Die musikalische Interpretation der auf dieser CD eingespielten Werke seitens der Dirigenten und Orchester (inkl. der Orgel bei der f moll Sinfonie) ist gut, die Klangqualität akzeptabel. Für alle, die auf diesem Gebiet keine Expertinnen oder Expterten sind, sei erwähnt, dass Camille Saint-Saens neben den berühmten Werken wie dem "Karneval der Tiere" oder die sogenannte "Orgelsinfonie" (die freilich auch für Symphonieorchester ist, nur eben mit einer Orgel als zwischendurch solistisch auftretendem Instrument) der Menschheit noch viele andere großartige, schöne und dabei oft zugleich raffiniert komponierte Musik geschenkt hat. Alle 5 Sinfonien - oft irreführenderweise 3 davon nummeriert und 2 extra erwähnt (in A-Dur und F-Dur) -, sowie alle 5 Klavierkonzerte, dazu alle 3 Violinkonzerte und noch einige andere wunderbare Kompositionen, in akzeptabler Qualität, sind übrigens manchmal auch in einer Gesamt-Box von Brillant Classics erhältlich. Speziell vom "Schwan" aus dem "Karneval" der Tiere gibt es außerdem eine legendäre Interpretation mit Jacqueline Du Pré (z.B. auf der dritten CD der Dreierbox "the very best of jacqueline du pré).
Stilistisch erinnert die Musik von Camille Saint-Saens oft an Beethoven, aber auch Einflüsse von Chopin, Mendelssohn, Brahms und anderen sind erkennbar, von denen sie inspiriert ist. Schon als Jugendlicher konnte Camille übrigens alle Klaviersonaten von Beethoven konzertreif spielen, und das auch noch auswendig. Saint-Saens hat fast immer kurzweilige, interessante und Musik zu bieten, für "Neueinsteiger" ebenso wie für "Fortgeschrittene". Ähnlich wie A. Dvorak klingen viele seine Werke eher "frühromantisch", obwohl er zeitlich ein "Spätromaniker" wäre (der "Karneval der Tiere" ist allerdings z.T. sehr avantgardistisch), dazu gibt es immer wieder eingängige Melodiesequenzen, Anspielungen auf andere Werke (z.B. Motive von Mozart u.a. werden ganz neu musikalische umgestaltet) und kunstvolle Fugato-Elemente, nicht zuletzt auch als wirkungssteigerndes Element in den Schlussminuten der sogenannten Orgelsinfonie, bei der alle Instrumente des Orchesters mitsamt der Orgel geradezu einen - höchst durchdacht komponierten - Rausch der Sinne feiern.