.Pilgerte er doch regelmäßig nach Bayreuth,um sich dessen Musik hinzugeben.
SChausson schrieb seine Symphonie 1890,nachdem er sich der Musik Wagners entziehen konnte.Bei der Uraufführung 1891,die er selbst leitete,hatte er sofort einen Riesenerfolg.Er entdeckte auch noch die Musik seiner nun Freundes Claude Debussy,so dass man noch viel erwarten konnte von ihm.Doch der frühe Tod machte es leider nicht mehr möglich.
Das "Orchestre de la Suisse Romande" aus Genf legt hier mit seinem deutschen Chefdirigenten Marek Janowski eine wirklich erstklassige Aufnahme der beiden bedeutenden Werke vor.Die hervorragende Klangtechnik trägt wesentlich dazu bei,aber eben auch Orchester und Dirigent.Hier zeigt es sich,dass Janowski ein erstklassiger Dirigent ist,der leider noch immer nicht die Anrkennung verdient,die er spätestens seit seiner Ring-Einspielung Anfang der 80-er Jahre verdient hätte.
Von mir die volle Punktzahl,also fünf Sterne!!!Kaufen,hören,genießen!!Klasse!!!!Das BBC-Music Magazine vom 01/2007 hat übrigens für Interpretation und Klang ebenfalls fünf Sterne vergeben.